Apfelfunk-Blog – Apfelfunk https://apfelfunk.com Ein Podcast über Apple mit Jean-Claude Frick und Malte Kirchner. Thu, 18 Mar 2021 10:26:42 +0000 de-DE hourly 1 https://wordpress.org/?v=5.7 https://apfelfunk.com/wp-content/uploads/2016/02/cropped-apfelfunk-artwork3-64x64.png Apfelfunk-Blog – Apfelfunk https://apfelfunk.com 32 32 61570645 Schlaf? Gut! Ein Blick auf Apples Schlaf App https://apfelfunk.com/schlaf-gut-ein-blick-auf-apples-schlaf-app/ https://apfelfunk.com/schlaf-gut-ein-blick-auf-apples-schlaf-app/#comments Thu, 18 Mar 2021 10:26:41 +0000 https://apfelfunk.com/?p=16101 Seit watchOS 7 und iOS 14 ist die Schlaf App fester Bestandteil der Apple-Betriebssysteme. Der Fokus liegt aktuell auf der Schlafdauer. Schläft es sich mit dem digitalen Assistenten besser als ohne? Eine Zwischenbilanz. Wer das große Glück hat, bis auf wenige Ausnahmen selbst in stressigen Zeiten durchzuschlafen, der oder die dürfte kaum ein Bedürfnis entwickeln, […]

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Seit watchOS 7 und iOS 14 ist die Schlaf App fester Bestandteil der Apple-Betriebssysteme. Der Fokus liegt aktuell auf der Schlafdauer. Schläft es sich mit dem digitalen Assistenten besser als ohne? Eine Zwischenbilanz.

Wer das große Glück hat, bis auf wenige Ausnahmen selbst in stressigen Zeiten durchzuschlafen, der oder die dürfte kaum ein Bedürfnis entwickeln, den eigenen Schlaf genauer zu untersuchen. Dachte ich zumindest. Als vor ein paar Jahren Apps wie AutoSleep immer mehr von sich reden machten, war ich doch neugierig. Und die Idee, sich von der App aufwecken zu lassen, wenn der eigene Körper zeitlich gerade am besten darauf eingestellt ist, klang charmant.

Schlaftracking-Apps sind wie der Blick in den Spiegel, um festzustellen, ob zu viele Pfunde an den Hüften sitzen. Im Grunde weiß man die Antwort schon vorher, aber der nüchterne Blick auf die Zahlen ist schonungslos. Der Schock kann oft nützlich sein, um endlich mal etwas daran zu ändern.

Doch der Selbstversuch mit den Dritt-Apps endete für mich immer wieder unvermittelt. Sie waren mir einfach oftmals zu fordernd, zu belehrend, zu präsent. Es gab eben halt in meinem individuellen Fall kein wirkliches Problem mit dem Schlaf, das so viel erhobenen Zeigefinger rechtfertigen würde. Zumindest kein gefühltes, die Lebensqualität einschränkendes. Aber die Apps, die in ihrem Sandkasten stecken, müssen systembedingt halt über Pushnachrichten nerven. Der Systemzugriff bleibt ihnen bei iOS verwehrt. Dezentere Formate wie den Sperrbildschirm können sie nicht wählen.

Als Apple im Sommer 2020 das langerwartete eigene Schlaftracking in watchOS 7 und iOS 14 präsentierte, stand deshalb unter anderem die Frage für mich im Fokus, was Apple mit seinen herausragenden Möglichkeiten anders, ja gar besser macht.

Sechs Monate danach

Jahrelang wurde darüber spekuliert, dass Apple der Apple Watch ein Schlaftracking spendieren könnte. Und als es endlich soweit war, reagierte mancher der Wünschenden ernüchtert. Der große Wurf, den mancher erwartete, war die Funktion “Sleep” (Schlaf) auf den ersten Blick nicht. Im Schatten der anderen großen Neuerungen ging die Funktion fortan etwas unter. Zu Unrecht.

Ein halbes Jahr nach Veröffentlichung der Software-Updates für alle ist der Rauch verzogen und der Blick klarer, was Apples Schlaftracking kann, wo seine Vorzüge sind und was vielleicht noch fehlt.

Und ja, zwei große Stärken kann Apple so schnell keiner streitig machen: Dies ist erstens, dass die Schlaffunktion in das Betriebssystem fest integriert ist. Millionen von Nutzern, die ihre Geräte auf dem neuesten Stand halten, müssen also keine zusätzliche App laden, um mit der Funktion in Berührung zu kommen. Der andere Vorteil ist, dass Apple sich selbst Zugang zu seinen eigenen Geräten wie kein anderer Hersteller einräumen kann.

Dementsprechend genießen die Kalifornier den Luxus, sich auf bestimmte Funktionen rund ums Schlafen beschränken zu können. Aber das machen sie dafür ziemlich gut. Der Fokus liegt dabei auf der Messung der Länge des Schlafs. Und Apple hat seine Software zu einer Art Assistenten gemacht, der dem Nutzer unter die Arme greifen soll, rechtzeitig zur Entspannung zu finden, und gesteckte Schlafziele auch in die Tat umzusetzen.

In meinem Falle führte das dazu, dass das Streben nach Regelmäßigkeit und einer Mindestdauer größer wurde. Es war ein wenig wie mit der ersten Apple Watch, die einen dezent vor Augen führte, dass man sich zu wenig bewegt. Seither ist das Füllen des Rings täglicher Ansporn. So ähnlich verhält es sich auch mit dem Schlafziel. Es ist kein Beinbruch, es nicht zu erreichen, aber wer mag nicht etwas Lob lesen?

Die Schlafdauer kann in Statistiken auf iPhone und Apple Watch angezeigt werden.
Foto: Apple

So wird Schlaf eingestellt

Zu finden ist die Schlaf-Funktion in der systemintegrierten Health-App, in der Apple alle Gesundheitsdaten vereint. Wie die anderen Datensätze soll Verschlüsselung für einen besonderen Schutz sorgen. Ein weiterer Vorteil ist, dass Dritt-Apps über Schnittstellen auf diese und weitere Gesundheitsdaten des Nutzers zugreifen können, sofern der Nutzer den Apps diese Rechte einräumt. So kann Apple also die Analyse der Schlafgewohnheiten anderen überlassen und muss nicht alles selbst vorhalten. Zwar hat man in Kalifornien beim Entwickeln der Schlaffunktion auch Experten einbezogen. Am Ende stand aber wohl das Ergebnis, dass relativ viel rund um den Schlaf noch unerforscht ist. Sicher ist hingegen, dass zu wenig Schlaf ungesund ist und den Nutzer schlichtweg Leistungsfähigkeit kostet. Deshalb steht die Dauer im Fokus.

Wer die Schlaf-App das erste Mal einstellt, wird nach einem Stundenziel befragt. Das kann dann in pauschale oder individuelle Zeitpläne umgemünzt werden. Eine Weckerfunktion is auch gleich integriert. Diese ist nicht sehr smart, aber einfach einzustellen. Und es gibt eben besagte Entspannung-Funktion (Wind Down), die das Display des Smartphones rechtzeitig dimmt, Benachrichtigungen nicht mehr durchlässt und dem Nutzer wahlweise Kurzwahltasten bereitstellt, mit denen er seine Lieblings-Apps zum Schlafgehen, etwa ein E-Book-Reader oder eine Musik-App schnell aufrufen kann. Auch Smart-Home-Geräte lassen sich hier steuern und somit rasch das Licht ausschalten, wenn der Nutzer Homekit-fähige Lampen besitzt.

Auch ohne Uhr nutzbar

Zur Freude der Apple-Nutzer ohne Uhr kann die Schlaf-Funktion auch nur mit dem iPhone verwendet werden. Während bei der Apple Watch der Bewegungssensor erkennt, ob der Nutzer schläft, begnügt sich das Smartphone allerdings mit der Nutzung, sprich zum Beispiel einer nächtlichen Aufladung, um zu erkennen, was der Anwender macht. Das kann auch schon mal zu Fehlerkennungen führen. Die Uhr ist hier akkurater. Allerdings ist es nicht jedermanns Sache, die Uhr auch nachts zu tragen.

Morgens bekommt der Nutzer dann auf der Apple Watch einen kleinen Infobildschirm angezeigt, der über das Wetter informiert. Nützlich ist für Uhrenbesitzer auch, dass rechtzeitig informiert wird, wenn die Apple Watch vorher noch einmal geladen werden muss, damit ihr nachts nicht die Luft ausgeht. Dank der schnellen Ladezyklen lässt sich die Uhr auch rund um die Uhr tragen, wenn der Nutzer kleine Ladepausen morgens und abends vorsieht.

Angenehm ist übrigens auch, dass die Schlaf-Funktion nur beim Erreichen der Ziele lobt, aber keinen Tadel ausspricht. Es ist also nicht nur die Systemintegration, die sie unauffälliger und damit auf lange Sicht als ständiger Begleiter erträglicher macht. Es ist auch die Art der Ansprache.

Alternativen zur Schlaf-App

Ganz so viel zu sagen hat sie allerdings verglichen mit Apps wie AutoSleep, SleepCycle und Pillow Tracker aber auch nicht: Diese bieten ein viel größeres Schlafanalyse-Instrumentarium und sogar besagte smarte Wecker, die erkennen, wenn der Nutzer in einer Leichtschlaf-Phase sind und einen dann wecken, wenn es nicht so unangenehm ist wie im Tiefschlaf.

Warum Apple nicht mehr Gebrauch macht von den eingebauten Sensoren für Puls, Blutsauerstoff oder das Mikrofon in der Apple Watch, bleibt das Geheimnis der Kalifornier. Vermutlich hätte es aber auch den Akkuverbrauch in die Höhe getrieben, was dann den Kauf einer zweiten Uhr – eine für den Tag und eine für die Nacht – erfordert hätte.

Andererseits steht Schlaf bei Apple noch ganz am Anfang. Wer weiß, wie die Funktion in Zukunft weiterentwickelt wird. Man sollte nicht unterschätzen, wie bedeutsam der Datenschutz bei dem Thema ist. Apple hat sich hier sehr glaubwürdig positioniert. Das alleine sollte freilich keine Einladung sein, sich darauf auszuruhen – so gut das auch im Wortsinne zum Thema passen würde.

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5 Tipps für die Health-App auf dem iPhone https://apfelfunk.com/5-tipps-fuer-die-health-app-auf-dem-iphone/ https://apfelfunk.com/5-tipps-fuer-die-health-app-auf-dem-iphone/#comments Tue, 19 Jan 2021 19:04:57 +0000 https://apfelfunk.com/?p=15792 Die Health-App führt auf dem Homescreen vieler Anwender ein Schattendasein. Zu Unrecht: Sie ist eine Datenzentrale mit spannenden Einblicken in Eure persönliche Gesundheit. Und sie kann leicht erweitert werden. Zu den Aushängeschildern der Apple Watch zählen bekanntlich ihre Gesundheitssensoren. Puls, Herzschlag und Blutsauerstoff lassen sich mit der aktuellen Series 6 und teilweise auch mit früheren […]

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Die Health-App führt auf dem Homescreen vieler Anwender ein Schattendasein. Zu Unrecht: Sie ist eine Datenzentrale mit spannenden Einblicken in Eure persönliche Gesundheit. Und sie kann leicht erweitert werden.

Zu den Aushängeschildern der Apple Watch zählen bekanntlich ihre Gesundheitssensoren. Puls, Herzschlag und Blutsauerstoff lassen sich mit der aktuellen Series 6 und teilweise auch mit früheren Modellen mühelos und im Hintergrund kontrollieren, ebenso wie das eigene Bewegungsverhalten. Was viele aber nicht wissen: Auch das iPhone kann schon einige Gesundheitsdaten erfassen – dafür braucht es gar keine Uhr. Und es ist mit der Health-App (Gesundheit) nicht nur für die Apple Watch die zentrale Anlaufstelle, sondern erlaubt es auch, weitere Geräte zu verbinden, Daten zu erfassen und sie ansprechend zu visualieren. Nachfolgend einige Tipps, was sich damit alles so machen lässt.

Kleine Historie

Die Health-App wurde von Apple auf der Weltentwicklerkonferenz im Jahr 2014 vorgestellt und mit iOS 8 eingeführt. In den sechs Jahren danach hat sich einiges getan und es wurden immer wieder Funktionen erweitert. Die Health-App ist auch Schnittstelle zu ResearchKit, womit iPhone-Nutzer mit ihren anonymisierten Daten an medizinischen Forschungsprojekten teilnehmen können. Positiv aufgenommen wurde auch, dass Apple es seit einem iOS-Update erlaubt, den Zyklus von Frauen einzugeben und zu tracken. Fremde Apps hatten zuvor mit Datenschutzproblemen von sich reden gemacht.

Mit der Zeit sind auch immer Gerätehersteller auf den Zug aufgesprungen und nutzen HealthKit, die Programmierschnittstelle Apples, um Gesundheitsdaten in Health zu erfassen oder abzurufen. Es gibt zum Beispiel intelligente Waagen, Blutdruckmanschetten und Thermometer, deren Daten sich in der Health-App erfassen lassen (Liste mit Geräten, die bei Apple erhältlich sind).

Frei konfigurierbar: Die Übersicht in der Health-App kann mittels der Sterne eingestellt werden.

Tipp 1: Favoriten setzen

Die Übersicht der Health-App kann vom Nutzer nach persönlichen Vorlieben gestaltet werden. Dazu muss in der Übersicht oben rechts nur “Bearbeiten” angetippt werden. Mit den Sternen auf der rechten Seite kann aus den vorhandenen Gesundheitsdaten gewählt werden. So können zum Beispiel die Aktivitäten der Apple Watch, die Herzfrequenz und die Schlafstatistik gleich auf einen Blick präsentiert werden.

Alles auf einen Blick: Die Gesundheits-Checkliste ist Anlaufstelle, um nützliche Funktionen zu aktivieren.

Tipp 2: Gesundheits-Checkliste

Da die Funktionen der Health-App immer zahlreicher geworden sind, gibt es mit der Gesundheits-Checkliste eine Anlaufstelle, um wichtige Funktionen wie Notruf SOS, den Notfallpass oder die Sturzerkennung der Apple Watch an einer zentralen Stelle zu aktivieren. Apple Watch-Nutzer können zum Beispiel – eine geeignete Watch vorausgesetzt – den Herzrhythmus überwachen lassen und bekommen bei Unregelmäßigkeiten automatisch einen Hinweis.

