Apfelfunk-Blog Archive - Apfelfunk https://apfelfunk.com Ein Podcast über Apple mit Jean-Claude Frick und Malte Kirchner. Thu, 02 Dec 2021 08:14:16 +0000 de-DE hourly 1 https://wordpress.org/?v=5.9 https://apfelfunk.com/wp-content/uploads/2016/02/cropped-apfelfunk-artwork3-64x64.png Apfelfunk-Blog Archive - Apfelfunk https://apfelfunk.com 32 32 61570645 App Store Jahrescharts 2021: App an die Spitze https://apfelfunk.com/app-store-jahrescharts-2021-app-an-die-spitze/ Thu, 02 Dec 2021 08:01:00 +0000 https://apfelfunk.com/?p=17902 Zum Jahresende veröffentlicht Apple die Charts der meistgeladenen und meistgekauften Apps im App Store. Außerdem werfen wir einen Blick auf die beliebtesten Games, die Trends in Apple Arcade und die Gewinner der App Store Awards. iPhone Die Entwicklung der Corona-Pandemie spiegelt sich auch in den Charts des App Stores wider. Standen beim iPhone im Jahr […]

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Zum Jahresende veröffentlicht Apple die Charts der meistgeladenen und meistgekauften Apps im App Store. Außerdem werfen wir einen Blick auf die beliebtesten Games, die Trends in Apple Arcade und die Gewinner der App Store Awards.

iPhone

Die Entwicklung der Corona-Pandemie spiegelt sich auch in den Charts des App Stores wider. Standen beim iPhone im Jahr 2020 die Corona-Warn-App zur Kontaktverfolgung und Luca zur Dokumentation hoch im Kurs, gibt es dieses Jahr einen neuen Favoriten: CovPass – die App zum Hinterlegen des Impfzertifikates. Klassiker wie der Blitzerwarner Blitzer.de PRO, die Wetter-App WeatherPro und der Messenger Threema halten indessen die Stellung.

iPhone Apps – meistgekauft

  1. Blitzer.de PRO
  2. Threema
  3. Oje, ich wachse
  4. Food With Love
  5. Forest – Bleib fokussiert
  6. AutoSleep Schlaftracker
  7. WeatherPro
  8. GoodNotes 5
  9. TouchRetouch
  10. ADAC Camping / Stellplatz 2021

iPhone Apps – meistgeladen

  1. CovPass
  2. luca app
  3. WhatsApp Messenger
  4. Corona-Warn-App
  5. Instagram
  6. YouTube
  7. Vinted – Second Hand verkaufen
  8. Google Maps – Transit & Essen
  9. PayPal
  10. TikTok: Videos, Lives & Musik

iPad

Auf dem iPad punktet Priorität – speziell bei den Verkäufen. Die Notizen-Apps GoodNotes und Notabilty belegen Spitzenplätze, ebenso die Grafikprogramme von Affinity. Bei den meistgeladenen Apps lassen sich zwei Trendsetter erkennen: Videostreaming-Apps und Videokonferenz-Software.

iPad Apps – meistgekauft

  1. GoodNotes 5
  2. Procreate
  3. Notability
  4. Affinity Photo
  5. Duet Display
  6. AnkiMobile Flashcards
  7. Atlas der Humananatomie 2021
  8. Affinity Designer
  9. Messaging for WhatsApp on iPad
  10. MyScript Calculator

iPad Apps – meistgeladen

  1. ZOOM Cloud Meetings
  2. Microsoft Teams
  3. Netflix
  4. YouTube
  5. Microsoft Word
  6. Amazon Prime Video
  7. Microsoft PowerPoint
  8. Disney+
  9. Google Chrome
  10. Spotify – Musik und Playlists

App Store Award

Ein sehr buntes Feld bei Apples Auszeichnungen. Während auf dem iPhone eine Kinder-App punktete, begeisterte die Videoschnitt-App LumaFusion auf dem iPad die Juroren. Die Orga-App Craft auf dem Mac ist dagegen eher noch ein Geheimtipp und erinnert an Notion.

Spiele

Ein schneller Blick auf die Spiele. Klassiker wie Minecraft dürfen nicht fehlen. Erstaunlich gut läuft weiterhin die Pandemie-Simulation Plague Inc.

iPhone Spiele – meistgekauft

  1. Minecraft
  2. Bloons TD 6
  3. Plague Inc.
  4. Monopoly
  5. MontanaBlack Kylo’s Befreiung
  6. Mein Kind Lebensborn
  7. Pou
  8. Geometry Dash
  9. Football Manager 2021 Mobile
  10. Hitman Sniper

iPhone Spiele – meistgeladen

  1. Among Us!
  2. Project Makeover
  3. New QuizDuel
  4. Subway Surfers
  5. Water Sort Puzzle
  6. Roblox
  7. Clash Royale
  8. Count Masters: Lauf-Spiele 3D
  9. Mario Kart Tour
  10. Homescapes

iPad Spiele – meistgekauft

  1. Minecraft
  2. Monopoly
  3. Bloons TD 6
  4. Plague Inc.
  5. Stardew Valley
  6. Mein Kind Lebensborn
  7. DAS SPIEL DES LEBENS 2
  8. Farming Simulator 20
  9. HORSE CLUB Pferde-Abenteuer
  10. The Room

iPad Spiele – meistgeladen

  1. Among Us!
  2. Roblox
  3. Hay Day
  4. Project Makeover
  5. Mario Kart Tour
  6. Bus Simulator : Ultimate
  7. Subway Surfers
  8. Brawl Stars
  9. Happy Color® Malen nach Zahlen
  10. Homescapes

App Store Award Games

Apple Arcade

Im Spiele-Flatrate-Dienst Apple Arcade setzte sich der Sega-Hit Sonic Racing an die Spitze. Mini Motorways begeistert auch nach Jahren. Und Apple hat einen Coup gelandet, Titel wie Cut The Rope und Angry Birds zu Arcade zu holen.

  1. Sonic Racing
  2. Mini Motorways
  3. Cut the Rope Remastered
  4. Burgerjagd
  5. Skate City
  6. Oceanhorn 2
  7. Angry Birds Reloaded
  8. Outlanders
  9. NBA 2K21 Arcade Edition
  10. PAC-MAN Party Royale

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Apple Watch Series 7 im Test: Kleines Update, große Wirkung https://apfelfunk.com/apple-watch-series-7-im-test-kleines-update-grosse-wirkung/ Sat, 30 Oct 2021 20:39:39 +0000 https://apfelfunk.com/?p=17727 Nicht viel Neues, aber das hat es in sich: Warum die Apple Watch Series 7 nicht klein geredet werden sollte. Ein Test. Auf den ersten Blick war sie nicht das Highlight des Online-Events im September: Die neue Apple Watch Series 7 wirkte während ihrer Vorstellung zuerst wie eines der kleineren Updates der digitalen Uhr. Das […]

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Nicht viel Neues, aber das hat es in sich: Warum die Apple Watch Series 7 nicht klein geredet werden sollte. Ein Test.

Auf den ersten Blick war sie nicht das Highlight des Online-Events im September: Die neue Apple Watch Series 7 wirkte während ihrer Vorstellung zuerst wie eines der kleineren Updates der digitalen Uhr.

Das lag keineswegs nur daran, weil der in der Gerüchteküche sicher geglaubte Designwechsel zu klaren Kanten wie beim iPhone und iPad nicht kam. Vielmehr ließ die Liste der Neuigkeiten auf den ersten Blick an Tiefe vermissen: Kein neuer Gesundheitssensor, kein signifikant schnellerer Prozessor und dann sollte das Ganze auch noch zu einem unbestimmten Zeitpunkt im Herbst erscheinen – manch einer erwartete da mehr.

Große Überraschung

Nun ist die neue Apple Watch da. Viele müssen allerdings auf ihr bestelltes Modell noch einige Zeit warten – die Lieferzeiten waren schnell hoch geschnellt. Wir hatten bereits Gelegenheit, die neue Version der digitalen Uhr zu testen. Und wir müssen feststellen: Wir haben uns bei unserem ersten Eindruck getäuscht.

Links die Apple Watch Series 7, rechts die Series 6 - der dünnere Rahmen fällt gleich ins Auge.
Links die Apple Watch Series 7, rechts die Series 6 – der dünnere Rahmen fällt gleich ins Auge.

Edition Display

Bei der Series 7 dreht sich bis auf Kleinigkeiten alles nur um eines, aber das ist das Herzstück der Uhr: Der Bildschirm. Der ist um ein paar Millimeter gewachsen, was erstmal herrlich unspektakulär klingt. Doch wenige Millimeter am Arm sind – das wissen wir schon seit dem ersten großen Designwechsel zwischen der Series 3 und der Series 4 vor drei Jahren – mitunter Welten. So auch bei der Series 7. Gegenüber dem Vorgängermodell ist der Bildschirm um 20 Prozent gewachsen. Wer von der Series 3 oder früher kommt, darf sich sogar über 50 Prozent mehr freuen.

Dieses Mehr an Fläche bemerkt man ab Minute 1 auch deutlich im Alltag: Wer Benachrichtigungen bekommt oder Texte lesen will, stellt fest, dass nun mehr Text auf einmal angezeigt werden kann. Folglich muss der Nutzer weniger mit der digitalen Krone scrollen. Es ist aber nicht nur die Tatsache, dass der Bildschirm gewachsen ist, die erfreut, sondern auch das Wie: Denn im direkten Vergleich mit den Vorgängern fällt auf, dass Apple für die Vergrößerung das Gehäuse nur um einen Millimeter vergrößert hat Das Mehr an Platz resultiert zugleich aus einer Verkleinerung des schwarzen Rahmens (minus 40 Prozent). Der Bildschirm geht also noch mehr in die Ecken. Und das jetzt so weit, dass er schon in den abgerundeten Bereich hineinreicht, was sehr ansprechend aussieht. Apple macht einem dies mit zwei neuen exklusiven Zifferblättern (Porträt, Contour) schmackhaft, die den Platz voll ausnutzen.

Always-on im Vergleich: Links die Series 7, die heller ist, und rechts die Series 6.
Always-on im Vergleich: Links die Series 7, die heller ist, und rechts die Series 6.

Helleres Always-on

Die Vergrößerung hat aber auch funktionell positive Auswirkungen: Wer morgens seinen Passcode zum Entsperren eintippt, hat dadurch größere Buttons auf dem Bildschirm. Apple hat seine Benutzeroberflächen zudem überarbeitet. Größere Überschriften, größere Buttons und Änderungen in der Typografie geben dieser Uhr eine spürbar andere Note. Sie wirkt zwar hochgradig vertraut, aber doch eben anders. Dazu passt schön, dass die Series 7 nun im passiven Always-on-Modus, wenn der Bildschirm gedimmt wird, bis zu 70 Prozent heller leuchtet und damit besser ablesbar ist. Auch das ist im Vergleich zur Series 6 deutlich sichtbar und eine angenehme Verbesserung.

Die Größte im Sortiment

In der Folge hebt die Series 7 sich jetzt deutlich von den anderen beiden Modellen ab, die Apple weiterhin verkauft: Das Mittelklasse-Modell mit einigen Abstrichen, die Apple Watch SE, bleibt in der Größenkategorie der Series 4 bis 6. Der günstigste Einstieg, die Series 3, sieht inzwischen geradezu nach Steinzeit aus. Aber der Nutzer hat die Wahl und Geschmäcker bzw. Geldbeutel sind bekanntlich verschieden.

Hinten nichts Neues: Neue Gesundheitssensoren hat die Series 7 nicht bekommen.
Hinten nichts Neues: Neue Gesundheitssensoren hat die Series 7 nicht bekommen.

Das ist außerdem neu

Jenseits des Bildschirms sind die Verbesserungen zum Vorgängermodell allerdings tatsächlich überschaubar: Das Bildschirmglas soll jetzt beständiger sein und ist erstmals nach IP6X staubgeschützt. Vor allem Sportler dürfte das freuen. Mancher hatte schon mit Glasbruch zu kämpfen. Und die Uhr kann bis zu 33 Prozent schneller geladen werden. Dafür braucht es das neue USB-C-Kabel, das der Packung beiliegt.

Für wen sich die Uhr lohnt

Für Bildschirmliebhaber ist die Series 7 ein großes Update, für alle anderen kein zwingendes. Auch die Vorgängermodelle haben schon die Raffinessen wie EKG, Blutsauerstoffmessung und Pulsmesser, Telefonie, Apps, Bezahlfunktion, Fitness, Schlaftracking und einiges mehr.

Die Apple Watch Series 7 gibt es in verschiedenen Farben sowie wahlweise in Aluminium, Edelstahl und Titan. Die Preise beginnen bei 429 bzw. 479 Euro. Es gibt zwei Größenausführungen (41 und 45 Millimeter), Sondereditionen von Nike und Hermès. Und natürlich unzählige wechselbare Armbänder.


Hörtipp: Über die neue Apple Watch Series 7 sprechen wir im Apfelfunk Podcast ausführlich (Folge 299).

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iPad Mini im Test: Das Kleine – ganz groß https://apfelfunk.com/ipad-mini-im-test-das-kleine-ganz-gross/ Sun, 17 Oct 2021 14:54:25 +0000 https://apfelfunk.com/?p=17632 Apple hat das iPad Mini im Jahr 2021 runderneuert. Größerer Bildschirm, A15-Chip, USB-C, Touch ID im Powerbutton und mehr sind Kaufanreize. Wir haben das neue Modell getestet. Mit größeren Bildschirmen bei ansonsten gleicher Gerätegröße ist es wie mit Preisrabatten: Wer soll etwas dagegen haben? Im Falle des iPad mini von Apple, das jetzt mit schmaleren […]

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Apple hat das iPad Mini im Jahr 2021 runderneuert. Größerer Bildschirm, A15-Chip, USB-C, Touch ID im Powerbutton und mehr sind Kaufanreize. Wir haben das neue Modell getestet.

Mit größeren Bildschirmen bei ansonsten gleicher Gerätegröße ist es wie mit Preisrabatten: Wer soll etwas dagegen haben? Im Falle des iPad mini von Apple, das jetzt mit schmaleren Rändern und mehr Displayfläche runderneuert erschienen ist, darf der nun 8,3 statt 7,9 Zoll große Bildschirm aber als besonders erfreulich bezeichnet werden. Schließlich fallen bei so einem kleinen Format Vergrößerungen deutlich mehr ins Gewicht als bei größeren Geräten.

Dass das Mini überhaupt eine Renaissance erlebt, galt überdies keineswegs als ausgemacht. Vor neun Jahren, im November 2011, erschien das erste iPad mini. Nach Jahresschritten bis zur vierten Generation im Jahre 2015 war plötzlich erst einmal für vier Jahre Schluss mit. In den folgenden Jahren flogen bereits die virtuellen Aasgeier über dem kleinen, in die Jahre gekommenen Tablet. Die ersten Nachrufe waren längst geschrieben, bis Apple im März 2019 auf einmal den Nutzerliebling wieder auffrischte.

iPad Mini von vorne
Liegt gut in der Hand: Das neue iPad mini.

Design mit Zukunft

Die jetzt veröffentlichte sechste Generation (Preis: ab 549 Euro), die wir einige Wochen lang testen konnten, ist jedoch ein ganz anderes Kaliber und ein deutliches Bekenntnis zur Zukunft des Mini-Tablets. Sie ähnelt äußerlich dem kantigen Design des iPad Air und der Pro-Linie mit dem glatten Stahlrahmen. Anders als bei den Pro-Geräten, aber wie beim Air, wird es mit der Touch-ID-Fingerabdruckerkennung gesichert. Diese sitzt oben rechts im Einschaltknopf. Und das neue iPad mini hat unten einen USB-C-Anschluss. So hat künftig also nur noch das günstigste iPad den Apple-eigenen Lightning-Anschluss.

USB-C Anschluss des iPad mini
Neuer Anschluss: USB-C statt Lightning.

Beste Ausstattung

Sehr zeitgemäß ist auch die weitere Ausstattung: Der neueste A15-Prozessor, der aus dem iPhone 13 bekannt ist, 5G-Mobilfunk (gegen Aufpreis) und 12 Megapixel-Kameras vorne und hinten verleihen dem neuen Mini fast schon Pro-Charakter. Dank Center Stage gibt es auch die virtuelle Kameraführung bei Videokonferenzen, bei der einem die Kamera scheinbar folgt. Durch die glatten Kanten lässt sich nun als Stift der Apple Pencil der 2. Generation magnetisch andocken.

Das LCD-Display entspricht in Farbraum und mit seiner Anpassung an das Umgebungslicht dem üblichen hohen Standard bei Apple. Anfängliche Aufgeregtheiten im Netz über unterschiedlich schnell aufbauende Halbbilder konnten wir im Test nicht als störend nachvollziehen.

Touch ID im Power Button
Das iPad Mini hat wie das iPad Air einen Touch ID Sensor im Power Button eingebaut.

Noch zeitgemäß?