Über die Gesundheits-Checkliste können auch die Einstellungen für Notruf SOS aufgerufen werden. Mit dieser Funktion ist es möglich, schneller einen Notruf abzusetzen.

Tipp 3: Notfallpass

Mithilfe des Notfallpasses können Rettungsdienste vom Sperrbildschirm aus auf medizinische Informationen zugreifen, die im Notfall helfen können. Ob und mit welchen Daten der Pass angezeigt wird, bestimmt der Nutzer komplett selbst. Zu diesen Informationen gehören etwa Allergien und Krankheiten sowie die Personen, die in einem Notfall benachrichtigt werden soll. Die Einstellungen sind über die Gesundheits-Checkliste zu finden.

Der Pass wird aufgerufen, indem in der Code-Eingabe im Sperrbildschirm auf “Notfall” getippt wird. Unten links befindet sich der Eintrag “* Notfallpass”. Wer einen Notfallkontakt einstellt, schickt bei Verwendung von Notruf SOS automatisch auch eine Nachricht mit dem Standort an diese Person.

Tipp 4: Zusätzliche Apps integrieren

Es gibt zahlreiche Apps, die HealthKit nutzen, um sich mit der Health-App zu verbinden. Hier einige Tipps von Apps, die in Deutschland entwickelt wurden:

  • Freeletics – Training Coach: Mit dieser Trainingsapp können Nutzer Muskeln aufbauen und abnehmen, ohne ein Fitnessstudio besuchne zu müssen.
  • Asana Rebel: Yoga und Fitness: Vom Abnehmen über Kraftaufbau und hochintensive Workouts bis hin zu bewegenden Meditationen – Asana Rebel unterstützt dabei, Tag für Tag in Form zu kommen, sich besser zu fühlen und inspiriert zu bleiben.
  • YAZIO: Kalorienzähler & Fasten: Die YAZIO Kalorienzähler App führt ein Ernährungstagebuch oder erstellt einen Ernährungsplan aus Rezepten.

Tipp 5: Bewegung und Schlaf

Das iPhone kann eigenständig Schritte, Geh- und Laufdistanz, Schrittgeschwindigkeit und mehr aufzeichnen. Es kann auch die Zeit, die der Benutzer im Bett verbringt, basierend auf der nächtlichen iPhone-Nutzung, aufzeichnen und darstellen. Zudem kann mit dem iPhone ein Schlafplan erstellt werden, um Schlafziele festzulegen.

Wie sicher ist Health?

Laut Apple ist der Datenschutz bei der Health-App gewährleistet. Nur der Anwender entscheidet, welche Informationen darin ablegt werden und welche Apps Zugriff darauf haben. Wenn das iPhone per Code, Touch ID oder Face ID gesperrt ist, sind die Gesundheits- und Fitness­daten in der Health App verschlüsselt – einzige Ausnahme: der Notfallpass. Per iCloud können die Daten zwischen den Geräten synchronisiert werden – aber auch diese erfolgt laut Apple verschlüsselt.

Vorsicht bei Dritt-Apps

Apps, die auf HealthKit zugreifen wollen, müssen eine Daten­schutz­strategie nachweisen. Es wird den Nutzern dazu geraten, sich diese unbedingt durchzulesen, bevor die Apps verwendet und Freigaben erteilt werden.

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iPhone 12 Mini im Test: Keine Kleinigkeit https://apfelfunk.com/iphone-12-mini-im-test-keine-kleinigkeit/ https://apfelfunk.com/iphone-12-mini-im-test-keine-kleinigkeit/#respond Sun, 06 Dec 2020 19:13:53 +0000 https://apfelfunk.com/?p=15524 Kleine Überraschung im Jahr 2020: Apple führt in seiner Flaggschiff-Klasse das Mini-Format ein. Was das iPhone 12 Mini alles kann und ob das kleine Format Zukunft hat. Ein Apfelfunk-Test. Jahrelang kannten die Displaygrößen von Top-Smartphones nur eine Richtung: nach oben. Fortschritt drückte sich in Größe aus – zum Leidwesen jener Nutzer, die Gefallen daran finden, […]

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Kleine Überraschung im Jahr 2020: Apple führt in seiner Flaggschiff-Klasse das Mini-Format ein. Was das iPhone 12 Mini alles kann und ob das kleine Format Zukunft hat. Ein Apfelfunk-Test.

Jahrelang kannten die Displaygrößen von Top-Smartphones nur eine Richtung: nach oben. Fortschritt drückte sich in Größe aus – zum Leidwesen jener Nutzer, die Gefallen daran finden, ein Handy auch mit einer Hand bedienen zu können. Für die Hersteller war das aber ganz praktisch, denn je mehr ein Smartphone kann, desto mehr Akkuleistung benötigt es auch. Und große Gehäuse bieten mehr Platz für Akku und Technik. Da ist es zu verschmerzen, dass ein größeres Display natürlich auch größeren Akkudurst hat.

Die neueste Technik zu verkleinern, ist also keine Kleinigkeit. Das iPhone 12 Mini, das Apple im Zuge eines Quartetts aus neuen Geräten herausgebracht hat, suggeriert aber genau das: Mit Preisen ab 778 Euro ist es das günstigste der vier neuen iPhones – und das, obwohl es den Ingenieuren sicherlich einiges abverlangt hat. Wir haben es einige Wochen im Alltag erprobt.

Kleinstes 5G-Smartphone

Da ist zum Beispiel die Unterstützung von 5G-Mobilfunk. Bislang gibt es kein Smartphone dieser kleinen Größenordnung, das den Mobilfunk der Zukunft beherrscht. Der extrem leistungsfähige A14-Chip, der das Gerät antreibt, muss sich ebenso mit weniger Platz begnügen wie die beiden Kameras, eine Weitwinkel- und eine Ultraweitwinkel-Linse, die exakt denen des größeren iPhone 12 entsprechen.

Wie fühlt es sich aber an, ein Top-Smartphone mit so kleinem Display (5,4 Zoll)? Es gibt jene, die gar nichts Besonderes darin finden. Diejenigen, die argumentieren, dass wir früher auch mit so kleinen Smartphones zu tun hatten, übersehen aber, dass der Reigen der Anwendungen, die Art, wie Apps zum Beispiel gestaltet  sind, sich mit dem Wachstum der Displays auch geändert hat. 

Es ist das erste Mal seit dem iPhone 6, dass Apple ein Top-Smartphone in einem kleineren Gehäuse herausbringt. Das iPhone SE, das 2016 und 2020 erschien, besänftigte die Freunde des kleinen Formats, aber es waren am Ende doch Kompromisse.

(Fast) keine Kompromisse

Nicht so beim iPhone 12 Mini: Bis auf den Akku, der aufgrund seiner kleineren Größe etwas weniger Durchhaltevermögen als die großen „Geschwister“ beweist, gibt es leistungsmäßig keinen Unterschied zum iPhone 12 und – erstaunlicherweise – in diversen Disziplinen nicht einmal zur über 1000 Euro teuren Pro-Linie. Der Mini-Besitzer kann also genauso cineastisch perfekte 10-bit HDR-Videos drehen, kann das gleiche bestechende Kontrastverhältnis von 2 Millionen zu 1 auf dem OLED-Bildschirm genießen oder bestechende Nachtaufnahmen machen wie der iPhone-Besitzer mit großem Bildschirm.

Wie fühlt es sich an?

Der zentrale Unterschied, der für Interessierte beim Kauf eine Rolle spielen sollte, sind also weniger die Fähigkeiten als wie es sich anfühlt. Wer von größeren Displaygrößen kommt und viel produktiv mit dem Smartphone arbeitet, sollte berücksichtigen, dass nicht nur das Display kleiner ist, sondern zum Beispiel auch die Bildschirmtastatur. Wer filigrane Finger hat: Kein Problem. Viele Männer dürften aber mit einem Finger locker zwei Buchstaben abdecken. Die Fehlerkennungsrate beim Tippen ist entsprechend hoch. Zum Glück gibt es auch die Wischfunktion, die aus der Kombination das richtige Wort errät – und das oft sehr zuverlässig.

Stichwort Akkulaufzeit

Aber auch den Punkt Akkulaufzeit muss man im Kontext der Nutzung sehen. Das beste technische Smartphone zu besitzen, heißt ja nicht zwangsläufig, dass man ein Vielnutzer sein muss. Manche Anwender wollen einfach nur das Beste, sie wollen – wenn sie gelegentlich ein Foto machen – die bestmögliche Qualität und keine Kompromisse. Genau für diese Zielgruppe bietet sich das Mini perfekt an und dann bemerkt der Nutzer auch gar nicht, dass etwa bei einem 4K-Video am Ende der Aufnahme ein paar Prozent weniger Akkuleistung überbleiben als bei den größeren Modellen.

Diese Ausstattungen gibt es

Das iPhone 12 Mini gibt es in fünf Farbtönen und mit drei Speicherausstattungen.

Das Grundmodell mit 64 Gigabyte Speicher kostet 778 Euro, 128 GB kosten 827 Euro, die maximale Speichergröße von 256 GB schlägt mit 944 Euro zu Buche.

Alle drei Varianten gibt es in den Farbtönen Weiß, Schwarz, Blau, Grün und Rot (Product Red).

Blick in die Zukunft

Wenn man die Reaktionen im Netz liest, hat das iPhone 12 Mini eine regelrechte Euphorie bei Liebhabern kleiner Smartphones ausgelöst. Und hier muss man über den Horizont des diesjährigen Geräts hinausschauen: Die Zeichen stehen gut, dass mit der Aufnahme des Mini-Formats in die Topliga dieses Jahr kein Solo ist, sondern weitere auf der Höhe der Zeit stehende Geräte folgen. Das ist nun wirklich keine Kleinigkeit.

Mehr zum Thema: Ausführlich haben wir das iPhone 12 Mini auch im Apfelfunk besprochen – nachzuhören in Folge 250.

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Das sind die Apps und Spiele des Jahres im App Store https://apfelfunk.com/das-sind-die-apps-und-spiele-des-jahres-im-app-store/ https://apfelfunk.com/das-sind-die-apps-und-spiele-des-jahres-im-app-store/#comments Wed, 02 Dec 2020 05:00:57 +0000 https://apfelfunk.com/?p=15565 Das Jahr 2020 geht in die Schlusskurve: Apple hat die meistgekauften und meistgeladenen Apps bekannt gegeben. Wir haben uns die Listen für Deutschland einmal angesehen und welche 15 Geheimtipps Apple gibt. Dass das Jahr 2020 in allen Lebensbereichen anders war als die Vorjahre steht außer Frage. Aber wie hat sich das auf den App Store […]

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Das Jahr 2020 geht in die Schlusskurve: Apple hat die meistgekauften und meistgeladenen Apps bekannt gegeben. Wir haben uns die Listen für Deutschland einmal angesehen und welche 15 Geheimtipps Apple gibt.

Dass das Jahr 2020 in allen Lebensbereichen anders war als die Vorjahre steht außer Frage. Aber wie hat sich das auf den App Store ausgewirkt?

Bei Apple ist es gute Tradition, Anfang Dezember die Listen der meistgeladenen (kostenlosen) und der meist gekauften Apps herauszugeben. Was sofort auffällt: Mobilitäts-Apps hatten im Jahr 2020 spürbar das Nachsehen. Wenn überhaupt, dann waren es Apps mit Fokus auf Urlaub – wie zum Beispiel das noch beliebtere Camping – die Einzug in die “App Store Best of 2020” hielten.

Zu den Gewinnern zählten – auch das überrascht kaum – die Messenger und Kommunikations-Apps wie Zoom oder Microsoft Teams. Egal ob Homeoffice oder als Draht zu Freunden und Verwandten: Die Chat- und Konferenz-Apps haben ihre Reichweite deutlich vergrößern können. Soziale Netzwerke und Videostreaming-Dienste konnten ihre Vorjahresplätze verteidigen, denn Unterhaltung zuhause stand im Lockdown hoch im Kurs.

Nachfolgend findet Ihr die Tabellen aus den Bereichen iPhone, iPad und Spiele im deutschen App Store, eine Einschätzung zu den jeweiligen Sparten und die besonderen App-Tipps von Apple.

iPhone Apps

Keine Spur von Bahn- und Flugzeug-Apps, aber Blitzer sind auch im Jahre 2020 weiterhin hoch im Kurs gewesen. Blitzer.de PRO konnte sich bei den meistverkauften Apps souverän auf Platz 1 positionieren.

Bei den meistgeladenen iPhone Apps sehen wir dieses Jahr einen Neueinsteiger, der allerdings nicht überraschend dort auftaucht: Die Corona Warn App des Robert-Koch-Instituts führte die Charts der kostenlosen Apps an.

Food with Love und ADAC Camping dürften ebenfalls dem Corona-Jahr 2020 geschuldet sein: Der Trend zum Essen zuhause angesichts oftmals geschlossener oder eingeschränkt nutzbarer Restaurants sowie das gestiegene Interesse an Campingurlaub spiegeln sich hier in den App Store Charts wieder.

Ein weiterer interessanter Neuzugang: Widgetsmith von dem Solo-Entwickler David Smith. Die Widgets wurden bekanntlich mit iOS 14 neu gestaltet und Smith hat die mit Abstand beliebteste App zu dem Thema geschrieben. Damit hat er es auch in Deutschland ganz nach oben geschafft.