Doch ist so ein kleiner Bildschirm heute überhaupt noch zeitgemäß? Tatsächlich ist das iPad mini mit seinem 8,3-Zoll-Display und wahlweise 64 oder 256 GB Speicher gar nicht so viel größer als das größte iPhone 13 Pro Max mit 6,7 Zoll. Aber um den Markt für das Mini zu sehen, darf nicht nur auf die Größe geblickt werden: Das größte iPhone kostet nämlich mindestens 1249 Euro, das iPad Mini ist ab 549 Euro erhältlich. Wer dieses Format nur für das Lesen von E-Books, zum Internetsurfen oder Mails schreiben haben möchte, aber nicht unbedingt Telefonie benötigt, greift preislich lieber zum kleinsten Tablet statt zum größten Smartphone.

Die Rückseite
Die Rückseite mit der 12 Megapixel Kamera.

In der Praxis

Und noch etwas zeichnet ein Tablet im Vergleich zum Smartphone aus: Das andere Seitenverhältnis. Smartphones sind eher schmaler angelegt. Das iPad mini macht sich mit dem Pencil auch gut als kleines digitales Notizbuch. Es lädt dazu ein, sich Serien und Filme darauf anzuschauen oder Texte zu lesen.

Woran man sich in der Praxis reiben kann, ist, wie wenig Apple seine Software auf die verschiedenen iPad-Größen einstellt. Nur ein Beispiel: Die neueste Betriebssystem-Version iPadOS 15 lässt aufgrund der neuen Widgets mehr Abstand zwischen Icons und Rand, was auf großen Geräten vorteilhaft aussieht. Auf dem Mini ist das hingegen Platzverschwendung und es wäre auch in der unteren Icon-Leiste sinnvoller, weniger Symbole als auf den größeren Geräten anzuzeigen, weil es alles sehr gedrängt und klein aussieht.

Apple sieht an anderer Stelle offenbar selbst, dass nicht alle iPads in eine Schale geworfen werden sollten. Ein Magic Keyboard zum produktiven Arbeiten oder einen Gehäuseanschluss für eine Tastatur wie bei den größeren Modellen gibt es zum Beispiel nicht. Klar, man kann sich mit Bluetooth-Zubehör behelfen – aber es passt zu dem Eindruck, dass dieses Gerät eher für konsumierendes Nutzen erdacht ist.

Fazit

Das iPad mini liegt buchstäblich auf der Hand. Das macht es zu einem angenehmen Weggefährten. Und hat auch in beruflichen Umgebungen durchaus seine Fans, nämlich überall dort, wo ein Bildschirm dieser Größe nützlich ist, etwa an der Rezeption in Hotels, zur Aufnahme von Bestellungen in der Gastronomie oder in Verkaufsräumen beim Beratungsgespräch.

Aber am Ende gilt für das sechste iPad mini, was schon für das erste galt: Die Größe ist Geschmacksache. Und einige Nutzer lieben kleine Tablets. Für sie ist diese neue Ära des Mini-Tablets zweifellos ein Freudenfest.


Hörtipp: Über das neue iPad Mini haben wir auch im Apfelfunk Podcast ausführlich gesprochen (Folge 296).

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iPhone 13 & 13 Pro Max im Test: Vom Guckloch zur Profi-Kamera https://apfelfunk.com/iphone-13-13-pro-max-im-test-vom-guckloch-zur-profi-kamera/ Sat, 09 Oct 2021 11:30:42 +0000 https://apfelfunk.com/?p=17548 Kaum eine Funktion hat beim iPhone so viele und so große Weiterentwicklungsschritte wie die Kamera. Wir haben uns das neue iPhone 13 und das iPhone 13 Pro Max genauer angesehen. Am Anfang, beim ersten iPhone, war es nur ein verschämt aussehendes kleines Loch im Gehäuse: Der damaligen Zwei-Megapixel-Kamera schenkten viele Rezensenten gar keine Aufmerksamkeit. Eine […]

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Kaum eine Funktion hat beim iPhone so viele und so große Weiterentwicklungsschritte wie die Kamera. Wir haben uns das neue iPhone 13 und das iPhone 13 Pro Max genauer angesehen.

Am Anfang, beim ersten iPhone, war es nur ein verschämt aussehendes kleines Loch im Gehäuse: Der damaligen Zwei-Megapixel-Kamera schenkten viele Rezensenten gar keine Aufmerksamkeit. Eine Kamera im Smartphone erschien damals zunächst unbedeutend. Als Steve Jobs das erste iPhone vorstellte, bestand die Magie aus der Kombination von Telefon, iPod und Internet Kommunikationsgerät. Vom Fotografieren war da noch keine Rede. Heute wird oft spöttisch die Frage gestellt, ob mit den iPhones überhaupt noch telefoniert werden kann. So ändern sich die Zeiten.

Bei den neuen iPhones der 13-er-Linie sind die inzwischen zwei bis drei Kameras nicht nur ein deutlich sichtbarer Teil des Gerätes. In der Fotografie liegt neben der deutlich gestiegenen Akkulaufzeit auch ein Fokus dieser Modellgeneration.

Wir haben das iPhone 13 (6,1 Zoll Display) und das iPhone 13 Pro Max (6,7 Zoll) genauer in Augenschein gekommen.

iPhone 13 Pro Max Rückseite
Die Rückseite des iPhone 13 Pro Max. Markant stechen die Kameras heraus.

iPhone 13 Pro Max

Wer in den vergangenen Jahren auch nur den leisesten Zweifel hatte, dass der Unterschied nach oben künftig noch sehr groß ist: Die diesjährigen Pro-Modelle des iPhones spielen ihre technologische Flaggschiff-Rolle wieder voll aus. Äußerlich bis auf teils neue Farben und die etwas herausstechenderen drei Kameras auf der Rückseite identisch mit dem 12-er-Modellen des Vorjahres, hat sich im Inneren einiges mehr getan. Äußerlich fällt auf der Vorderseite oben die schmalere Aussparung für Frontkamera und Face ID-Technik auf. Aktuell ist das aber ohne weiteren Nutzen, da links und rechts nicht mehr Informationen angezeigt werden als vorher.

Längere Akkulaufzeit

Nach Jahren, in denen die Formel „Noch leichter, noch dünner“ wie eine Konstante in der iPhone-Entwicklung schien, erfüllt Apple einen lange gehörten Nutzerwunsch: Alle vier iPhones – egal ob Pro oder nicht – haben eine längere Batterielaufzeit. Beim Pro Max gibt Apple in bestimmten Anwendungen gar eine Verdoppelung an. Erreicht wurde das erstens physisch mit einem größeren Akku, der das iPhone ein klein wenig mehr wiegen lässt. Aber gleichzeitig hat Apple auch an der Energieeffizienz des eigenen Prozessors, des A15, getüftelt. Und das neue ProMotion-Display, das bedarfsweise von 60 auch mal auf 10 Bilder pro Sekunde runtertaktet, dürfte dem Energiesparen ebenfalls dienlich sein. Den Nutzer freut’s: In unserem Test mit dem Pro Max hatten wir abends teilweise noch über 70 Prozent Rest-Akku. So ausgestattet, kann das Gerät locker auch mal zwei Tage durchhalten.

iPhone 12 Pro Max (vorne) und iPhone 13 Pro Max im Vergleich
Die Rückseiten vom iPhone 12 Pro Max (vorne) und iPhone 13 Pro Max im Vergleich.

Bessere Kameras

Die fotografischen Werke, die mit Smartphone-Kameras entstehen, sind allgegenwärtig. Für viele Menschen sind Smartphones inzwischen die einzige Kamera und auch im professionellen Bereich ist das Gerät oft schneller zur Hand als anderes Equipment. Entsprechend liegt der Fokus Apples einmal mehr auf der Verbesserung des Vorhandenen. Hier ist es zunächst einmal erfreulich, dass sich das iPhone 13 und 13 Pro Max wie zuletzt die 11-er-Linie nur in der Größe unterscheiden. Bei den 12-er-Modellen gab es auch kleine Ausstattungsunterschiede bei den Kameras. Das trübte die Stimmung bei all jenen, die das kleinere Format bevorzugen, aber technisch das Beste haben wollen.

Neue Möglichkeiten haben iPhone-Fotografen der Pro-Linie dank des neuen Makro-Modus. Wo der Autofokus bislang resignierte, schaltet das Gerät nun bei Annäherung automatisch auf die Ultraweitwinkelkamera und erlaubt bestechend scharfe Nahaufnahmen. Klar, es fotografiert nicht jeder jeden Tag im Makromodus, doch ähnlich des Night Modes und der Möglichkeit, im Ultraweitwinkel Aufnahmen zu tätigen, erweitert sich das Spektrum der Möglichkeiten hier wieder deutlich. Softwareseitig wäre noch eine deutlichere Abgrenzung wünschenswert, etwa in Form einer Anzeige. In iOS 15.1 wird der Modus in einem ersten Schritt immerhin auch abschaltbar sein.

Cinematic Mode

Alle 13-er-Modelle beherrschen den neuen Cinematic Mode, der bei Videoaufnahmen das Spiel mit der Schärfe erlaubt, so wie es eben aus Kinofilmen bekannt ist. Das Ganze funktioniert nicht optisch, sondern rein rechnerisch dank der Neural Engine des A15-Chips. Diese beeindruckende Echtzeit-Leistung ist momentan nur bis HD-Auflösung (1920×1080 Pixel) möglich – 4K wird nicht unterstützt. Durch das besondere Verfahren kann die Schärfe auch nachträglich gesetzt werden. Hier und da kämpft die Software noch mit dem richtigen Erkennen von Ecken und Kanten, aber es dürfte nur eine Frage der Zeit sein, bis Updates das verbessern. Manch ein Hobby-YouTuber wird frohlocken.

Verbesserungen gibt es bei den Pro-Modellen aber auch bei der Kamera-Hardware selbst. Die Ultraweitwinkelkamera, die bislang nicht so lichtempfindlich wie das Weitwinkel war, holt auf. Das Weitwinkel wurde aber auch verbessert. Davon profitieren Nachtaufnahmen und Fotografie bei schlechten Lichtverhältnissen. Aber selbst Porträtfotos bei Tageslicht kommen deutlich plastischer und detailreicher daher – eine spürbare Verbesserung.

Knauserig bleibt Apple bei der Telekamera der Pro-Linie. Die kann jetzt zwar dreifach vergrößern, aber die Mitbewerber sind hier längst auf anderen Plateaus unterwegs. iPhone 13-Nutzer schauen in Sachen Vergrößerung weiterhin in die Röhre. Doch dazu später mehr.

120-Hertz-Display

Beim Display erlebten wir im Test Überraschungen und Enttäuschungen. Die verdoppelte Bildrate der Pro-Linie von 120 Hertz hat uns nicht so sehr fasziniert wie erwartet. Das mag auch daran liegen, dass andere Appentwickler als Apple erst allmählich auf den Zug aufspringen dürfen, aber diese Veränderung dürfte trotzdem eine Feinheit in der Anzeige bleiben.

Deutlich besser gefällt uns bei den Pro-Modellen die höhere maximale Display-Helligkeit von 1000 Nits (bei den Pros), was im Freien für einen spürbaren Unterschied sorgt. Und natürlich gefällt indirekt auch das automatische Herunterschalten der Bildwiederholrate zur Schonung der Batterielaufzeit.

iPhone 13

Bei den günstigeren Modellen iPhone 13 und 13 Mini, die die Bedürfnisse vieler Nutzer spielend abdecken dürften, hat sich nicht so viel getan wie bei den Pro-Modellen. Auch hier sind vor allem Batterielaufzeit und Kameras zu nennen.

Bei den Kameras wird eine optische Bildstabilisierung namens Sensor Shift eingeführt, die es im Vorjahr nur beim iPhone 12 Pro Max gab. Der Sensor „wackelt“ gewissermaßen mit, um für ruckelfreie Bilder zu sorgen. Zudem wurde auch an der Lichtempfindlichkeit geschraubt. Weiterhin gibt es aber nur eine Weitwinkel- und eine Ultraweitwinkelkamera. Dass Apple gar keinen optischen Zoom einbaut, ist der größte Wermutstropfen. Der digitale Zoom ist letztlich nur das Erstellen von Bildausschnitten, geht also zulasten der Bildqualität.

Bei der Akkulaufzeit legen die günstigeren 13-er um bis zu 2,5 Stunden zu. Die Displays sind heller und schaffen in der Spitze bis zu 800 Nits. Apple hat zudem den farbenfrohen Charakter der Reihe fortgeschrieben. Dank des eingebauten A15-Chips (im Vergleich zum Pro allerdings mit vier statt fünf Grafikkernen) ist beim Videografieren auch der neue Cinematic Mode möglich.

Fazit

Die Schere zwischen iPhone 13 (ab 799 Euro) und dem gleich großen 13 Pro (ab 1149 Euro) geht deutlich weiter auf als beim Vorjahresmodell. Vor allem die Kamera übt mehr denn je einen Reiz aus, den Aufpreis zum Pro-Modell in Erwägung zu ziehen. Dass Apple dem Consumer-Modell vehement die Tele-Kamera verweigert, tut sein Übriges dazu.

Mit der besseren Akkulaufzeit und den Kameras hat Apple in der neuen Generation der iPhones starke Verbesserungen eingeführt. Gleichwohl ist ein Wechsel vom iPhone 12 zum 13 nicht unbedingt angezeigt. Der Wechsel vom 12er zum 13 Pro bzw. von 12 Pro zu 13 Pro könnte schon eher von Interesse ein.

Richtig spannend ist die 13-er-Linie aber für all jene, die noch ältere iPhones besitzen oder von Android dorthin wechseln. Denn die bekommen die genannten Verbesserungen im Gesamtpaket mit dem Designwechsel der 12-er-Linie, 5G-Mobilfunk und weiteren Finessen.


Weiterführende Informationen: Die neuen iPhones haben wir auch im Apfelfunk Podcast ausführlich besprochen (Folge 295).

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iPad Pro mit M1 im Test: M wie Mehr https://apfelfunk.com/ipad-pro-mit-m1-im-test-m-wie-mehr/ Sun, 27 Jun 2021 17:51:04 +0000 https://apfelfunk.com/?p=16920 Bei der Hardware sind iPad-Nutzer Höchstleistungen von Apple gewöhnt. Das 2021-er-Modell verspricht hier noch mehr Leistung. Doch ein Punkt trübt das Bild. Welcher das ist und für wen sich dieses iPad empfiehlt – ein Test. Mit neuen technischen Geräten ist es manchmal wie mit zukünftigen Spitzensportlern: Ihre Entdecker sehen das Potenzial. Aber es fehlt noch […]

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Bei der Hardware sind iPad-Nutzer Höchstleistungen von Apple gewöhnt. Das 2021-er-Modell verspricht hier noch mehr Leistung. Doch ein Punkt trübt das Bild. Welcher das ist und für wen sich dieses iPad empfiehlt – ein Test.

Mit neuen technischen Geräten ist es manchmal wie mit zukünftigen Spitzensportlern: Ihre Entdecker sehen das Potenzial. Aber es fehlt noch etwas in der Praxis, um es zu schöpfen.

Das neue iPad Pro von Apple, das wir seit einigen Wochen testen, steckt voller Potenziale. Aber längst noch nicht überall werden sie gehoben.

Der M1 kommt aufs iPad

Das fängt gleich beim Prozessor an. Der eingebaute M1-Chip ist seit vergangenem Jahr aus den neuen Mac-Computern bekannt. Apple setzt dort jetzt auf Eigenentwicklungen anstelle der Intel-Prozessoren. Beim iPad kamen seit Anbeginn Prozessoren der hauseigenen A-Reihe zum Einsatz. Dass nun auf die frischgebackene M-Reihe umgeschwenkt wird, überrascht im ersten Moment. Aber am Ende ist es vor allem ein Marketingbegriff, dessen positive Wirkung jetzt auch auf das iPad ausstrahlt, und im M1 steckt letztlich sehr viel A. Allerdings ist der Prozessor noch einmal deutlich leistungsfähiger als seine Vorgänger im Vorjahres-iPad. Von bis zu 50 Prozent ist die Rede – zumindest auf dem Benchmark-Papier. Apple beziffert zudem erstmals die Größe des Arbeitsspeichers. Je nach Speicherplatz gibt es 8 oder 16 Gigabyte. Auch das ist mehr Speicher als die bisherigen sechs Gigabyte.

Viele Software-Wünsche

Doch wo nützt einem die Leistung im Alltag? Beispiele sind mit dem Export von 4K-Videos in der App Lumafusion, Fotobearbeitungen in Affinity Photo oder Photoshop und anderen pixel- und rechengewaltigen Anwendungen schnell gefunden. Im Netz waren und yind jedoch viele Stimmen von Nutzern zu hören, die sich mehr wünschten. Bis heute gibt es etwa keine iPad-Versionen von Apples eigener Pro-Software, der Videoschnittlösung Final Cut Pro und der Musikbearbeitung Logic Pro. Bei der Programmierung gibt es mit der Erweiterung der Lern-App Swift Playgrounds immerhin einen Fortschritt. Künftig können damit ganze Apps entwickelt und in den App Store gebracht werden. Die Mac-Software Xcode bleibt jedoch weiterhin mächtiger. In vielen Fällen führt weiterhin kein Weg dran vorbei.

Eine Freude bei HDR-Videos: Der neue Bildschirm.