Meistgekaufte iPhone Apps

Platz App-NameEntwicklerPreis (Euro)
1Blitzer.de PROEifrig Media0,49
2Threema. Sicherer MessengerThreema GmbH3,99
3food with loveFood with love3,99
4AutoSleep SchlaftrackerTantsissa4,49
5WatchChat 2: for WhatsAppAlexander Nowak3,49
6Oje, ich wachse!Domus Technica4,49
7TouchRetouchADVA Soft GmbH2,29
8Forest – Bleib fokussiertSEEKRTECH CO., LTD.2,29
9WeatherProMeteoGroup Deutschland GmbH0,99
10TeamSpeak 3TeamSpeak Systems Inc1,09
11FacetuneLightricks Ltd.4,49
12ADAC Camping / Stellplatz 2020ADAC Camping GmbH8,99
13Spectre KameraLux Optics Incorporated4,49
14Procreate PocketSavage Interactive Pty Ltd5,49
15Scanner Pro von Readdle Readdle Inc.4,49
16Babyphone 3G TappyTaps s.r.o.5,49
17ProCamera.Cocologics9,99
18Sky GuideFifth Star Labs LLC3,49
19GoodNotes 5Time Base Technology Limited8,99
20PeakFinder ARFabio Soldati5,49

Meistgeladene iPhone Apps

Platz App-NameEntwicklerPreis (Euro)
1Corona-Warn-AppRobert Koch-Institutkostenlos
2WhatsApp MessengerWhatsApp Inc.kostenlos
3TikTokTikTok Pte. Ltd.kostenlos
4InstagramInstagram, Inc.kostenlos
5YouTubeGoogle LLCkostenlos
6Google Maps – Transit & EssenGoogle LLCkostenlos
7ZOOM Cloud MeetingsZoomkostenlos
8Spotify – Musik und PlaylistsSpotify Ltd.kostenlos
9eBay KleinanzeigenMarktplaats BVkostenlos
10SnapchatSnap, Inc.kostenlos
11PayPalPayPal, Inc.kostenlos
12NetflixNetflix, Inc.kostenlos
13AmazonAmazonkostenlos
14FacebookFacebook, Inc.kostenlos
15WidgetsmithCross Forward Consulting, LLCkostenlos
16PinterestPinterestkostenlos
17Disney+Disneykostenlos
18Microsoft TeamsMicrosoft Corporationkostenlos
19MessengerFacebook, Inc.kostenlos
20Gmail – E-Mail von Google Google LLCkostenlos
Um die 15 Apps des Jahres gebührend zu würdigen, haben Apple Designer in akribischer Handarbeit den allerersten „App Store Best of 2020“-Award entworfen. Inspiriert durch das charakteristische blaue App Store-Icon zeigt jede Auszeichnung das Apple Logo, das aus 100% recyceltem Aluminium besteht und auf dessen Rückseite der Name des Gewinners eingraviert ist.

iPad Apps

Bei den iPad Apps lässt sich das Trendthema Homeoffice und Home Schooling noch deutlicher ablesen als bei den iPhone Apps.

Apps wie TeacherTool 6, Antolin Lesespiele 1/2 oder ANTON – Schule – Lernen wären wohl unter anderen Bedingungen nicht so schnell auf die vordersten Plätze der Gesamtcharts gerückt.

Im Homeoffice helfen zweifellos die diversen Notizen-Apps wie GoodNotes 5 oder Notabilty. Auch Duet Display, das ein iPad per App zum Zweitbildschirm für einen Mac macht (der kein Sidecar beherrscht), war manchem Homeoffice-Arbeiter sicherlich nützlich in diesem Jahr, wo anfangs viel improvisiert werden musste.

Meistgekaufte iPad Apps

Platz App-NameEntwicklerPreis (Euro)
1GoodNotes 5Time Base Technology Limited8,99
2ProcreateSavage Interactive Pty Ltd10,99
3NotabilityGinger Labs9,99
4Affinity PhotoSerif Labs14,99
5Duet DisplayDuet, Inc.10,99
6Affinity DesignerSerif Labs14,99
7WeatherPro for iPadMeteoGroup Deutschland GmbH0,99
8MyScript CalculatorMyScript3,49
9Scanner Pro von Readdle Readdle Inc.4,49
10LumaFusionLuma Touch LLC21,99
11food with loveFood with love3,99
12Atlas der Humananatomie 2021 Visible Body1,09
13Antolin Lesespiele 1/2Westermann Digital GmbH2,99
14ADAC Camping / Stellplatz 2020ADAC Camping GmbH8,99
15Pixelmator PhotoPixelmator Team8,99
16Threema. Sicherer MessengerThreema GmbH3,99
17TeacherTool 6Udo Hilwerling27,99
18FE File Explorer ProSkyjos Co., Ltd.5,49
19NoteshelfFluid Touch Pte. Ltd.10,99
20AnkiMobile FlashcardsAnkitects Pty Ltd27,99

Meistgeladene iPad Apps

Platz App-NameEntwicklerPreis (Euro)
1ZOOM Cloud MeetingsZoomkostenlos
2Amazon Prime VideoAMZN Mobile LLCkostenlos
3NetflixNetflix, Inc.kostenlos
4Skype für das iPadSkype Communications S.a.r.lkostenlos
5Disney+Disneykostenlos
6YouTubeGoogle LLCkostenlos
7Microsoft WordMicrosoft Corporationkostenlos
8Messaging für WhatsApp – iPadBurak Acemoglukostenlos
9Microsoft TeamsMicrosoft Corporationkostenlos
10Microsoft PowerPointMicrosoft Corporationkostenlos
11Google ChromeGoogle LLCkostenlos
12Microsoft ExcelMicrosoft Corporationkostenlos
13ANTON – Schule – Lernensolocode GmbHkostenlos
14Spotify: Musik und PodcastsSpotify Ltd.kostenlos
15Messenger für WhatsApp WebHenrique Vellosokostenlos
16Calculator for iPad + Beijing Free Calculator Technology Co., Ltd.kostenlos
17AmazonAmazonkostenlos
18Microsoft OneNoteMicrosoft Corporationkostenlos
19TikTokTikTok Pte. Ltd.kostenlos
20Calculator Air – Math CalcWzp Solutions Ldakostenlos

Spiele

Bis letztes Jahr spielten wir Plague Inc. und hielten das für eine ziemlich schräge Horrorvision, wie ein Virus global das Leben lahmlegt. Nunja, dieses Jahr spielten viele Plague unter anderen Vorzeichen. Mit der Erweiterung “The Cure” kann man statt Viren zu züchten jetzt auch das Gegenmittel erfinden. Erstaunlich auf alle Fälle, dass das Spiel trotz der realen Bedingungen so ein Hit blieb und das meistgekaufte iPhone Spiel 2020 wurde.

Bemerkenswert ist bei den Spielen für iPhone und iPad, wie konstant sich verschiedene Titel schon seit Jahren in den Charts halten. Minecraft oder Evergreens wie Monopoly, GTA: San Andreas oder die diversen Simulatoren finden weiterhin viele Freunde.

Ein kurzweiliger Spaß für zwischendurch ist übrigens Mini Metro, wo es gilt, U-Bahnen zu bauen. Sehr zu empfehlen für kleine Pausen.

Meistgekaufte iPhone Spiele

Platz App-NameEntwicklerPreis (Euro)
1Plague Inc.Ndemic Creations0,99
2MinecraftMojang7,99
3MonopolyMarmalade Game Studio4,49
4Bloons TD 6Ninja Kiwi5,49
5Football Manager 2020 MobileSEGA9,99
6Farming Simulator 20GIANTS Software GmbH6,99
7Rebel Inc.Ndemic Creations2,29
8PouPaul Salameh2,29
9Geometry DashRobTop Games AB2,29
10Doodle JumpLima Sky0,49
11Pocket BuildMoonBear LTD1,09
12Hitman SniperSQUARE ENIX0,49
13Stardew ValleyChucklefish Limited7,99
14Bloons TD 5Ninja Kiwi3,99
15Grand Theft Auto: San AndreasRockstar Games7,99
16Bau-Simulator 3astragon Entertainment GmbH4,99
17RFS – Real Flight SimulatorRORTOS SRL0,99
18Mini MetroDinosaur Polo Club4,49
19True SkateTrue Axis2,29
20Earn to Die 2Not Doppler0,49

Meistgeladene iPhone Spiele

Platz App-NameEntwicklerPreis (Euro)
1Among Us!InnerSloth LLCkostenlos
2Brain OutEYEWIND LIMITEDkostenlos
3Mario Kart TourNintendo Co., Ltd.kostenlos
4Subway SurfersSybo Games ApSkostenlos
5Woodturning 3DVoodookostenlos
6Magic Tiles 3: Piano GameAmanotes Pte. Ltd.kostenlos
7Brain Test: Knifflige Rätsel Unico Studio LLCkostenlos
8Call of Duty®: MobileActivision Publishing, Inc.kostenlos
9FishdomPlayrixkostenlos
10HomescapesPlayrixkostenlos
11UNO!™Mattel163 Limitedkostenlos
12Brawl StarsSupercellkostenlos
13GardenscapesPlayrixkostenlos
14RobloxRoblox Corporationkostenlos
15Stadt Land Fluss – Wörterspiel Fanateekostenlos
16Rette das Mädchen Lion Studioskostenlos
17Neues QuizduellMAG Interactivekostenlos
18Ink Inc. – Tattoo DrawingLion Studioskostenlos
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Meistgekaufte iPad Spiele

Platz App-NameEntwicklerPreis (Euro)
1MinecraftMojang7,99
2MonopolyMarmalade Game Studio4,49
3Plague Inc.Ndemic Creations0,99
4Bloons TD 6Ninja Kiwi5,49
5The House of Da Vinci 2Blue Brain Games5,49
6Farming Simulator 20GIANTS Software GmbH6,99
7The House of Da VinciBlue Brain Games5,49
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9TropicoFeral Interactive Ltd12,99
10The RoomFireproof Games1,09
11Company of HeroesFeral Interactive Ltd14,99
12Football Manager 2020 MobileSEGA9,99
13Bau-Simulator 3astragon Entertainment GmbH4,99
14HORSE CLUB Pferde-AbenteuerBlue Ocean Entertainment AG4,99
15Rebel Inc.Ndemic Creations2,29
16The Room: Old SinsFireproof Games5,49
17Football Manager 2020 TouchSEGA21,99
18Mini MetroDinosaur Polo Club4,49
19Meridian 157: Kapitel 1 NovaSoft Interactive Ltd2,29
20Das Spiel des Lebens Marmalade Game Studio3,49

Meistgeladene iPad Spiele

Platz App-NameEntwicklerPreis (Euro)
1Among Us!InnerSloth LLCkostenlos
2Mario Kart TourNintendo Co., Ltd.kostenlos
3Brawl StarsSupercellkostenlos
4FishdomPlayrixkostenlos
5RobloxRoblox Corporationkostenlos
6Brain OutEYEWIND LIMITEDkostenlos
7HomescapesPlayrixkostenlos
8GardenscapesPlayrixkostenlos
9Subway SurfersSybo Games ApSkostenlos
10Magic Tiles 3: Piano GameAmanotes Pte. Ltd.kostenlos
11Brain Test: Knifflige Rätsel Unico Studio LLCkostenlos
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13Rette das Mädchen Lion Studioskostenlos
14Happy Color™ Malen nach Zahlen X-Flowkostenlos
15UNO!™Mattel163 Limitedkostenlos
16Angry Birds 2Rovio Entertainment Oyjkostenlos
17Die Sims™ Mobile Electronic Artskostenlos
18TownshipPlayrixkostenlos
19Fortnite Epic Gameskostenlos
20Bus Simulator : UltimateZuuks Gameskostenlos

Was Apple empfiehlt

Mit den Jahrescharts, die jedes Jahr auch viele alte Bekannte enthalten, hat Apple auch seine App des Jahres im App Store gekürt. Auch hier spiegelt sich das Corona-Jahr in der Auswahl wider, denn aktives Pausen machen, Zoom für Videokonferenzen oder Fantastical als Kalender sind natürlich Apps, die im Homeoffice nützlich sind.

Hier die Tipps von Apple:

Und hier Apples Tipps für die Spiele:

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Interview: Wie die Neural Engine djay Pro AI und andere Apps revolutioniert https://apfelfunk.com/interview-wie-die-neural-engine-djay-pro-ai-und-andere-apps-revolutioniert/ https://apfelfunk.com/interview-wie-die-neural-engine-djay-pro-ai-und-andere-apps-revolutioniert/#comments Fri, 27 Nov 2020 10:12:14 +0000 https://apfelfunk.com/?p=15541 Karim Morsy ist Gründer und CEO von Algoriddim aus München. Wie die international bekannte und preisgekrönte DJ-Software Gebrauch von AI macht, was die Neural Engine für Entwickler, Apps und Nutzer bedeutet, warum die M1 Macs von Apple so bedeutsam sind und wie es ist, wenn einen Tim Cook im Wohnzimmer besucht. Karim, du hast anstrengende […]

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Karim Morsy ist Gründer und CEO von Algoriddim aus München. Wie die international bekannte und preisgekrönte DJ-Software Gebrauch von AI macht, was die Neural Engine für Entwickler, Apps und Nutzer bedeutet, warum die M1 Macs von Apple so bedeutsam sind und wie es ist, wenn einen Tim Cook im Wohnzimmer besucht.

Karim, du hast anstrengende Wochen hinter dir. Aus Djay Pro für den Mac wurde Djay Pro AI. Mit dem neuen Neural Mix können Nutzer dank Künstlicher Intelligenz (Artificial Intelligence, AI) jetzt Musik in ihre Bestandteile aufsplitten. Und das in Echtzeit. Wie ist der Launch gelaufen?

Bisher lief es super. Wir freuen uns immer, nachdem wir so lange im stillen Kämmerlein gearbeitet haben, wenn wir dann endlich die Reaktionen der Nutzer sehen. Und es war ein überwältigend positives Feedback. Auch im Zuge der Veröffentlichung der ersten M1-Macs gab es tolle Rückmeldungen, wie schnell wir mit der Software schon dabei sind und da passt natürlich eine App wie Djay, die voll auf AI setzt, super rein.

Wir lesen ja viel über Performance, darüber wie der M1 Chip alles in den Schatten stellt. Was ist dein Eindruck von Apple ersten eigenen Prozessor – als Entwickler und als Nutzer? 

Sowohl als Entwickler als auch als Nutzer kann ich nur unterstreichen, dass das ein fundamentaler Durchbruch ist. Wenn man sich die Performance anschaut, ist die nicht wie bisher bei einem Generationenwechsel ein bisschen schneller, sondern es ist wirklich ein Quantensprung. Das merkt man als Nutzer bereits, ohne dass man mit der Stoppuhr daneben sitzt. Wenn man Programme startet oder sieht, wie snappy sich die Features anfühlen, ist das ein gewaltiger Unterschied. 

Wenn man sich die Performance anschaut, ist die nicht wie bisher bei einem Generationenwechsel ein bisschen schneller, sondern es ist wirklich ein Quantensprung.

Karim Morsy über den M1 Chip und die Neural Engine in den neuen Macs

Vom Mac zurück zu Djay und Algoriddim. Fangen wir mal ganz von vorne an: Deine ersten Erfahrungen – so las ich in einem Interview – entstanden beim Spielen mit dem Plattenspieler Deiner Eltern. Das war der Beginn der DJ-Karriere. Aber wie und wann kam der Gedanke: Das geht doch alles viel besser auf dem Computer?