Damit ist das iPad Pro vielfach keine vollwertige Alternative zum Macbook. Aber je nach Einsatzzweck ist es nicht einmal ein vollwertiger Kompagnon. Andererseits: Wie bewahrt Apple in Zukunft einen der großen Vorzüge der iPads – die Einfachheit – und flößt dem Gerät gleichzeitig mehr Detailtiefe und Möglichkeiten ein? Anders als bei den Consumer-Geräten, wo der Weg der Einfachheit vorgezeichnet ist, möchte man tatsächlich nicht in der Haut der Entscheider bei Apple stecken, da jeder Vorstoß Kritiker finden wird. Andererseits: Stillstand oder Stagnation ist auch keine Lösung. Der Ruf nach mehr Mut und Einsatz wird mit der Zeit immer lauter werden, je weiter die Schere zwischen Hardware und Software aufgeht.

Und Apple macht zwar in iPadOS 15, das im Herbst erscheint, das Multitasking – also das gleichzeitige Anzeigen mehrerer Apps – besser sichtbar. Wirkliches Multitasking, dass Apps im Hintergrund uneingeschränkt weiterlaufen, wenn sie nicht sichtbar sind, spendieren die Kalifornier trotz des „Ferrari-Motors“ im iPad aber nicht.

Über die Gründe lässt sich vielfältig spekulieren. Doch auch wenn das Potenzial absehbar noch nicht voll ausgeschöpft wird, ist es erst einmal da. Und die Erfahrung lehrt, dass Apple solche Potenziale – siehe NFC-Chip zum mobilen Zahlen oder U1-Chip für Ultraweitband-Anwendungen – Jahre vorher schon einbaut, kaum nutzt und dann auf einmal Großes damit macht.

Nach dem iPhone beherrscht jetzt auch das iPad Pro 5G-Mobilfunk.

Besserer Bildschirm – beim großen Modell

Von Anfang an sichtbar sind hingegen die Verbesserungen am Bildschirm – zumindest bei der größeren 12,9-Zoll-Display-Variante. Dort sind statt bislang 72 LEDs zur Beleuchtung nun 10 000 kleine Mini-LEDs eingebaut. Diese Änderung bewirkt zweierlei: Erstens ist der Kontrast kleinteiliger steuerbar, so dass schwarze Bereiche wirklich dunkel sind und nicht grau leuchten. Wir kennen dies von den OLEDs in aktuellen iPhones, doch die sind nicht so leuchtstark und sind dafür recht teuer. Weil die Mini-LEDs aber so leuchtstark sind, entstehen gerade bei HDR-Videos ganz neue Erlebnisse, weil etwa ein gezeigter Sonnenuntergang viel realistischer aussieht. Als wir das gleiche Videos auf neuem und alten iPad Pro nebeneinander laufen ließen, wirkte die Szene auf dem alten Gerät fast schon hinter einem Grauschleier verborgen.

Das kleinere 11-Zoll-iPad Pro hat dieses bessere Display nicht. In vielen Anwendungsfällen spielt das aber auch gar keine Rolle. Das neue Display ist vor allem für jene interessant, die mit HDR-Material arbeiten – deshalb wurde es wohlweislich wohl gleich nur im großen Gerät eingebaut.

Mit Center Stage bleibt man in Videokonferenz (fast) immer im Bild.

5G, Center Stage und mehr

Zu den erfreulichen Neuerungen zählen außerdem die Einführung von 5G-Mobilfunk – wie bislang kostet die Cellular-Variante etwas mehr als die WLAN-iPads. Der USB-C-Port beherrscht nun Thunderbolt. Dies ermöglicht es, einige Zubehörgeräte anzuschließen, die bislang nicht unterstützt wurden. Bei externen Bildschirmen spiegelt das iPad allerdings weiterhin nur den iPad-Bildschirm und das auch nur in dessen Bildschirmverhältnis.

Eine tolle Homeoffice-Lehre ist die Ultraweitwinkel-Kamera auf der Vorderseite. Sie ist nicht nur von höherer Bildqualität, sondern fokussiert und folgt dem Anwender automatisch via künstlicher Intelligenz. Dafür brauchte es kein bewegliches Bauteil, sondern aus dem Ultraweitwinkel wird jeweils ein Weitwinkel-Bild in Echtzeit herausgeschnitten. Die Funktion dazu heißt „Center Stage“ und wird von immer mehr Apps unterstützt. Dem Betrachter erscheint es so, als wenn jemand die Kamera führt.

Ansonsten bleibt es bei Bewährtem: Der 12-Megapixel-Weitwinkel- und 10-Megapixel-Ultraweitwinkel-Kamera auf der Rückseite und dem Lidar-Sensor zur besseren Fokussierung.

Sehr schick: Das neue Magic Keyboard in weiß.

Magic Keyboard in weiß

Die Zubehörtastatur mit eingebautem Trackpad namens Magic Keyboard gibt es jetzt in einer weißen Variante, die von der Bedienung her genauso gefällt wie das Vorjahresmodell. Erfreulich: Für Verschmutzungen und Gebrauchsspuren hat sie sich bislang im Test nicht als anfälliger erwiesen als die dunkle Variante.

Der hohe Preis von 339 Euro bleibt allerdings auch bestehen.

Fazit: Das beste Pferd im Stall?

Insgesamt ist das neue iPad Pro – wenig verwunderlich – Apples bestes Pferd im iPad-Stall. Schade ist nur, dass Apple es noch nicht vollends auf die Rennbahn lässt. Auf dem Papier steckt deutlich mehr in diesem Tablet, als es im Alltag erkennen lässt. Bei der Hardware gibt es wenig zu meckern, allenfalls ein paar mehr Anschlüsse würde sich mancher Pro-Nutzer vielleicht wünschen. Bei der Software ist der Wunschzettel länger und die Abspaltung des Betriebssystems vom iPhone vor einigen Jahren hat hier massiv Hoffnung wachsen lassen. Nun darf man gespannt sein, ob Apple in den nächsten Jahren das gewaltige Potenzial auch in Leistung ummünzt.

Kaufen oder nicht kaufen? Die Software ist vielleicht ein Grund zum Warten, aber mehr auch nicht. Wer das Mehr an Leistung jetzt benötigt, kann dank Apples weitreichender Update-Kultur darauf hoffen, dass die Potenziale in den kommenden Jahren noch geschöpft werden. Blicken wir über den Direktvergleich mit dem Vorjahresmodell mal hinweg, hat das iPad Pro eine sehr positive Entwicklung über die Jahre genommen und bietet heute schon viele Möglichkeiten, produktiv damit zu arbeiten.

Und die gute Nachricht für all jene, denen das Pro zu teuer ist: Weil Apple softwareseitig so wenig aus dem Pro-Aspekt macht, müssen Käufer eines iPad Air oder gar des Standard-iPads zumindest bei der Software gar nicht so große Abstriche machen. Die Kaufentscheidung richtet sich weiterhin vor allem nach dem Leistungsvermögen der Hardware.

Das iPad Pro ist ab 879 Euro (11 Zoll) bzw. 1199 Euro (12,9 Zoll) erhältlich. Speicherausstattung wahlweise mit 128, 256, 512 GB bzw. 1 und 2 Terabyte. Mobilfunk gegen Aufpreis erhältlich. Farbtöne: Space-Grau und silber.

Lieber hören statt lesen? Im Apfelfunk Podcast haben wir das neue iPad Pro ausführlich besprochen.

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Apps Made In Germany: MoneyCoach https://apfelfunk.com/apps-made-in-germany-moneycoach/ https://apfelfunk.com/apps-made-in-germany-moneycoach/#comments Fri, 04 Jun 2021 09:10:52 +0000 https://apfelfunk.com/?p=16776 In unserem Countdown auf die WWDC 2021 stellen wir Apps vor, die in Deutschland entwickelt werden. Ein ausführliches Gespräch gibt es jeweils im Apfelfunk und an dieser Stelle einige Auszüge. In Teil 4 geht es um Perjan Duro und seine App MoneyCoach. Erfolgreiche Apps von Einzelentwicklern haben nicht selten einen biografischen Hintergrund. Das eigene Bedürfnis, eine […]

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In unserem Countdown auf die WWDC 2021 stellen wir Apps vor, die in Deutschland entwickelt werden. Ein ausführliches Gespräch gibt es jeweils im Apfelfunk und an dieser Stelle einige AuszügeIn Teil 4 geht es um Perjan Duro und seine App MoneyCoach.

Erfolgreiche Apps von Einzelentwicklern haben nicht selten einen biografischen Hintergrund. Das eigene Bedürfnis, eine bestimmte Software nutzen zu können, ist die bestmögliche Motivation für einen Appentwickler. Die Geschichte von Perjan Duro aus Berlin und seiner App MoneyCoach geht in diese Richtung, aber noch darüber hinaus.