Ich war als Kleinkind schon sehr musikaffin. Meine Eltern hatten ein Klavier, das keiner bespielt hat, und ich bin als Vierjähriger schon dahin und war fasziniert davon, dass es mechanisch Töne machte. Mit fünf oder sechs lernte ich das Klavierspielen und so ist meine Liebe zur Musik entstanden. Das hat sich weiterentwickelt und als Teenager habe ich den Plattenspieler im Wohnzimmer für mich entdeckt. Ich fand es faszinierend, dass man die Platte anfassen und scratchen konnte. Das war natürlich nicht sehr zur Freude meiner Eltern. (lacht) Aber ich fand die ganze User Experience spannend. So habe ich später mein erstes DJ Equipment gekauft und konnte scratchen, ohne dass das Vinyl kaputt geht. So ist es entstanden, dass ich das bis Anfang 20 tagtäglich als Leidenschaft gemacht habe. Aber es gab von Anfang an diesen Impuls, wenn zum Beispiel Freunde zu mir kamen, dass das doch irgendwie jeden fasziniert, aber die Hürden viel zu hoch sind, das selbst zu machen. Es war eine kleine Nische, das Equipment war sehr teuer und aufwändig zusammen zu stöpseln. Jeder hatte zuhause mal eine kleine Party, wo in irgendeiner Weise Musik abgespielt werden muss. Jeder wollte das also gerne. Und so entstand allmählich die Vision: Kann man das nicht der gesamten Menschheit zugänglich machen?

Karim Morsy ist CEO und Gründer von Algoriddim. Foto: privat
Karim Morsy ist CEO und Gründer von Algoriddim. Foto: privat

Und dann: Gesagt, getan?

Ich habe dann Informatik und Musik studiert und habe im Studium Kommilitonen kennen gelernt, die auch dieses Interesse, aber keine große musikalische Erfahrung hatten. Wir haben uns dann gemeinsam auf den Weg gemacht. Abgesehen von dem Equipment ist es ja auch viel Übung und jahrelange Erfahrung, bis man vernünftig auflegen kann. Und so ist die Idee entstanden: Bauen wir doch eine Software, die ich genauso als Professioneller etwa im Club einsetzen kann, die aber andererseits auch einen kompletten Einsteiger zum DJ macht.

Wir waren nicht die typischen Techies, die schon mit 12 Jahren angefangen haben, zu programmieren.

Karim Morsy

Hinter Euch liegt jetzt eine lange Wegstrecke. Wie groß war die Herausforderung, die Vision in Software zu “gießen”?

Die ersten Schritte sind die spannendsten und schwierigsten. Wir waren nicht die typischen Techies, die schon mit 12 Jahren angefangen haben, zu programmieren. Erst im Informatikstudium sind wir mit den Programmierkonzepten in Berührung gekommen und haben uns dann im Selbststudium die Frameworks beigebracht. Apple hat es einem damals schon leicht gemacht, dass man sich eine Application baut. Das war Anfang 2000er – weit bevor es die App Stores gab. Klar, es war ein sehr langer Weg von der Vision zum Produkt – aber je klarer man das Ziel vor sich sieht, desto mehr hat man auch den Durchsetzungswillen, wenn es es mal nicht so läuft oder man nicht weiter weiß.

Eine besondere Ehre für einen Entwickler: Karim Morsy auf der Bühne einer Apple-Keynote im Jahr 2016. Foto: Apple
Eine besondere Ehre für einen Entwickler: Karim Morsy auf der Bühne einer Apple-Keynote im Jahr 2016. Foto: Apple

Was ich faszinierend finde und was in heutigen Zeiten alles andere als selbstverständlich ist: Ihr seid als Firma profitabel und habt Euch stets selbst finanziert, seid also self-funded. Wie groß ist Euer Team mittlerweile?

Wir sind jetzt ca. 15 bis 20 Leute. Dafür, wie lange es uns schon gibt, ist das tatsächlich relativ klein. Aber wir haben auch sehr klein angefangen, das war immer schon in unserer DNA. Erst waren wir zu dritt. Wir sind lange klein geblieben, eben auch, weil wir self-funded arbeiten. Als wir anfingen, war das noch eine ganz andere Zeit, da gab es noch nicht diese Blase, wo der Erfolg eines Start-Ups darin bestand, einen großen VC (Venture Capitalist, Wagniskapital) an Land zu ziehen.  Wir hatten anfangs nicht einmal einen Business Plan, sondern nur diese verrückte Idee als Studenten und waren sehr überzeugt und besessen von dieser Idee. Und ich glaube, dann ist es auch gar nicht so entscheidend, ob man Finanzmittel von außen bekommt oder nicht. Am Anfang stand für uns die Vision, DJ-ing für jedermann möglich zu machen. Ich glaube, der Erfolg kommt auch von selbst, wenn man seinen Werten treu ist und wirklich sagt: Customer comes first, der Kunde ist König.

Um erfolgreich zu sein, muss man immer ein paar Schritte voraus sein. Andererseits macht es Apple einem heute wirklich einfach als Entwickler.

Über das Entwickeln von Apps im Jahr 2020

Ist so ein Werdegang wie Eurer in heutigen Zeiten noch denkbar?

Eine sehr gute Frage. Die Zeiten haben sich sicherlich geändert. Es ist teils schwieriger und teils einfacher geworden. Früher war die Zahl der Mac-Entwickler deutlich überschaubarer. Die wirklich großen konnte man an einer Hand abzählen. Heute sind es Millionen von Entwicklern. Es ist eine ganz andere kompetitive Landschaft, in der man sich bewegt. Die Ansprüche werden höher. Man muss den Nagel schon wirklich auf den Kopf treffen, denn es kommen schnell andere Entwickler um die Ecke, die das Gleiche machen. Um erfolgreich zu sein, muss man immer ein paar Schritte voraus sein. Andererseits macht es Apple einem heute wirklich einfach als Entwickler. Ich muss nur einen Developer Account eröffnen und schon kann ich in über 150 Länder Apps vertreiben. Wir haben früher noch überlegen müssen: Wie setzen wir das überhaupt erstmal auf? Wir haben CDs gebrannt und die in mehrere Länder verschickt. Das war schon alleine vom Aufwand her eine Herausforderung, das mit dem vorhandenen Personal hinzubekommen. Wir mussten uns mit Zollfragen beim Versand in die USA befassen. Das kann man sich heute kaum noch vorstellen. All das ist viel, viel einfacher geworden. Auch die Vermarktung. Wir haben damals noch auf der Macworld (Messe) einen Stand aufgebaut, der dann fast zusammengekracht wäre. (lacht) Das waren wirklich noch Zeiten, wo es viel schwieriger war, ein Produkt zu vermarkten. Da gab es in der Form auch noch nicht die heutigen Viralitätseffekte im Internet. 

Wenn man Euer Angebot betrachtet, unterstützt Ihr zwar alle relevanten Plattformen. Aber es scheint doch Apple im Fokus zu stehen. Täuscht das?

Nein, wir haben damals als Mac-only-Software angefangen. Unsere Wurzeln stecken schon in der Apple-Technologie. Das hat sehr viel mit unserem Denken über Design zu tun. Wir haben auch zwei Apple Design Awards gewonnen. Diese Plattform war einfach naheliegend für Soundanwendungen und Grafik.  Insofern sind wir schon sehr eingefleischte Entwickler für das Apple Ecosystem. Nichtsdestotrotz sind wir mit der Zeit so populär geworden, dass Nutzer sich zum Beispiel eine Windows-Version wünschten. Wir kooperieren außerdem auch mit Hardwareherstellern und da ist es wirklich einfacher, sämtliche Plattformen abzudecken. Deshalb sind wir Cross-platform. 

Neue Möglichkeiten: Der M1 Chip - der erste Apple Silicon - hat auch die Neural Engine, die deutlich schnelleres Machine Learning ermöglicht. Foto: Apple
Neue Möglichkeiten: Der M1 Chip – der erste Apple Silicon – hat auch die Neural Engine, die deutlich schnelleres Machine Learning ermöglicht. Foto: Apple

Sprechen wir über djay Pro AI. Was mich beim Herumspielen mit der App fasziniert hat, ist, dass ich auch als recht unmusikalischer Mensch schnell zu Ergebnissen komme. Und dass es sogar Spaß macht. Andererseits weiß ich als Hobbyentwickler: Wenn etwas Beeindruckendes ganz einfach funktioniert, ist die Entwicklung meist hochkompliziert – wie das bei der AI?

Absolut. Da haben wir ziemlich geschwitzt, das in Echtzeit hinzubekommen. Die letzten Jahrzehnte war das für DJs und Produzenten immer der heilige Gral, genau das hinzubekommen, was das Gehirn letztlich von selbst macht – in Echtzeit Instrumente und Stimmen zu trennen. Gerade für DJs, die versuchen, Stilrichtungen anhand bestehender Musik neu zu erfinden, ist die Möglichkeit des Aufsplittens ein Traum. Seit den 1960-er-Jahren gibt es Equalizer. Damit versuchen DJs bestimmte Frequenzen zu dämpfen, so dass sich bei einem möglichst nahtlosen Übergang zweier Songs deren Melodien, Stimmen, usw. nicht zu sehr in die Quere kommen. Aber das ist nicht annähernd das, was eine AI-Trennung kann. Dieses Feature gibt DJs ganz neue Möglichkeiten. Ich kann jetzt beispielsweise einen Übergang machen und Stimmen einfach sofort ausblenden, um sie an anderer Stelle wieder nahtlos einzublenden. Oder ich kann ganz neue Remixe machen, indem ich beispielsweise die Gitarre eines Künstlers durch die Stimme eines anderen Künstlers ersetze. Wenn ich mir anschaue, wie Genres wie Hiphop entstanden sind: Das waren DJs, die haben Elemente aus Funk und Jazz neu kombiniert, und plötzlich ist etwas ganz Neues entstanden. Ähnlich die elektronische Musik. Und deshalb glauben wir, dass das einen sehr starken kulturellen Einfluss auf Musik haben kann, weil die Kreativen jetzt ganz neue technologischen Möglichkeiten haben, bestehende Musik neu zu interpretieren.

AI fängt jetzt gerade erst an, aus den Kinderschuhen heraus zu kommen.

Über die Neural Engine mit 16 Kernen

Der Neural Mix macht sich – der Name lässt es erahnen – die Neural Engine zunutze. Wie wichtig sind die Verbesserungen im A14 dafür?

Die Verbesserungen  sind sehr maßgeblich. AI fängt jetzt gerade erst an, aus den Kinderschuhen heraus zu kommen. AI war am Anfang oft so, dass etwas im Hintergrund analysiert und am Ende spuckt der Rechner ein Ergebnis aus. Da wurde zum Beispiel ein Kuh auf einem Foto erkannt oder ein Hund. Für viele entstand so der Eindruck, dass das nicht annähernd so intelligent ist wie ein Mensch. Was das menschliche Gehirn auszeichnet, ist gerade die Echtzeitverarbeitung. Ich sehe etwas und kann sofort erkennen, was es ist, oder ich höre Musik und nehme automatisch getrennte Stimmen bzw. Instrumente wahr. Dort will man als Softwareentwickler und natürlich auch als Nutzer hin, dass es sich wirklich anfühlt wie eine Intelligenz, die leibt und lebt. Dass es buchstäblich sofort passiert. Dafür braucht man aber eine unglaubliche Rechenleistung. Und deshalb fängt es jetzt auch erst an, dass es solche Anwendungen gibt. Daran merkt man den Unterschied dieser neuen Prozessoren und der Neural Engine zu Geräten, die das nicht haben. Wir haben mit Apples neuen Prozessoren teilweise Performance-Boosts von bis zu Faktor 15 gesehen. 

Der Nutzer sieht: Da ist etwas drastisch besser geworden. Die Entwickler freut es, wie Du gerade sagst. Aber reicht Euch das erstmal für den Moment oder sagt Ihr: Da muss jetzt schnell noch mehr Leistung her?

Das war so ein großer Quantensprung – damit ist man als Programmierer jetzt erstmal sehr gut bedient. Andererseits: Wenn Rechner schneller werden, bringt das Entwickler auf neue Ideen. Zu schnell gibt es also nie aus Entwicklersicht. Wir verfolgen es mit großer Freude und Spannung und schauen, was uns das ermöglicht in der App-Entwicklung. Natürlich: Je weniger Latenz desto besser, je schneller desto besser. Aber jetzt im Moment ist das schon erstmal ein ziemlicher Durchbruch.

Ich glaube, es fängt jetzt erst so richtig an mit den Durchbrüchen in der Rechenleistung. Man braucht als Entwickler nicht mehr die Serverfarmen, um etwas in Sachen AI zu verarbeiten, sondern man kann es on-device – auf dem mobilen Gerät – ausführen.

Wie die Neural Engine im A14 und M1 die Zukunft der Apps beeinflusst

Ein schnelles Auto alleine genügt nicht, es braucht auch einen talentierten Fahrer. Ähnlich ist es mit Hard- und Software.  Damit die Maschine lernen kann, braucht sie selbst gute Lehrer. Ich habe den Eindruck: Viele Entwickler sind noch gar nicht auf den Zug aufgesprungen, oder?

Da ist durchaus etwas dran. Es ist irgendwie auch das Henne-Ei-Problem. Es muss erstmal die Hardware da sein, die die Motivation auslöst. Ich glaube, es fängt jetzt erst so richtig an mit den Durchbrüchen in der Rechenleistung. Man braucht als Entwickler nicht mehr die Serverfarmen, um etwas in Sachen AI zu verarbeiten, sondern man kann es on-device – auf dem mobilen Gerät – ausführen. Ich glaube, das bringt auch eine Bewegung hinein. Es sind Sachen möglich, die vorher nicht möglich waren.    

Für Euch gab es neben den Apple Design Awards schon weitere großen Ehren seitens Apple. Du hast vor einigen Jahren in einer Apple-Keynote auf der Bühne gestanden, als das erste Mal die Touch Bar auf dem MacBook Pro präsentiert wurde, und hast das am Beispiel Eurer Software demonstriert. Die ganzen Apple-Chefs saßen in der ersten Reihe und schauten Dir zu, ebenso die Apple-interessierte Weltöffentlichkeit. Wie aufgeregt ist man in so einem Moment? 

Wenn ich mich zurück erinnere: Es hat schon etwas leicht Surreales. Klar, man ist schon aufgeregt. Man hat diese Bühne, diese Ehre, sein Produkt zu zeigen. Durch meine Klavierspielertätigkeit war ich schon in gewisser Weise gewohnt, mit der Nervosität umzugehen. Aber es ist natürlich ein sehr besonderes Gefühl, eine große Ehre, dort stehen zu dürfen.

Im September 2019 war Apple-Chef Tim Cook in München zu Gast und besuchte Algoriddim. Foto: Apple
Im September 2019 war Apple-Chef Tim Cook in München zu Gast und besuchte Algoriddim. Foto: Apple

Tim Cook war auch in München bei Euch zu Besuch. Was war das für ein Gefühl?

Das war tatsächlich noch einen Ticken surrealer. Es war in einem entspannteren Setting, gewissermaßen in unserem Wohnzimmer, in unserem Münchener Büro. Das war natürlich eine ganz große Ehre. Wir sind eingefleischte Apple-Entwickler seit Jahren. Das war ein sehr besonderer Moment in unserer Historie und sehr motivierend.

Peter Kolski, der Augmented Berlin entwickelt hat, und auch von Tim Cook besucht wurde, sagte mir in einem Gespräch, dass er herausragend fand, wie sehr sich Tim Cook wirklich dafür interessierte, was er macht. Ging Euch das genauso?

Ja, er war absolut authentisch und dadurch hatte es etwas Motivierendes, wie er sich wirklich für das ganze Team interessierte. Das war schon etwas Einmaliges.

Zurück zu den vergangenen Wochen und den vielen Neuigkeiten: Was war dein persönliches Highlight unter all den iPhones, Macs, iPads und Apple Watches?

Weil es für unser Handwerk sehr wichtig ist: Mich persönlich hat am meisten der Mac gefreut, weil es der größte Sprung zwischen den Generationen war. Das war schon ein besonderer Performance-Schub.

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iPhone 12 Pro im Test: Mag(net)ische Anziehungskraft https://apfelfunk.com/iphone-12-pro-im-test-magnetische-anziehungskraft/ https://apfelfunk.com/iphone-12-pro-im-test-magnetische-anziehungskraft/#respond Thu, 05 Nov 2020 18:47:57 +0000 https://apfelfunk.com/?p=15436 Vier iPhones hat Apple im Oktober 2020 präsentiert. iPhone 12 und iPhone 12 Pro liegen näher beieinander als die Vorgängergenerationen. Was die 12-er-Linie gut kann und warum sich ein Pro lohnen könnte. Waren das noch Zeiten, als ein einziges iPhone genügte, um die Massen zu begeistern. Als neue Geräte noch jährlich wie große Revolutionen wirkten. […]

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Vier iPhones hat Apple im Oktober 2020 präsentiert. iPhone 12 und iPhone 12 Pro liegen näher beieinander als die Vorgängergenerationen. Was die 12-er-Linie gut kann und warum sich ein Pro lohnen könnte.

Waren das noch Zeiten, als ein einziges iPhone genügte, um die Massen zu begeistern. Als neue Geräte noch jährlich wie große Revolutionen wirkten. Warum die Rückbesinnung? Nun, die diesjährige iPhone 12-Generation weckt unweigerlich einige Erinnerungen an die 13-jährige Geschichte des Smartphones aus Cupertino. Da ist zum Beispiel der Wechsel zum iPhone 4 vor zehn Jahren. Es bestach neben anderen Funktionen durch ein neuartiges Design mit Glas an Vorder- und Rückseite sowie einem Metallrahmen. Nicht wenige denken beim Anblick des iPhone 12 daran zurück. Und natürlich erinnern sich viele noch das zweite iPhone, das iPhone 3G, das UMTS einführte und die Datennutzung erst zum Vergnügen machte.

Das iPhone 12 Pro, das wir zwei Wochen getestet haben, und seine Geschwister-Geräte – das iPhone 12, das iPhone 12 Mini und das iPhone 12 Pro Max – vereinen nach damaligen Kriterien gleich mehrere revolutionäre Schritte in sich. Sie unterstützen als erste iPhones den 5G-Mobilfunk. Und sie erscheinen nach drei Modellgenerationen im iPhone X-Design in einem veränderten Gehäuse, das einer Verneigung vor dem Kult-Design des iPhone 4 und seiner Nachfolger gleicht.

Dennoch würde wohl kaum einer das Wort Revolution in den Mund nehmen. Die Menschen haben sich an das Ausmaß der Entwicklungsschritte gewöhnt. Es ist wie bei einem Zauberer, der am Anfang seine besten drei Tricks gezeigt hat. Sein vierter, fünfter und sechster Trick haben es dann besonders schwer – egal, wie gut sie sind. Zudem wird es immer anspruchsvoller, allgemein als Fortschritt empfundene Verbesserungen einzuführen. Es gibt zum Teil riesige Entwicklungen, aber sie erfüllen oft die Bedürfnisse bestimmter Zielgruppen. Nehmen wir nur mal die Prozessoren: Die Leistungssteigerungen sind nach wie vor immens. Hier von Stagnation zu sprechen, entbehrt jeder faktischen Grundlage. Gefühlt erscheinen uns Smartphone-Prozessoren heute aber oftmals schnell genug.

Liegt gut in der Hand: Das neue Design des iPhone 12 Pro ist ein Handschmeichler.
Liegt gut in der Hand: Das neue Design des iPhone 12 Pro ist ein Handschmeichler.

Die ersten Smartphones waren rückblickend betrachtet manchmal gar nicht so revolutionär. Sie räumten oftmals lediglich mit allgemein empfundenen Defiziten der ersten Generationen auf. Weil das aber aus damaliger Sicht eine beeindruckende technische Leistung war und viele davon betroffen waren, sind uns diese Geräte besonders positiv in Erinnerung geblieben.

Die iPhones mit der 12 bringen vier Verbesserungen mit sich, die sie von ihren Vorgängern abheben. Zwei entfalten sofort einen Nutzen. Zwei sind Funktionen, die eher langfristiger Natur sind.

Links das iPhone 12 Pro, rechts das iPhone 11 Pro.
Links das iPhone 12 Pro, rechts das iPhone 11 Pro.

Apple zeigt Kante: Das neue Design

Der erste unmittelbare Nutzen ist das Design. Dass Apple wieder Kante zeigt, ist eine erfreuliche, wenngleich wahrscheinlich pragmatische Entwicklung. Der Metallrahmen ist zugleich als 5G-Antenne nützlich. Aber das Gerät mit 6,1-Zoll-Display liegt dadurch auch sehr gut in der Hand. Es ist griffig und der im iPhone X eingeführte nahezu rahmenlose Bildschirm kommt noch besser zur Geltung. Neu ist, dass alle aktuellen iPhones den kontraststarken OLED-Bildschirm (Kontrast 2 Mio. zu 1) erhalten haben. Für wen das iPhone nicht nur Gebrauchsgegenstand, sondern auch Accessoire, Statussymbol oder Schmuckstück ist, der bekommt nach entbehrungsreichen Jahren etwas Neues, Schönes in die Hand. Und das Pro mit seinem Edelstahlrahmen und seinen edlen Farbtönen (Graphit, Silber, Gold, Pazifikblau) sieht noch einmal besser aus als das 12 mit seinem Alurahmen und eher markanten Farben.

Auch die neuen Hüllen haben einen Magneten.
Auch die neuen Hüllen haben einen Magneten.

Anziehend: MagSafe

Die zweite Funktion mit unmittelbarer Wirkung ist MagSafe. Apple hat den Namen, den einst das Ladegerät der MacBooks trug, für das iPhone wieder aufleben lassen. Zwei Magneten, ein kreisrunder und ein kleiner länglicher, dienen nun dazu, Zubehör wie Hüllen, Kreditkartenhalterungen, vor allem aber kabellose Ladegeräte magisch anzuziehen und auszurichten. Vorbei die Zeiten, in denen ein iPhone vom Qi-Ladegerät rutscht und am nächsten Morgen nicht aufgeladen ist. Einziges Ärgernis: Das MagSafe-Ladekabel muss extra (44 Euro) gekauft werden und enthält aber nicht einmal den nötigen 20-Watt-Ladestecker. Der kostet auch extra (24 Euro) und es darf auch nur der von Apple sein, um die maximale Kapazität von 18 Watt zu laden. Andere USB-C-Netzteile laden – Stand heute – langsamer mit maximal 10 Watt. Dennoch ist MagSafe eine einfache, aber sehr nützliche Idee und es steht zu erwarten, dass viel Zubehör von anderen Herstellern folgt. Schon lange kleben einige Nutzer selbst Magneten an ihre Smartphones, um Zubehör zu befestigen. Die eingebauten Magneten sind natürlich die bessere Variante.

Schnell und schlau: Der A14 Chip

Zu den langfristig nützlichen Funktionen zählen der neue A14 Chip und 5G-Mobilfunk. Der A14 mit seinem Sechs-Kern-Prozessor und Vier-Kern-Grafikchip zieht seinen ohnehin branchenführenden Vorgängern in Tests davon. Alleine: Die Prozessoren sind seit Jahren schon so schnell, dass der Anwender im Alltag kaum eine Änderung bemerkt. Lediglich bei sehr anspruchsvollen Spielen, Videoschnitt oder anderen multimedialen Anwendungen werden die Zugewinne sichtbar. Und hier kommt auch die andere Hälfte des A14 zum Tragen, nämlich die 16-Kern-Neural-Engine, die jetzt 70 Prozent schnelleres Maschinenlernen ermöglicht und der Bildsignalprozessor. Beide entfalten ihren Nutzen heute schon in der computerunterstützten Fotografie, wo selbst Gegenlicht- oder Fotos bei Nacht gestochen scharf sind und alle möglichen Details zeigen. Apple hat, das ist kaum ein Geheimnis, noch viel damit vor, zum Beispiel im Bereich der Augmented Reality (AR). Der A14 ist folglich eine Zukunftsinvestition, so wie ein aktueller Chip bei Apple-Geräten ohnehin immer schon einen Vorteil brachte: Er wird viele Jahre lang mit Updates versorgt.

5G bedeutet nicht automatisch Highspeed. Gerade im Ländlichen werden Datenraten erreicht, die eher DSL-Niveau entsprechen. Mit 5G ist das iPhone aber für bessere Zeiten gerüstet.
5G bedeutet nicht automatisch Highspeed. Gerade im Ländlichen werden Datenraten erreicht, die eher DSL-Niveau entsprechen. Mit 5G ist das iPhone aber für bessere Zeiten gerüstet.

Perfekte Welle: 5G

Der 5G-Mobilfunk soll helfen, große Datenmengen bei schnellen Übertragungszeiten auf die Geräte zu schaufeln. 5G ist überdies massentauglicher, was gerade in Ballungsräumen einer Überlastung entgegenwirkt. Aber 5G steckt noch in den Kinderschuhen. In Deutschland ist es noch gar nicht so lange her, dass die Netzbetreiber überhaupt mit dem Aufbau begonnen haben. Und die verwendeten Modems in den Smartphones sind noch sehr energieintensiv. Das heißt, 5G-Nutzung belastet den Akku. Apple hat das sehr schlau mit dem Smart Data Mode gelöst, der nur dann 5G aufschaltet, wenn es aus Sicht des Geräts auch benötigt wird. Umgekehrt muss man erst einmal ein paar Schalter in den Einstellungen betätigen, wenn man es drauf ankommen und immer 5G nutzen möchte.

Wir wollten das natürlich und stießen gleich auf eine Hürde. Denn mit unserer SIM-Karte von Vodafone kommen wir hier nicht weit. In Bremen und im tiefsten Ostfriesland sind die ersten 5G-Antennen. Telefonica hat aktuell noch nicht einmal eine 5G-Netzkarte. Glücklicherweise half uns die Telekom mit einem Testzugang aus, denn sie hat bereits an mehreren Punkten in unserer Umgebung 5G ausgebaut, unter anderem in beliebten Ferienorten an der Nordsee.

Hier soll um das Erlebnis im Allgemeinen gehen und da sind die Übergänge zu LTE tatsächlich fließend. Größere Datenmengen werden an einigen Stellen tatsächlich spürbar schneller übertragen. Aber für heutige Alltagsanwendungen reicht der Mobilfunk der 4. Generation – so er denn überall verfügbar ist – vollkommen aus.

Das wird sich natürlich ändern. Der Breitbandhunger der Menschen ist über die Jahre massiv gewachsen und einst konnte sich keiner vorstellen, dass zum Beispiel 16 Megabit eines Tages als sehr langsam betrachtet wird. 5G-Fähigkeit im Smartphone bedeutet Zukunftsfähigkeit. Besonders für das zweite Leben der Geräte, wenn der Erstnutzer sich nach durchschnittlich zwei bis drei Jahren davon trennt, ist 5G aus heutiger Sicht wichtig und erhöht den Wiederverkaufswert. Aktuell ist der Nutzen eher begrenzt, die Möglichkeit funktioniert aber solide und einwandfrei.

Auf der Rückseite sind die drei Kameras zu finden: Ultraweitwinkel, Weitwinkel und Tele. Neu ist der Lidar-Sensor, der den Autofokus beschleunigt.
Auf der Rückseite sind die drei Kameras zu finden: Ultraweitwinkel, Weitwinkel und Tele. Neu ist der Lidar-Sensor, der den Autofokus beschleunigt.

Warum ein Pro?

Nun haben die vorgenannten Funktionen alle vier iPhones. Welches sollte man sich also kaufen und warum das 6,1 Zoll große Pro? Einfach fällt die Entscheidung, wer unbedingt ein sehr kleines Display haben möchte (iPhone 12 Mini) oder das Größte (Pro Max). Beide erscheinen erst Mitte dieses Monats. Schwieriger ist die Entscheidung zwischen dem 12 und 12 Pro. Die Unterschiede liegen in der Bauweise und vor allem in den Kameras. Das Pro hat neben Weitwinkel und Ultraweitwinkel eine Telelinse mit zweifacher Vergrößerung. Das Weitwinkel ist zudem etwas lichtempfindlicher. Wer die bessere Kamera haben möchte, kommt um das Pro nicht herum. Wer die beste will, benötigt dieses Jahr das Pro Max, denn seine Kamera ist noch etwas besser.