Denn MoneyCoach entstand aus einer Situation heraus, die über Erfolg und Misserfolg eines neuen Lebensabschnitts des gebürtigen Albaners entscheiden sollte. Es war das Jahr 2013, als Duro mit seiner Frau nach Deutschland kam und sich den Traum von einem besseren Leben verwirklichen wollte.

Der Beitrag über Perjan im Apfelfunk (ab 1:22:07):

Der Weg dorthin war allerdings steinig: Der studierte Wirtschaftsinformatiker musste Schulden aufnehmen, um die erste Zeit zu bestreiten, erinnert er sich. Es handelte sich um die lebenslangen Ersparnisse seiner Familie in der Heimat. Für Duro war klar: Dieses Geld musste er um jeden Preis zurückzahlen und das möglichst schnell.

Und so entstand MoneyCoach, eine App, die eine Art Haushaltsbuch ist. Damit lassen sich die Einnahmen und Ausgaben detailliert nachvollziehen. Aber anders als die Statistikfunktionen von Homebanking-Apps sei MoneyCoach nicht dafür da, ein Bankenprodukt zu verkaufen. Dies sieht Duro als Alleinstellungsmerkmal seiner App an.

Die App kam im App Store und bei Apple als Betreiber der digitalen Handelsplattform gut an. Mehrfach wurde MoneyCoach App Store-Nutzern empfohlen. Seither wurde die App über eine Million Mal weltweit geladen und sie liegt in 13 Sprachen vor.

Für Duro wurde aus dem nebenberuflichen Projekt sein Haupteinkommen. Er gründete eine kleine Firma und holte seinen Bruder dazu. Die beiden entwickeln MoneyCoach bis heute weiter. Der Umstieg von der Bezahl-App zum Abomodell sorgt für regelmäßige Einnahmen. Aber es ist auch Disziplin gefragt: Die Nutzer erwarten den Einsatz neuester Technologien. Die Layoutfunktionen von Swift UI oder die neuen Widgets in iOS 14 hat Duro längst implementiert. Er blickt hoffnungsfroh auf die kommende Weltentwicklerkonferenz WWDC, die nächste Woche stattfindet.

Weiterführender Link: MoneyCoach im App Store

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Apps Made In Germany: Charcoal https://apfelfunk.com/apps-made-in-germany-charcoal/ https://apfelfunk.com/apps-made-in-germany-charcoal/#respond Thu, 27 May 2021 20:12:09 +0000 https://apfelfunk.com/?p=16699 In unserem Countdown auf die WWDC 2021 stellen wir Apps vor, die in Deutschland entwickelt werden. Ein ausführliches Gespräch gibt es jeweils im Apfelfunk und an dieser Stelle einige Auszüge. In Teil 3 geht es um Jungentwickler Lars Augustin, der schon zwei Mal WWDC Scholar war. Wer als Programmierer eine der großen Entwicklerkonferenzen besuchen möchte, benötigt […]

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In unserem Countdown auf die WWDC 2021 stellen wir Apps vor, die in Deutschland entwickelt werden. Ein ausführliches Gespräch gibt es jeweils im Apfelfunk und an dieser Stelle einige AuszügeIn Teil 3 geht es um Jungentwickler Lars Augustin, der schon zwei Mal WWDC Scholar war.

Wer als Programmierer eine der großen Entwicklerkonferenzen besuchen möchte, benötigt zwei Dinge: Glück und Geld.

Glück deshalb, weil die Konferenzen – als sie vor der Pandemie noch Präsenzveranstaltungen waren – in der Regel völlig überzeichnet waren. Apple führte deshalb eine Verlosung der Kauf-Tickets ein. Die Teilnahme wurde dadurch ein wenig zum Glücksspiel.

Ein weiterer limitierender Faktor sind die Kosten: Entwickler aus Europa müssen einen Flug in die Heimat der Techkonzerne, die USA, stemmen. Die Hotelkosten explodieren zu Zeiten der Konferenzen. Und auch sonst entstehen einige Kosten während der in der Regel einwöchigen Veranstaltungen.
Junge Menschen, künftige Entwickler, sind auf den Konferenzen gerne gesehen. Schließlich werden sie von den Konzernen händeringend gesucht. Doch für sie stellt vor allem der Faktor Geld eine Hürde dar.
Apple hat deshalb so genannte Scholarships eingeführt, Stipendien. Ein deutscher Jungentwickler, der davon profitierte, ist der 17-jährige Lars Augustin aus Weil am Rhein.

Der Beitrag über Lars im Apfelfunk (ab 1:04:16):

In Programmier-Wettbewerben Apples konnte er sich gleich zweimal, 2019 und 2020, gegen Hunderte andere Teilnehmer behaupten. 2019 schrieb er ein Videoschnittprogramm, das per Künstlicher Intelligenz das Gezeigte automatisch beschreibt, etwa für Blinde oder Menschen mit Sehbehinderung. 2019 konnte er in Anerkennung dieser Leistung die Entwicklerkonferenz in San Jose, die sonst 1600 US-Dollar Eintritt kostet, kostenlos besuchen. Auch für die Unterkunft sorgte Apple. Es war, wie er sagte, ein großartiges Erlebnis. 2020 – als die WWDC nur online stattfand – gab es ein digitales Format für Schüler und Studenten.

Der 17-Jährige ist selbst auch mit zwei Apps im App Store vertreten: Mit dem Zeichenprogramm „Charcoal“ für das iPad und den Apple Pencil, das 400.000 Mal heruntergeladen wurde und viel positive Beachtung erhalten hat. Und neuerdings mit dem Spiel „Flipped Words“, eine Art Memoryspiel für Wörter.
Beide entstanden aus spielerischer Neugier heraus und weil Lars selbst Bedarf für diese Apps hatte, aber nach eigener Aussage nichts fand, was seinen Vorstellungen entsprach.

Obwohl Lars in seinem jungen Alter schon so erfolgreich ist: Eine Karriere als Programmierer strebt er nicht an, sagt er. Dafür glaube er aber daran, dass ihm die gewonnenen Kenntnisse trotzdem im Leben weiterhelfen werden. Zusammen mit einem Freund gibt er sein Fachwissen auch an andere junge Menschen weiter. Der Besuch der Weltentwicklerkonferenz bleibt stets eine besondere Erinnerung.

Weiterführender Link: Charcoal im App Store

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Apps Made In Germany: Things https://apfelfunk.com/apps-made-in-germany-things/ https://apfelfunk.com/apps-made-in-germany-things/#comments Fri, 21 May 2021 20:14:47 +0000 https://apfelfunk.com/?p=16644 In unserem Countdown auf die WWDC 2021 stellen wir Apps vor, die in Deutschland entwickelt werden. Ein ausführliches Gespräch gibt es jeweils im Apfelfunk und an dieser Stelle einige Auszüge. In Teil 2 erzählt uns Werner Jainek, wie es dazu kam, dass Things eine der ersten 500 Apps im iOS App Store war. Werner Jainek […]

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In unserem Countdown auf die WWDC 2021 stellen wir Apps vor, die in Deutschland entwickelt werden. Ein ausführliches Gespräch gibt es jeweils im Apfelfunk und an dieser Stelle einige Auszüge. In Teil 2 erzählt uns Werner Jainek, wie es dazu kam, dass Things eine der ersten 500 Apps im iOS App Store war.

Werner Jainek und sein Team von der Stuttgarter Firma Cultured Code sind mit ihrer App Things in die Geschichtsbücher eingegangen: Sie gehörten zu den ersten 500, die im Jahr 2008 bei der Eröffnung des virtuellen Softwareladens mit von der Partie waren. Also dort, wo heute Milliarden von Euro jedes Jahr umgesetzt werden und längst eine siebenstellige Zahl von Apps vorzufinden ist.

Things ist eine To-Do-App, also eine Software, mit der vereinfacht gesagt Stichwortlisten angelegt werden können, was zu erledigen ist. Tatsächlich ist der Funktionsumfang viel größer – es lassen sich damit problemlos auch komplexe Projekte managen.

Das Gespräch mit Werner im Apfelfunk gibt es in Folge 276 (ab 0:54:00):


Apps in dieser Sparte gibt es mittlerweile viele. Zu der Zeit, als Things herauskam, galt die Idee, eine solche Software zu schreiben, noch als abwegig, erinnert sich Jainek. „Das hat damals keiner ernst genommen.“ Aber damit ging es Things am Ende so wie dem iPhone, das auch anfangs belächelt wurde und dass die Welt der mobilen Geräte und den Mobilfunkmarkt umkrempelte.