Weitere Vorzüge des Pro sind etwas mehr Arbeitsspeicher (6 statt 4 Gigabyte), ein in der Spitze leicht helleres Display und die größeren Speicheroptionen (128, 256, 512 GB). Wer eine oder mehrere der vorgenannten Unterschiede wertschätzt, zahlt einen durchaus angemessenen Aufpreis von 200 Euro gegenüber den iPhone 12-Modellen mit gleicher Speichergröße.

Fazit & Kaufberatung

Für wen lohnt sich Kauf oder Umstieg? Hier gilt die mittlerweile schon klassische Formel: Besitzer von Vorgängergeräten haben umso mehr Nutzen, je älter ihr Gerät ist. Das heißt: Der Umstieg vom 11 Pro ist zum Beispiel nur sinnvoll, wenn eine oder mehrere Funktionen explizit gewünscht sind. Wer noch gar nicht im iPhone X-Zeitalter angekommen ist, der bekommt nicht nur eine stark weiterentwickelte Version dieser Gerätekategorie, sondern auch gleich noch das zukunftstaugliche 5G.

Was bleibt, ist, dass Apple sich im Gegensatz zu seinen Mitbewerbern als recht konservativer Konstrukteur von Smartphones positioniert. Während andere neue Rekorde beim Zoom, beim schnellen Laden oder der Faltbarkeit ihrer Displays suchen, setzt Apple auf seine Grundwerte Design, das Gesamtpaket, Solidität und neuerdings auch Nachhaltigkeit mit immensen Bemühungen bei Klimaschutz und Recycling. Entwicklungsschritte wie 5G werden mit Bedacht gesetzt. Vielleicht ist deshalb ein iPhone auch nach Jahren noch gut wiederzuverkaufen. In jedem Fall hält das iPhone 12 Pro diese Werte in Ehren und hat – nicht nur wegen MagSafe – nichts an seiner magischen Anziehungskraft eingebüßt.

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iPad Air (2020) im Test: Der Aufsteiger des Jahres https://apfelfunk.com/ipad-air-2020-im-test-der-aufsteiger-des-jahres/ https://apfelfunk.com/ipad-air-2020-im-test-der-aufsteiger-des-jahres/#respond Wed, 04 Nov 2020 09:09:15 +0000 https://apfelfunk.com/?p=15421 Apple hat im September ein neues iPad Air vorgestellt. Die vierte Generation mutet wie das iPad Pro an und das zum kleineren Preis. Aber hält das Air auch auf den zweiten Blick, was es auf den ersten verspricht? Wir haben das Gerät getestet. Die Geschichte des iPad Air von Apple ist voller Wandlungen: Das erste […]

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Apple hat im September ein neues iPad Air vorgestellt. Die vierte Generation mutet wie das iPad Pro an und das zum kleineren Preis. Aber hält das Air auch auf den zweiten Blick, was es auf den ersten verspricht? Wir haben das Gerät getestet.

Die Geschichte des iPad Air von Apple ist voller Wandlungen: Das erste Air im Jahr 2013 war Nachfolger des damals einzigen iPads im 9,7-Zoll-Format. Es erhielt seinen Namen, weil das neue Modell deutlich dünner und leichter war. Nach einem weiteren Gerät, dem iPad Air 2, verschwand der Namenszusatz wieder, bis er von Apple 2019 erneut eingeführt wurde. Das iPad Air war nun, was zwei Jahre zuvor das iPad Pro 10,5″ war, bevor es auf ein neues Design mit größerem Bildschirm umgestellt wurde. Es war auf eine Weise wieder eine Erleichterung, aber diesmal nicht im Gewicht, sondern in Sachen Preis.

Ein iPad Pro Lite?

Jetzt, im September, hat Apple den Begriff Air erneut neu definiert. Und einmal mehr ist es die Pro-Linie, die Vorbild für das Gerät ist. Man könnte also sagen, dass anstelle von Air auch Lite stehen könnte. Ein iPad Pro Lite. Dieser Gedanke drängt sich bei der vierten Generation noch viel mehr auf als bei der seinerzeit eher nebenbei eingeführten dritten Generation. Es ist die Erfüllung eines oft gelesenen Wunsches, das Pro-Design und einige seiner Features zum günstigeren Preis zu bekommen. Doch gibt es einen Haken?

Das Display

Das 10,9-Zoll-Display wartet mit allerlei Finessen auf wie zum Beispiel True Tone, eine Technik, die die Farben an das Raumlicht anpasst, oder dem P3-Farbraum. Was es im Gegensatz zum iPad Pro nicht kann, ist ProMotion, die Unterstützung der Bildwiederholrate von 120 Hertz, die für flüssigere Bewegungen sorgt, etwa beim Scrollen. Die Meinungen darüber, ob das ein Must-have ist oder eher Nice-to-have gehen weit auseinander.. Das aktuelle iPhone 12 kommt schließlich auch ohne aus. Die Diskussionen dort waren ähnlich. Äußerlich ist dem Air kaum anzusehen, dass es sich vom iPad Pro 11 Zoll unterscheidet. Lediglich die Kameralinsen auf der Rückseite lassen Rückschlüsse zu.

Neue Farben

Das iPad Air gibt es jetzt in mehr Farben und geht damit über die des Pro hinaus: Space-grau, silber, roségold, grün und blau. Das Blau ist eher dunkel gehalten und erinnert an einen blau-grauen Farbton. Neu ist auch, dass statt Lightning ein USB-C-Anschluss verbaut wird. Dadurch können auch Digitalkameras und externe Festplatten leichter angeschlossen werden.

Touch ID

Viel Aufsehen erregt die Wiedereinführung von Touch ID. Der Fingerabdrucksensor steckt erstmals im Einschaltknopf oben rechts und funktioniert trotz der schmalen Kontaktfläche tadellos. Allerdings muss man sich den Handgriff beim Aufschließen erstmal einprägen. Vielleicht ist das ein Phänomen, das nur Nutzer erleben, die diese iPad-Bauform mit der Gesichtserkennung Face ID kennen. Dort genügt ein Swipe nach oben. Jetzt ist ein langer Arm gefragt. Schlauerweise hat Apple bei der Einrichtung gleich den Hinweis eingepflegt, auch den Finger der anderen Hand zu erfassen, um im Querformat keine böse Überraschung zu erleben. Beide Verfahren, Touch ID und Face ID, haben im Alltag Vor- und Nachteile. Touch ID hätten in diesen Tagen viele gerne auch auf dem iPhone, wenn sie dieses mit Mund-Nase-Maske bedienen. Auf dem iPad Air ist es nicht wegen Corona anzutreffen, sondern weil es die teurere Technik einspart, um Face ID zu ermöglichen.

Die aktuellen iPads von Apple auf einem Bild (von links): iPad Mini, iPad, iPad Air, iPad Pro 11 Zoll und iPad Pro 12,9 Zoll.
Die aktuellen iPads von Apple auf einem Bild (von links): iPad Mini, iPad, iPad Air, iPad Pro 11 Zoll und iPad Pro 12,9 Zoll.

Zwei Speichergrößen

Beim Speicher gibt es zwei Ausstattungen: 64 und 256 Gigabyte. Ein LTE-Mobilfunkmodul gibt es gegen Aufpreis. Als Kameras sind auf der Rückseite eine 12-Megapixel- und vorne eine 7-Megapixel-Kamera eingebaut. Gerade die Kamera vorne ist für Videokonferenzen bedeutsam. Sie unterstützt jetzt 1080p-HD-Auflösung.

Der neue A14

Als Prozessor kommt Apples neuester A14-Chip zum Einsatz, der auch im iPhone 12 steckt. In unseren Benchmarks erreichte er Höchstwerte, wenngleich dieser Vorteil sich nur bei anspruchsvollen Apps wie im Videoschnitt wirklich bemerkbar macht. Trotzdem sollte der Chip nicht unterschätzt werden: Vor allem die erheblich verbesserte Neural Engine fürs Maschinenlernen sollte sich in Zukunft auszahlen, da Apple immer mehr auf deren Funktionen setzt, etwa bei der computerunterstützten Fotografie oder in dazulernenden Apps. Wer von früheren iPads kommt – und die meisten Menschen nutzen die Tablets viel länger als ihre Smartphones – dürfte gleichwohl einen großen Sprung machen und diesen im Alltag auch bemerken. Nicht zu vergessen: Ein nagelneuer Prozessor garantiert auch für lange Zeit Updates.

Neue Zubehör-Möglichkeiten

Mit dem iPad Pro-Design eröffnet sich auch ein ganzer Reigen von neuem Zubehör für die Consumer-Klasse, dazu zählt der Apple Pencil der 2. Generation, der magnetisch am Gerät zum Aufladen angedockt werden kann. Es ist das erste Mal, dass er nicht nur für das Pro verfügbar ist. Das Magic Keyboard bietet eine vollwertige Notebook-Tastatur mit Trackpad, kostet allerdings dafür auch etwa halb so viel wie das ganze iPad. Zudem wurden neuen Smart Folios in passenden Farben herausgebracht, eine Art Schützhülle für Vorder- und Rückseite.

Nachhaltig

Besonders betont wird von Apple auch das Thema Nachhaltigkeit: Das komplette Gehäuse besteht aus recyceltem Aluminium. Das Zinn für das Lötmittel in der Haupt­platine ist ebenfalls recycelt, ebenso wie die Selten­erd­elemente in den Laut­sprechern. Die Message ist klar: In Zeiten, in denen immer mehr über Nachhaltigkeit diskutiert wird, sollen iPad-Käufer kein schlechtes Umweltgewissen haben.

Fazit: Air oder Pro?

Ist das iPad Air 2020 also ein günstigeres iPad Pro? Zumindest vereint es unglaublich vieles in sich, was das iPad Pro ausmacht und weshalb es auch Nutzer haben möchten, die von ihrer Nutzung eher nicht High-End benötigen. Einen Haken gibt es nicht, aber naturgemäß für den günstigeren Preis einige Abstriche: Dazu zählen Face ID, das 120 Hertz-Display, bessere Kameras und einige Kleinigkeiten. Auch größerer Speicherbedarf wird nur in der Pro-Klasse befriedigt. Würde man Nutzer befragen, würden sicherlich 8 von 10 das für absolut verschmerzbar halten angesichts des günstigeren Preises.

Wer das iPad Air in seiner günstigsten Variante mit 64 GB für 632 Euro kauft, spart über 200 Euro im Vergleich zum günstigsten iPad Pro. Das hat dafür allerdings 128 GB Speicher und die erwähnten zusätzlichen Features. Ähnlich bemessen ist übrigens der Preisunterschied zwischen iPhone 12 und 12 Pro – Apples Preistabellen sind bekanntlich sehr ausgeklügelt. Wer sich gar für das 256 GB-Modell entscheidet, hat mit 798 Euro nur knapp 60 Euro Unterschied zum Pro. Das ist trotz des halb so großen Speichers trotzdem eine Überlegung wert. Das iPad Pro 11 Zoll bleibt also trotz des iPad Air reizvoll.

Das iPad Air der 4. Generation ist zweifellos der Aufsteiger des Jahres. Es ist kein iPad Pro Lite, weil der Name suggerieren würde, dass es eine billigere Machart ist – dem ist nicht so: Wer das Air kauft, bekommt das, was es kann, in der Qualität, die auch das Pro aufweist. Also ohne Abstriche. Alleine: Das Pro kann etwas mehr. Aber nicht jedes Pro-Feature ist für jeden Käufer von gleich großem Interesse. Eben drum ist es gut, dass die Lücke zwischen den iPads der Consumer-Klasse und den Pro-Geräten geschlossen wurde.

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Analyse zum iPhone 12 Event: Mehr Macht den Minis https://apfelfunk.com/analyse-zum-iphone-12-event-mehr-macht-den-minis/ https://apfelfunk.com/analyse-zum-iphone-12-event-mehr-macht-den-minis/#respond Wed, 14 Oct 2020 11:25:43 +0000 https://apfelfunk.com/?p=15351 Nach dem Apple Event vom 13. Oktober 2020: Fünf wichtige Fragen zum neuen iPhone 12 und eine erste Einschätzung. Was können iPhone 12, iPhone 12 Mini, iPhone 12 Pro und iPhone 12 Pro besser als ihre Vorgänger? Die Veränderungen sind vielfältig: Es gibt jetzt vier iPhones zur Auswahl, die zur iPhone 12-Generation gehören. Alle beherrschen […]

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Nach dem Apple Event vom 13. Oktober 2020: Fünf wichtige Fragen zum neuen iPhone 12 und eine erste Einschätzung.

Was können iPhone 12, iPhone 12 Mini, iPhone 12 Pro und iPhone 12 Pro besser als ihre Vorgänger?

Die Veränderungen sind vielfältig: Es gibt jetzt vier iPhones zur Auswahl, die zur iPhone 12-Generation gehören. Alle beherrschen den 5G-Mobilfunkstandard. Alle haben ein neues Gehäusedesign, das dem iPad Pro ähnelt und mit dem Metallrahmen offenbar nötig war für die 5G-Antenne. 

Der so genannte Ceramic Shield, der mit Corning Glass entwickelt wurde, soll das Glas beständiger machen, wenn es auf den Boden fällt oder zu verkratzen droht. Dafür wurden kleinste Keramikteilchen in das Glas integriert. Keramik ist nicht durchsichtig, daher gilt das Verfahren als komplex und neuartig. 

Neu gibt es MagSafe, eine Möglichkeit, mit einem kabellosen Ladegerät von Apple (für etwa 50 Euro) das iPhone schnell mit 15 Watt aufzuladen. Per Magnet wird das Ladepad korrekt ausgerichtet. Die Magneten verwendet Apple auch, um Zubehör wie ein Kreditkarte-Wallet oder die Hüllen zu befestigen. Gerade bei den Hüllen entfällt so hoffentlich das mühsame Entfernen der Schale, besonders beim Clear Case. Wie gut das funktioniert, müssen die Tests zeigen. 

Standardmäßig baut Apple eine neue Prozessorgeneration ein. Der A14 brilliert vor allem beim Machine Learning und hat hier die kräftigsten Zuwächse. Verwendungsmöglichkeiten zeigt Apple selbst auf mit den Verbesserungen bei der Fotografie und beim Videofilmen. 

Auch die Kamera wird Besitzer früherer Geräte erfreuen: Apple verspricht dank 7-Linsen-Technik Verbesserungen gerade in schlecht beleuchteten Aufnahmesituationen. Davon profitiert zum Beispiel der Night Mode.