Dabei wollten Jainek und sein heute 11 Köpfe zählendes Unternehmen eigentlich erst eine Mac-App schreiben. Vor Things hatten sie sich an einem Entwickler-Tool probiert, mit der Dateien der Layoutbeschreibungssprache CSS inspiziert werden können. Der geschäftliche Erfolg blieb aus, so schwenkte das Team um auf Things. Als Apple nach dem ersten iPhone Ende 2007 ankündigte, dass darauf künftig native Apps zugelassen werden, änderte man bei Cultured Code schnell die Pläne. Obwohl die Firma zu der Zeit kein Geld verdiente und viel Kraft in die Mac-App gesteckt wurde, wollten sie jetzt zu den ersten gehören. Kurz vor Abgabefrist war die App fertig.

Heute liegt Things in der dritten Hauptversion vor, wird fortwährend aktualisiert und hat zwei der weltweit beachteten Apple Design Awards gewonnen. Es gibt Versionen für iPhone, iPad und den Mac.

Die App sticht aber nicht nur wegen ihres Timings aus der Masse heraus. Die Macher von Things legen auch besonderen Wert auf das Design ihrer App. Aus diesem Grunde behaupten sie sich auch erfolgreich gegen viele so genannte Freemium-Apps, die kostenlos heruntergeladen werden können und erst für mehr Funktionen Geld verlangen. Things hingegen ist noch eine Kauf-App im klassischen Sinne. Sie kostet 10,99 Euro auf dem iPhone, 21,99 Euro für die iPad-Version und 54,99 Euro für den Mac.

Die App nutzt nicht das Standard-Design Apples, aber doch eines, das sich sehr harmonisch an das Gerät anpasst. Laut Werner Jainek „verschwindet die App idealerweise während der Benutzung“, soll heißen: Sie soll dem Nutzer helfen, sich aber nicht selbst in den Vordergrund spielen. „Es ist ein sehr persönliches Tool, eine Unterhaltung mit sich selbst“, erklärt der Gründer. Aus dem Grunde findet jede Designänderung mit Bedacht statt, wird lange diskutiert und in verschiedensten Ausführungen erprobt, bevor sie Eingang in die Software findet.

Und das ist auch der Tipp, den Jainek dem Entwickler-Nachwuchs gibt: Sich zu vergegenwärtigen, wie schwierig es ist, sehr gute Software herzustellen. Die jährliche Weltentwicklerkonferenz WWDC bietet in der Präsenz die Gelegenheit, mit Apple-Entwicklern ins Gespräch zu kommen. Das ganze Jahr über sammeln Jainek und seine Leuten Fragen und Problemstellungen, um sie in Kalifornien zu diskutieren. Letztes und dieses Jahr konnte die WWDC wegen Corona nur online stattfinden. Das ist für eine deutsche Entwicklerschmiede praktisch wegen des wegfallenden Anfahrtsweges, doch sie schätzen andererseits auch die Möglichkeit, Kollegen aus aller Welt zu treffen.

Weiterführender Link: Website von Things

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Apps Made In Germany: Ulysses https://apfelfunk.com/apps-made-in-germany-ulysses/ https://apfelfunk.com/apps-made-in-germany-ulysses/#comments Thu, 13 May 2021 12:45:15 +0000 https://apfelfunk.com/?p=16552 In unserem Countdown auf die WWDC 2021 stellen wir Apps vor, die in Deutschland entwickelt werden. Ein ausführliches Gespräch gibt es jeweils im Apfelfunk und an dieser Stelle einige Auszüge. In Teil 1 erzählt uns Max Seelemann, wie die weltweit erfolgreiche Schreib-App Ulysses zustande kam. Schriftsteller, Journalisten und viele Menschen weltweit, die gerne Texte schreiben, […]

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In unserem Countdown auf die WWDC 2021 stellen wir Apps vor, die in Deutschland entwickelt werden. Ein ausführliches Gespräch gibt es jeweils im Apfelfunk und an dieser Stelle einige Auszüge. In Teil 1 erzählt uns Max Seelemann, wie die weltweit erfolgreiche Schreib-App Ulysses zustande kam.

Schriftsteller, Journalisten und viele Menschen weltweit, die gerne Texte schreiben, schätzen sie: Die App Ulysses für Mac, iPad und iPhone erfreut sich großer Beliebtheit. Vor allem in den USA und China ist sie besonders erfolgreich. Sie gewann den begehrten Apple Design Award, wurde zwei Millionen Mal heruntergeladen, zählt 50 000 Abonnenten und wird in 148 Ländern eingesetzt. Was viele nicht wissen: Die App kommt aus Deutschland und wird in Leipzig entwickelt.

Die App ist aber auch ein Beispiel dafür, wie der digitale Vertrieb von Software über App Stores in den ersten beiden Jahrzehnten der 2000-er-Jahre die Software-Landschaft nachhaltig verändert hat. So sagt Max Seelemann, Entwickler und Geschäftsführer von Ulysses, dass die App vor zehn Jahren fast vor dem Aus stand. 2002 als Freizeitprojekt entwickelt, standen Seelemann und sein Mitstreiter Marcus Fehn vor der Frage, wie es angesichts ihrer beruflichen Entwicklung mit der App weitergeht. Entstanden war die App, weil Fehn seinerzeit in einer Mailingsliste nach einem Entwickler suchte, der ein geeignetes Schreibprogramm für sein Buchprojekt entwickelt. Daraus entstand eine Zusammenarbeit mit dem halb so alten Seelemann, die Ulysses zum Ergebnis hatte.

Doch dann kam der Mac App Store, erinnert sich Seelemann. Binnen kürzester Zeit spielte die flugs dort bereitgestellte App den Jahresumsatz des Vorjahres ein und die jungen Entwickler entschieden sich, eine Firma zu gründen und das Projekt zu professionalisieren. Später veröffentlichten sie Ulysses auch für das iPad und für das iPhone.

Das Gespräch mit Max im Apfelfunk gibt es in Folge 275
(Zeitmarke: 1:11:00):

Wer als Entwickler zum Beispiel bei Apple Apps in den App Store zum Verkauf stellt, muss Apple an den Umsätzen beteiligen. 30 Prozent betrug der Anteil bislang. Zum Jahreswechsel hat Apple ein Programm aufgelegt, das den Anteil sogar auf 15 Prozent reduziert, sofern der Jahresumsatz unter einer Million US-Dollar liegt. Im Gegenzug kümmert sich der IT-Konzern um alle Belange der Zahlungsabwicklung, stellt die technische Plattform bereit und vermarktet die Apps auch, etwa durch Empfehlungen besonders gelungener Apps. Durch den App Store erreichen Entwickler laut Seelemann auch leichter ausländische Märkte und müssen sich nicht mit deren Eigenheiten vertraut machen.

Für den App-Standort Deutschland sprechen seiner Ansicht nach unter anderem die günstigeren Lebenshaltungskosten als zum Beispiel im Silicon Valley in den USA. Einmal im Jahr bietet Apple mit der Weltentwicklerkonferenz WWDC die Möglichkeit für Entwickler, sich in Kalifornien über Neuheiten zu informieren, mit Apple-Ingenieuren zu sprechen und andere Entwickler zu treffen. Dieses Jahr muss die WWDC allerdings abermals wegen der Corona-Pandemie online stattfinden.

Jungentwicklern rät Seelemann dazu, Projekte einfach mal zu starten und nicht zu viele Bedenken zu haben. Zudem sei es wichtig, Feedback ernst zu nehmen, es aber gleichzeitig nicht all zu wörtlich zu nehmen, sondern lieber eigene Lösungsansätze zu überlegen.

Weiterführender Link: Website von Ulyssees

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AirTags im Apfelfunk-Test: Gesucht? Gefunden! https://apfelfunk.com/airtags-im-apfelfunk-test-gesucht-gefunden/ https://apfelfunk.com/airtags-im-apfelfunk-test-gesucht-gefunden/#respond Mon, 03 May 2021 18:51:35 +0000 https://apfelfunk.com/?p=16451 Mit AirTag finden Apple-Nutzer Dinge des Alltags über die Wo-ist-App wieder. Apples neuestes Gerät ist erschwinglich und hat einige Finessen. Wir haben die AirTags getestet. Inmitten all der Vorstellungen von Experten, wie unsere vernetzte Welt einmal aussehen wird, ragt ein Begriff immer wieder hervor: IoT – Internet of Things, zu deutsch: Das Internet der Dinge. […]

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Mit AirTag finden Apple-Nutzer Dinge des Alltags über die Wo-ist-App wieder. Apples neuestes Gerät ist erschwinglich und hat einige Finessen. Wir haben die AirTags getestet.