Die beiden günstigeren Geräte schließen insgesamt mehr zu den Pro-Geräten auf. Deutlich wird das vor allem am Bildschirm, der nunmehr auch die konstraststarke OLED-Technologie verwendet und nicht mehr LCD. Bemerkbar wird OLED vor allem bei dunklen Bildschirmanzeigen, bei denen das Schwarz nicht im Hintergrund leuchtet. Das Kontrastverhältnis liegt bei 2 Millionen zu 1.

Was macht Apple bei 5G besonders?

Apple hat sich Zeit gelassen mit der Unterstützung des 5G-Standards. So genannte “Early Adoptor” scharen schon lange mit den Hufen, denn der 5G-Mobilfunkstandard, der höhere Übertragungsraten und geringere Latenzzeiten ermöglicht, hält langsam Einzug in die Mobilfunknetze. 

Damit sich das Warten wenigstens gelohnt hat, verspricht Apple eine global sehr weitreichende Unterstützung von 5G. 20 Frequenzbänder werden unterstützt. Zum Vergleich: Bei LTE sind es im neuen iPhone 12 insgesamt 32 Bänder. 

Damit aus 5G-Lust kein Frust wird, hat sich Apple des größten Problems neuer Mobilfunkstandards angenommen: Dem Akkuverbrauch. 5G saugt nämlich – wie ehemals auch LTE – schnell die Akkulaufzeit weg, wenn man es ständig nutzen würde. Das ist aber vielfach gar nicht erforderlich, da die Vorteile vor allem bei großen Downloads zum Tragen kommen. Mittels Smart Data Modus schaltet das iPhone deshalb automatisch zwischen 4G und 5G hin und her. Apple hat nach eigener Aussage auch im System erhebliche Anpassungen vorgenommen. Vermutlich geht es dabei darum, welchen Datenübertragungen Priorität eingeräumt wird und welchen nicht.

Bemerkenswert ist auch, dass Apple mit dem iPhone 12 Mini das bis dato kleinste 5G-fähige Smartphone anbietet. Die Problematik neuer Mobilfunkstandards ist meist, dass Antennen und Technik mehr Platz brauchen, die Miniaturisierung in einem so frühen Stadium ist deshalb schon bemerkenswert.

Für wen lohnt sich der Kauf eines iPhone 12 Pro (Max)?

Das Profil der Pro-iPhones wurde von Apple weiter geschärft. Der Bildschirm als Unterscheidungsmerkmal zwischen den günstigeren iPhones ist weggefallen. Es ist verblüffend, wie viele Funktionen und Eigenschaften allen iPhones der 12er-Generation verliehen wurden. Äußerlich unterscheiden sich die beiden Kategorien durch die Verwendung von Edelstahl beim Pro und Alu beim iPhone 12 bzw. iPhone 12 Mini.

Es gibt drei signifikante Unterschiede der Pro-Modelle zu den günstigeren: Das Display (beim iPhone 12 Pro Max), der Speicher (512 GB) und vor allem die Kamera.

Bildschirmgröße und Speicher spielen tatsächlich nur eine Rolle, wenn die Maximalausstattung gewünscht wird. Denn das iPhone 12 und das 12 Pro teilen die gleiche Bildschirmgröße und das 12 ist auch bis 256 Gigabyte erhältlich.

Bei der Kamera gibt es hingegen beim Pro den Lidar-Sensor, der den Autofokus in dunklen Situationen deutlich verbessert, und weiterhin die zusätzliche Tele-Kamera. Die Angabe des 4-fachen bzw. 5-fachen Zooms ist recht missverständlich: Augenscheinlich gibt es gegenüber dem 11 Pro tatsächlich nur beim Max-Modell eine geringe Verbesserung auf 2,5-fache Vergrößerung. Apple hat eine merkwürdige Rechenweise gewählt, die Auf- und Abzoomen addiert. Spannend für Profis dürfte ProRAW sein, eine Möglichkeit, das Rohbild zur weiteren Bearbeitung zu erhalten und trotzdem von den Vorteilen der verbesserten Computational Photography zu profitieren. 

Wie bedeutsam ist der HomePod Mini?

Der HomePod Mini ist ein klares Bekenntnis zum HomePod, um den es nach zwei Jahren immer ruhiger wurde. Der Preis von unter 100 Euro macht den Mini zur echten Konkurrenz zu Amazon und Google. Weiterhin setzt Apple darauf, beim Klang zu überzeugen und mit dem Datenschutz, den die datenhungrigen Mitbewerber in diesem Maße nicht garantieren.

Die Kehrseite bleibt vermutlich Siri. Die Sprachassistentin genießt nicht den besten Ruf, obwohl sie in den letzten Jahren immer wieder verbessert wurde. Davon hängt auch ab, wie nützlich Funktionen wie das beeindruckende Intercom als Gegensprechanlage im Alltag wirklich sind. Intercom erinnert an Walkie-Talkie, das leider auf die Apple Watch begrenzt blieb. Der geräteübergreifende Ansatz über die Home-App ist sehr zu begrüßen.

Spannend auch, dass Apple offenbar mittels des U1-Chips die schnelle Übergabe von iPhone auf HomePod und umgekehrt ermöglicht. Der neu eingeführte schnelle Gerätewechsel der AirPods zeigt, wie angenehm solche Funktionen im Alltag sind. Hier könnte Apple tatsächlich im Gegensatz zu den Mitbewerbern brillieren, wo manches umständlich ist.

Insgesamt dürfte der HomePod Mini wohl den Smartspeakern Apples deutlich mehr Reichweite verschaffen. Das lässt darauf hoffen, dass diesem Bereich künftig noch mehr Aufmerksamkeit geschenkt wird.

Was wird einige Nutzer ärgern?

Wer in sozialen Netzwerken die Reaktionen einsammelt, wird einige Ärgernisse entdecken. Einige hätten gerne das geschmeidige Scrollen eines 120-Hertz-Bildschirmes gesehen, andere einen Touch-ID-Fingerabdrucksensor am Power-Button als Ergänzung zu Face ID. Abschreiben sollte man diese Features noch nicht: 120 Hertz wird womöglich kommen, wenn Apple 5G noch akkuschonender einsetzen kann. Für Touch ID war es im Corona-Maskenjahr einfach zu kurzfristig. 

Handfestes Ärgernis ist, dass Apple die schnurgebundenen EarPods-Kopfhörer und den USB-C-Ladestecker nicht mehr beilegt. Was nachhaltig der Umwelt dienen soll, sehen viele erstmal als Einsparung, ohne dass dafür wenigstens der Preis gesenkt wird. Würde das beigelegte Ladekabel wenigstens USB-A unterstützen, hätten zumindest viele noch einen entsprechenden Netzstecker von früher herumliegen. USB-C ist allerdings in vielen Haushalten noch exotisch. Mancher wird also in die Tasche greifen müssen, um Zubehör zu kaufen.

Ein erstes Zwischenfazit

So faszinierend vieles in Präsentationen und in Videos wirkt: Die Realität wird zeigen, ob die Neuigkeiten im Alltag halten, was sie versprechen. Es gibt nach diesem Event einiges, worauf es sich lohnt, gespannt auf die Tests zu sein.

Fest steht, dass Apple endlich den überfälligen Wechsel auf 5G-Mobilfunk vollzogen hat. Zwar unken sofort viele, dass ja in Deutschland nicht einmal 4G (LTE) flächendeckend ausgebaut ist. Das mag es dem einen oder anderen erschweren, den Reiz von 5G zu sehen. Doch 5G wird in Deutschland nicht erst ausgebaut, wenn 4G flächendeckend verfügbar ist, sondern der Ausbau läuft parallel. Am Ende wird Apple wahrscheinlich sogar 5G mehr helfen, als 5G Apple. Denn nach wie vor ist das iPhone das Smartphone, das auch viele Multiplikatoren in der Gesellschaft nutzen. Das Bewusstsein für 5G wird deutlich wachsen und damit die Nachfrage, folglich also auch das Angebot.

Bemerkenswert ist, wie wenig nur noch dafür spricht, sich ein Pro-Modell des iPhones zu kaufen. Für einen noch größeren Prozentsatz der Käufer wird ein iPhone 12 oder iPhone 12 Mini mehr als ausreichen. 

Die herausragendsten Neuerscheinungen tragen beide den Zusatz Mini. Der HomePod Mini reduziert die Attraktivität des großen HomePods. Er dürfte das Maß der Dinge werden. Die kleinere Größe des iPhone 12 Mini lässt sich Apple nicht wie beim iPad extra bezahlen, sondern verlangt für die gleiche Technik wie im iPhone 12 sogar weniger Geld. Das ist umso bemerkenswerter, wo Apple viele Jahre einen großen Bogen um die Mini-Wünsche der Nutzer gemacht hat und diese beim iPhone zum Beispiel “nur” mit dem iPhone SE befriedigte. Was, wenn die Minis zu den größten Verkaufsschlagern werden? Apple gibt den Minis mehr Macht.

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iPad (8. Generation, 2020) im Test: Bereit für die Zukunft https://apfelfunk.com/ipad-8-generation-2020-im-test-bereit-fuer-die-zukunft/ https://apfelfunk.com/ipad-8-generation-2020-im-test-bereit-fuer-die-zukunft/#comments Mon, 05 Oct 2020 20:06:45 +0000 https://apfelfunk.com/?p=15293 Runde 8 für den Bestseller: Das iPad der 8. Generation kommt mit einem verbesserten Prozessor. Warum das nicht nur in punkto Leistung ein Gewinn für den Käufer ist. Das neue iPad der 8. Generation macht es dem Tester leicht. Es erfreut sich bei Käufern allgemeiner Beliebtheit und an dieser Erfolgsrezeptur hat Apple nichts Entscheidendes geändert. […]

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Runde 8 für den Bestseller: Das iPad der 8. Generation kommt mit einem verbesserten Prozessor. Warum das nicht nur in punkto Leistung ein Gewinn für den Käufer ist.

Das neue iPad der 8. Generation macht es dem Tester leicht. Es erfreut sich bei Käufern allgemeiner Beliebtheit und an dieser Erfolgsrezeptur hat Apple nichts Entscheidendes geändert. Es gibt eigentlich nur eine zentrale Veränderung und die betrifft das Herz des Geräts, den Prozessor. Dort steckt jetzt neu der A12 Bionic Chip. Dieser war schon im iPhone XS im Einsatz, treibt das jüngste iPad Mini an und arbeitet im Vorgänger-Modell des jetzt vorgestellten neuen iPad Air.

Für das günstigste iPad ist der neue Chip ein riesiger Schritt vorwärts. Im letztjährig aktualisierten iPad der 7. Generation war zwar auch einiges Neues zu entdecken. Der Prozessor freilich blieb der Gleiche: Der A10 Fusion. Damit hat die jetzt neue 8. Generation also einen Prozessor übersprungen.

Schau Dir hier unser Testvideo an.

40 Prozent schneller

Gegenüber dem A10 ist der A12 rund 40 Prozent schneller. Die Grafikleistung wurde verzweifacht. Wir haben unser Testgerät einem Geschwindigkeitstest im Browser unterzogen und mit der 6. Generation verglichen. Das neue iPad hat seine Leistung demzufolge nahezu verdoppelt, sei es bei der Rechengeschwindigkeit, beim Speichern oder beim Rendern einer Website. 

Aber jenseits der Spezifikationen hat der Chip für den Käufer noch eine ganz andere Bedeutung. Er macht die neue Version besonders zukunftsfähig.

Damit Geräte bei Softwareupdates im Rennen bleiben, kommt es auf den Prozessor an. Käufer des neuen iPads werden also länger Freude an ihrem Gerät haben als jene, die noch vor ein paar Wochen den Vorgänger gekauft haben.

Ist das neue iPad ein iPad Air?

Der Wechsel auf den A12 vervollständigt, was Apple ein Jahr vorher mit der 7. Generation begonnen hat. Gehäuse und Display wuchsen leicht von 9,7 auf 10,2 Zoll. Vor allem aber erhielt das iPad den Smart Connector, der es erlaubt, die Zubehörtastatur Smart Keyboard anzuschließen. Blicken wir eine weitere Generation zurück, kam der Apple Pencil hinzu.

Betrachtet man die Funktionsliste, drängt sich einem unweigerlich ein Vergleich auf: Ist das neue iPad mit kleinen Abwandlungen nicht das alte iPad Air? Tatsächlich hat Apple schon im Jahr 2019 den Unterschied zwischen iPad und iPad Air deutlich verringert. Da hatte man natürlich längst die Weiterentwicklung zum neuen iPad Air in Arbeit. Der Prozessor und 0,3 Zoll Bildschirmdiagonale blieben der letzte Unterschied. Der ist nun bis auf das Display aufgehoben. Je nachdem, wie man es sehen möchte, wurde also das iPad deutlich aufgewertet oder das alte iPad Air deutlich günstiger. In jedem Fall freut sich der Käufer.

Mit dem Apple Pencil kann man auf dem iPad Notizen aufschreiben, zeichnen oder malen. Weiterhin wird nur der Pencil der 1. Generation unterstützt.
Mit dem Apple Pencil kann man Notizen aufschreiben, zeichnen oder malen. Weiterhin wird nur der Pencil der 1. Generation unterstützt.

Der Generalist

Was geblieben ist, sind das Gehäusedesign mit Rahmen, der Lightning-Anschluss zum Aufladen und der Home-Button, das auf das allererste iPad bzw. das spätere iPad Air zurückgeht. Apple hat das Profil der iPad-Linie geschärft. Das iPad Mini und das iPad verbleiben im traditionellen Design. Das neue iPad Air ist die Vorstufe zur Pro-Linie im neuen Design. Es ist bei alledem erstaunlich, wie zeitlos das klassische Design ist. Und es würde einen nicht wundern, wenn es auch noch eine 9. Generation überdauert. 

Auch der Pencil ist weiterhin jener der 1. Generation (96,50 Euro), weil der eckigere Neue gar nicht an den runden Gehäusekanten magnetisch angedockt und aufgeladen werden könnte. Funktionell ist das kein riesiger Nachteil. Lediglich das etwas eigenwillige Aufladen, indem man den Pencil in den Lightning-Port steckt, und das Risiko, die kleine weiße Stiftkappe zu verlieren, sind Punkte, die beim 2. Pencil besser gelöst sind.