Inmitten all der Vorstellungen von Experten, wie unsere vernetzte Welt einmal aussehen wird, ragt ein Begriff immer wieder hervor: IoT – Internet of Things, zu deutsch: Das Internet der Dinge. Dass künftig jeder Gegenstand – wie Straßenlaternen, Regenschirme, Kühlschränke und Taschen – einen eigenen Internetanschluss haben soll, erscheint mit Blick auf mögliche Vorteile der Vernetzung irgendwie praktisch, aber zugleich doch absurd. Gerade bei Gegenständen, die bislang keine Batterie oder einen Stromanschluss haben, stellt sich die Frage nach der Realisierbarkeit.

Testvideo über Apples AirTags.

Die vergangene Woche nun lag die Antwort auf diese Frage buchstäblich auf unserer Hand. Sie ist so groß wie ein Zwei-Euro-Stück, so dick wie zwei Kaugummistreifen übereinander und trägt den Namen: AirTag. Verkaufsstart war am Freitag.

AirTag ist vielleicht noch nicht die Endausbaustufe des Internet der Dinge, aber definitiv ein gewaltiger Schritt dorthin. Mit dem kreisrunden Gerät, das per Bluetooth Low Energy und über Apples eigenen Ultraweitband-Chip U1 mit der Außenwelt kommuniziert, kann man Gegenstände des Alltags schnell wiederfinden. Dazu wird das AirTag entweder in die Tasche gepackt oder mittels des in vielen Farben und Formen erhältlichen Zubehörs an einen Gegenstand gehängt. Der Fantasie sind da keine Grenzen gesetzt. Denkbar sind zum Beispiel Regenschirme, Taschen, Schlüsselbunde, Fahrräder oder Jacken.

Größenvergleich: Das AirTag ist ungefähr vom Durchmesser so groß wie eine Zwei-Euro-Münze.

Finden in drei Variationen

Ein AirTag kann auf drei Arten wiedergefunden werden: Die erste kennen viele von Schlüsselanhängern, die auf Klatschen reagieren und pfeifen. Statt zu klatschen, öffnet der Besitzer die „Wo-Ist-App“ auf dem verbundenen iPhone und tippt auf einen Button. Ist das AirTag in Reichweite, spielt es ein Geräusch ab.

Wer ein iPhone ab der 11-er-Generation besitzt, kann die zweite Art des Findens einsetzen: das präzise Finden funktioniert per U1-Chip. Auf dem Display wird ein Richtungspfeil angezeigt, der zum AirTag führt. Das funktioniert leider nur im Umkreis von wenigen Metern, aber sehr präzise. Das ist zum Beispiel nützlich, wenn ein gesuchter Gegenstand in einer von mehreren mitgeführten Taschen sein könnte, zum Beispiel am Flughafen. Das peinliche Wühlen entfällt. Auch zuhause ist ein Gegenstand schneller gefunden.

Die dritte Möglichkeit reicht über den eigenen Haushalt weit hinaus: Per Crowdsourcing, also gespeist aus einer Milliarde aktiven Apple-Geräten (laut Apple alle ab iOS 13), lässt sich ein AirTag auch weltweit wiederfinden und das, obwohl es selbst keine Mobilfunkantenne oder etwas Ähnliches hat. Es genügt, wenn eine andere Person mit einem iPhone am AirTag vorbei läuft und das Gerät in Bluetooth-Reichweite ist. Dann sendet das iPhone die Kennung des AirTags und dessen verschlüsselte Position in das so so genannte Find-My-Netzwerk Apples. Diese Information kann der Besitzer des AirTags abrufen. Laut Apple kann nur er den Standort entschlüsseln. Und auch die Kennung ist wechselnd und so gewählt, dass sie keinerlei Rückschluss zulässt.

Zubehör für AirTag: Links die Key Rings, rechts die Loops, die wie ein Gepäckanhänger funktionieren.

So funktioniert es in der Praxis

In der Praxis funktioniert das unterschiedlich gut. Während das Auslösen von Geräusch und das Finden per Präzisionsortung im Nahbereich tadellos funktionierte, ist das Suchen außerhalb der Reichweite der eigenen Geräte ein Stück weit Glücksspiel. Kein Problem ist es in belebten Gegenden, im Nahverkehr – also überall dort, wo viele Menschen mit iPhones unterwegs sind. In Umgebungen, wo sich nur Android-Nutzer aufhalten, oder jenseits belebter Wege tun sich schwarze Löcher auf und das AirTag wird nicht gefunden. Zum Glück hat seine austauschbare CR2032-Batterie mit einem Jahr Laufzeit einen langen Atem. Vielleicht läuft ja doch irgendwann noch jemand vorbei. Oder der Nutzer folgt einfach seinen eigenen Wegen und findet es per Präzisionsortung selbst. Oder der Besitzer setzt das AirTag auf Verloren: Hält ein Vorbeikommender – und das kann auch auch ein Android-Nutzer – sein Smartphone mit NFC-Antenne daran, werden Informationen eingeblendet, die der Nutzer selbst setzen kann, zum Beispiel eine Telefonnummer.

Dass das Finden im Netzwerk eher eine letzte Chance denn eine sichere Sache ist, entkräftet aber gleichzeitig eine andere Sorge, die man haben kann. Dass nämlich das AirTag missbräuchlich verwendet wird, um Personen gegen ihren Willen elektronisch zu verfolgen. Das kleine Gerät ist schließlich unauffällig. Gegen diesen Fall hat Apple weitere Maßnahmen ergriffen: Spätestens nach drei Tagen macht sich das AirTag piepend bemerkbar, wenn es außer Reichweite des gekoppelten Geräts ist. Andere iPhone-Nutzer bekommen schon früher einen Hinweis, dass ihnen ein AirTag folgt – mitsamt Karte. Also kein leichtes Spiel für Stalker, aber so ganz auszuschließen ist es nicht. Gewiss wird sich Apple das genau ansehen – es gibt, so ist zu hören, noch Stellräder, um den Schutz anzupassen.

Eindrücke vom Auspacken und Einrichten der AirTags.

Schnell eingerichtet

Spielend einfach ist die Einrichtung des AirTags: Dranhalten ans iPhone, schon wird es angezeigt und kann in Sekunden verbunden werden. Überhaupt ist die enge Verzahnung mit Apples Software ein großer Vorteil. Schade ist aktuell nur, dass sich die Familienfreigabe von Standorten, wie sie bei Apple-Geräten möglich ist, momentan nicht auf die AirTags erstreckt. Wünschenswert wäre für die Zukunft auch, wenn AirTags wahlweise Alarm schlagen könnten, sobald sich der Nutzer mit seinem iPhone von ihnen entfernt – etwa, weil der Gegenstand im Zug oder Bus vergessen wurde.

Widriges Wetter kann den kleinen Helfern nicht so viel anhaben: Das AirTag kann auch mal in eine Pfütze fallen, es ist wasserresistent, wozu Apple die weiße Oberschale als Membran für den Lautsprecher nutzte, um keine Öffnung lassen zu müssen.

AirTag gibt es im günstigeren Vierer-Pack.

Ein guter Preis

Die AirTags sind auf den ersten Blick verblüffend günstig für Apple-Verhältnisse. Mit 35 Euro für den einzelnen und 119 Euro für vier AirTags bewegen sie sich im marktüblichen Rahmen. Allerdings haben sie keine Möglichkeit zur Befestigung wie ein Öse. Wer ein AirTag nicht so in die Tasche legt, muss also Zubehör kaufen, das bei Apple sehr schick in verschiedenen Ausführungen zu bekommen ist, aber mindestens noch einmal genauso viel kostet. Dritthersteller bieten aber auch günstigere Alternativen zur Befestigung an.

Mit den schicken Anhängern taugt das AirTag auch als Schlüsselanhänger für einen Apple-Fan. Apple bietet auch kostenlos die Möglichkeit an, die Geräte bei Bestellung gleich mit Buchstaben oder Emojis gravieren zu lassen. Kleiner Wermutstropfen ist, dass die Metallseite schnell Kratzer anzieht.

AirTag im Key Ring am Schlüsselbund.

Wie geht es weiter?

Wie zu erwarten, ist der Hype um die neue Geräteklasse Apples hoch. Ein einzelnes AirTag war gestern noch Mitte Mai zu bekommen, die Warteliste für den Vierer-Pack reicht schon weit in den Juni hinein. Doch was bleibt, wenn sich die Aufregung gelegt hat? Die AirTags sind gekommen, um zu bleiben. Sie flankieren die Bemühungen Apples, das Find-My-Netzwerk auch E-Bike-, Technik-Zubehör- und anderen Herstellern für die Ortung schmackhaft zu machen. Am Ende ist das Produkt so wie der Nutzer, wenn er Verlorenes schnell wiederfindet: Herrlich unaufgeregt.

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