Aufgrund der verbesserten Zubehörsituation und der Leistungsfähigkeit des Einsteiger-iPads empfiehlt sich das iPad als Generalist. Zeitgemäße Spiele, Streaming-TV und Apps jeder Art lassen sich genauso gut darauf nutzen wie Texte getippt oder HD-Videos geschnitten werden können.

Über den Smart Connector kann das Smart Keyboard angeschlossen werden, das als Zubehör für das iPad erhältlich ist.
Über den Smart Connector kann das Smart Keyboard angeschlossen werden, das als Zubehör erhältlich ist.

Notebook-Ersatz?

Wenn Apple sein iPad mit PC-Laptops und dem Chromebook von Google vergleicht – wobei das iPad laut den Benchmarks in allen Disziplinen in Sachen Leistung obsiegt -, dann wird deutlich, welchen Markt Apple im Blick hat. Das günstigste iPad soll wie die teureren der Pro- und Air-Klasse eine ernsthafte Alternative zum Notebook sein. Gerade Schüler oder Wenignutzer finden hier alles Wesentliche vor, was sie im digitalen Leben brauchen. Vielnutzer verlangen dagegen mehr Bildschirm, mehr Speicher und noch besseres Zubehör – Apple läuft deshalb nicht Gefahr, seinen eigenen Geräten Konkurrenz zu machen. 

Das Smart Keyboard (174,45 Euro) ist eine Tastatur mit gutem Druckpunkt, die allerdings im Gebrauch wackeliger ist als die höherpreisigen Tastaturen für die teureren iPads. Es kann aber auch per Bluetooth jede andere geeignete Tastatur verbunden werden. Und Nutzer freut auch, dass sie seit iPadOS 13.4 eine Unterstützung von Computermäusen vorfinden.

Zahlen, Daten, Fakten

Der 10,2-Zoll-Bildschirm des iPads hat eine Auflösung von 2160 mal 1620 Pixel. Die Helligkeit des Bildschirms beträgt 500 Nits. Als Kameras sind eine 720p-Kamera auf der Vorderseite und eine 8-Megapixel-Kamera auf der Rückseite eingebaut. 

Das iPad gibt es wahlweise mit 32 oder 128 GB Speicher in den Farben Space Grau, Silber und Gold. Es kostet je nach Speicherausstattung 369 oder 466 Euro (Stand: Oktober 2020). Ein LTE-Mobilfunkmodul gibt es gegen Aufpreis (ca. 136 Euro).

Schwer zu tragen hat man nicht: Das Gerät wiegt gerade mal ein halbes Kilogramm.

Besonders nachhaltig

Ein Punkt, der in vielen Betrachtungen oft zu kurz kommt, aber Käufer in diesen Tagen mit Blick auf Weltklima und Umweltschutz zunehmend interessiert, ist das Thema Nachhaltigkeit. Wie die Kalorienangaben beim Essen ist es ja schon viel wert, wenn ein Hersteller seine Prozesse überhaupt erstmal hinterfragt und Angaben dazu machen kann, wie viel Kohlendioxid etwa bei der Herstellung eines Geräts ausgestoßen wird.

Apple geht mittlerweile jedoch viel weiter: Das Gehäuse des neuen iPads besteht zu 100 Prozent aus wiederverwertetem Aluminium. Genauso stammt das komplette Zinn, das beim Mainboard verarbeitet wurde, aus dem Recycling. Dem Produkt merkt man es indes in keiner Weise an. Und das ist Nachhaltigkeit, wie sie dem Kunden natürlich am liebsten ist: Ohne Qualitätsunterschied, aber deutlich umweltfreundlicher.

Wie bei den neuen Apple Watches wird zudem bei der Verpackung auch auf Recycling in Form wiederverwerteter Holzfasern oder zumindest nachhaltig gewonnener Rohstoffe gesetzt. Der Plastikanteil wurde reduziert. Schadstoffe bleiben ganz draußen. Und Apple betont eine hohe Energieffizienz, was auch mit dem ehrgeizigen Ziel zu tun hat, bis zum Jahr 2030 – also binnen von zehn Jahren – komplett klimaneutral zu sein.

Apples Nachhaltigkeitsbericht enthält weitere Details.

Fazit: Für viele die erste Wahl

Setzen wir die Tech-Nerd-Brille mal ab: Für die Mehrheit der Menschen braucht es nicht den allerneuesten A-Prozessor. So unspektakulär das iPad der 8. Generation manchen im Vergleich zum neuen iPad erscheinen mag, so solide und etabliert erscheint es in den Augen jener, die sich einfach einen leistungsfähigen mobilen Computer für vergleichsweise kleines Geld wünschen, der obendrein eine längere Zeit lang mit Updates und zum Teil sogar neuen Funktionen versorgt wird.

Lediglich beim eingebauten Speicher zeigt sich Apple doch arg geizig: 32 Gigabyte sind selbst Wenignutzern schwerlich zu empfehlen, 64 als Minimum hätten es schon sein dürfen. Mit 128 Gigabyte als Maximum grenzt sich das iPad deutlich nach oben ab. Ein hochaufgelöstes Video kann man auf dem neuen iPad schon schneiden. All zu viele dürfen es aber nicht werden.

Für viele Interessierte dürfte das iPad die erste Wahl darstellen. Mit dem A12 Chip hat Apple den Boden bereitet, dass das auch so bleibt. Das neue iPad ist bereit für die Zukunft.

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Apple Watch Series 6 im Test: Viva La Evolution https://apfelfunk.com/apple-watch-series-6-im-test-viva-la-evolution/ https://apfelfunk.com/apple-watch-series-6-im-test-viva-la-evolution/#comments Sat, 03 Oct 2020 17:23:58 +0000 https://apfelfunk.com/?p=15266 Blutsauerstoffsensor, helleres Always-on-Display und der neue S6-Chip: Apple hat im September 2020 die Apple Watch Series 6 vorgestellt. Für wen sich der Kauf lohnt, erfahrt Ihr in unserem Review. Jährlich stellen sich Tech-Journalisten und Nutzer die Frage: Ist das Neue an der Apple Watch eher evolutionär oder gar revolutionär? Die Übergänge sind manchmal fließend, die […]

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Blutsauerstoffsensor, helleres Always-on-Display und der neue S6-Chip: Apple hat im September 2020 die Apple Watch Series 6 vorgestellt. Für wen sich der Kauf lohnt, erfahrt Ihr in unserem Review.

Jährlich stellen sich Tech-Journalisten und Nutzer die Frage: Ist das Neue an der Apple Watch eher evolutionär oder gar revolutionär? Die Übergänge sind manchmal fließend, die Meinungen klaffen weit auseinander. Die Apple Watch Series 6 aber ist, gemessen an ihrem Vorgänger, eindeutig ein evolutionärer Schritt. Aber evolutionär ist nicht gleichbedeutend mit langweilig. Warum, dazu mehr in diesem Review.

Hier unser Test-Video zur Apple Watch Series 6.

Fünf Jahre Apple Watch

Zunächst aber ein Blick von oben auf die Apple Watch und ihre nunmehr sechs Generationen, wenn man die neue Seitenlinie mit der Apple Watch SE (hier unser Test) nicht mitzählt. Vor sechs Jahren wurde die Apple Watch vorgestellt, seit fünf Jahren ist sie im Verkauf.

Manche sprachen der Apple Watch von Anfang an ab, revolutionär zu sein. Das erste große Produkt der Ära Tim Cook kämpfte gegen viele Vorurteile, mühte sich zunächst vergeblich daran, Lifestyle- und Modejournalisten zu begeistern, um am Ende doch als schickes Accessoire in den Alltag vieler Menschen Einzug zu halten.

Doch für eine Revolution braucht es mehr als einen Modegegenstand. Die Apple Watch hat zweifellos nicht den Impact, den das Smartphone knapp zehn Jahre vorher hatte. Sie hat aber den Begriff der so genannten Wearables, der tragbaren Geräte, maßgeblich geprägt. Sie steht für Personalisierung von Technik in einem Maße, wie wir es vorher nicht kannten: Zum einen durch die Nähe am menschlichen Körper, zum anderen, weil sie mit den vielen Armbändern ein hohes Maß an optischer Anpassungsfähigkeit bietet. Wer hat vorher Kleincomputer dermaßen geschmückt? Smartphone-Hüllen sind nichts dagegen.

Die Apple Watch steht für stärkere Vernetzung: Benachrichtigungen vom Smartphone rücken uns damit buchstäblich stärker zu Leibe. Während das iPhone schon mal in der Hosentasche verbleibt, ist der Blick schnell auf den Arm gerichtet. Aus diesem Grunde filtern viele auch stärker, wer sie über die Watch erreichen kann, als das beim Smartphone der Fall ist. 

Dieses Persönlich-werden setzt sich fort mit den Fitnessfunktionen, die uns einen Spiegel vorhalten über unsere Bewegungssituation, uns spielerisch und in Wettbewerben dazu ermuntern, fitter zu werden und überhaupt ein Bewusstsein geschaffen haben für Werte wie das stündliche Aufstehen für eine Minute.

Und viele Menschen fühlen sich sicherer dank der Apple Watch. Die Uhr erkennt Stürze und ruft Rettungsdienste, wenn der Nutzer bewusstlos wird. Sie warnt uns, wenn unser Herz verrückt spielt, sie erlaubt ein EKG und das Messen von Blutsauerstoff, was die meisten Menschen nur in akuten Situationen beim Arzt oder im Krankenhaus machen würden. Kurzum: Sie passt auf uns auf.

Die Apple Watch hat also sehr wohl etwas Revolutionäres an sich und den Alltag der Menschen ändert man nicht jedes Jahr aufs Neue. Das ist nicht nur eine Frage des Könnens, sondern auch des Wollens. Menschen brauchen eine gewisse Sicherheit, einen Halt, Bleibendes. Eine größere Veränderung muss bedeutungsvoll sein.

Schneller, heller, potenzialreicher

Die Apple Watch Series 6 knüpft an Vorhandenes an und führt es weiter. Sie ist schneller, heller und potenzialreicher als ihre Vorgängerin. Allerdings auch nicht in einem Maße, dass man den Kauf der Series 5 oder 4 rückblickend bereuen muss.

S6: Rasanter und vernetzter

Im Herzen der Uhr schlägt der S6, Apples eigener Chip für die Uhr, der noch einmal 20 Prozent schneller sein soll. Spürbar ist das beim Starten von Apps. Die öffnen sich jetzt noch eine Idee rascher. Bedenkt man, wo wir herkommen, nämlich von der Series 0, wo oft schon der Standby-Modus einsetzte, bevor die App lief, sind das Verbesserungen auf einem ohnehin hohen Niveau. Auch der S5 gab schon keinen Anlass zur Klage mehr, der S4 ebenso nicht. Aber hier geht es auch um Potenziale für die Zukunft. Spürbar wird das immer bei Updates, wenn neue Funktionen die eigene Uhr plötzlich nicht mehr unterstützen – dann reicht der Prozessor nicht mehr aus und es sind diejenigen im Vorteil, die einen aktuelleren haben.

Spürbarer dürfte für viele Nutzer dagegen die Unterstützung von 5 GHz Wi-Fi sein. Eigentlich ist das bei vielen Geräten heute eine Selbstverständlichkeit. Die Apple Watch bot aber bis zur Series 5 nur das am meisten verbreitete 2,4 GHz-Band. 5 GHz bietet mehr Bandbreite und es ist gerade in Umgebungen mit vielen WLAN-Netzwerken eine gute Ausweichmöglichkeit. Dafür ist die Reichweite nicht so hoch, da die Durchdringung von Wänden geringer ist.

Apropos Potenzial: Apple baut auch erstmals den U1-Chip ein, den wir schon aus dem iPhone kennen. Momentan nutzt Apple das Ultrawideband  nur für den elektronischen Autoschlüssel CarKey. Es wird gemutmaßt, dass irgendwann die AirTags kommen könnten, kleine Geräte, mit denen sich Alltagsgegenstände wie Schlüssel lokalisieren lassen. Die Geschichte des U1 ist sicher noch nicht zuende erzählt.

Blick auf die Rückseite der Series 6: Es sind neue Leuchtdioden hinzugekommen, die für die Messung des Blutsauerstoff-Wertes benötigt werden.
Blick auf die Rückseite der Series 6: Es sind neue Leuchtdioden hinzugekommen, die für die Messung des Blutsauerstoff-Wertes benötigt werden.

Der neue Blutsauerstoffsensor

Ähnliches gilt für den neuen Blutsauerstoffsensor. Apple hat an der Rückseite der Uhr weitere Leuchtdioden verbaut, die nun rot leuchten. Sie ermöglichen es der Uhr, durch die Haut in die Blutbahnen zu schauen und die Blutsauerstoffkonzentration zu ermitteln. Ähnlich funktionieren medizinische Geräte, die man auf den Finger klippt – einige kennen das aus Krankenhäusern.

Der Blutsauerstoff gesellt sich zu EKG und Pulsfrequenzmesser, ist allerdings im Gegensatz zu EKG explizit kein medizinisches Gerät. Folglich konnte sich Apple auch die mühsame Zulassung bei den Behörden ersparen. Die Frage ist natürlich, wie akkurat der Sensor wirklich misst. Offen ist aber auch noch, was die Werte dem Nutzer eigentlich genau sagen sollen. Wer zwischen 95 und 100 Prozent liegt, kann buchstäblich aufatmen – so die Faustformel. Doch mit dem Blutsauerstoff ließe sich noch viel mehr anfangen, sagen andere: Bei Krankheiten wie Asthma, Schlafapnoe oder der Höhenkrankheit spielt der Wert eine Rolle. Apple forscht zusammen mit verschiedenen Universitäten in den USA daran. 

Der Blutsauerstoffwert wird wahlweise automatisch ermittelt, es gibt aber auch eine eigene App, wo die 15 Sekunden lange Messung ausgelöst werden kann. Die Uhr wird mit dem Display nach oben gehalten und der Nutzer sollte dabei möglichst sitzen, instruiert einen die Uhr. Ansonsten ist die Messung vergleichbar mit EKG und Pulsmessung.

Immer aktiver Höhenmesser

Den bereits vorhandenen Höhenmessern hat Apple dahingehend verbessert, dass er nun immer aktiv ist. Mit einer eigenen Komplikation kann er in das Zifferblatt integriert werden. In unserem Test veränderte sich der Wert tatsächlich akkurat mit einer Auf- und Abwärtsbewegung. Ob der Messwert immer ganz genau stimmt, ist dagegen fraglich. Einige Male hatten wir an den gleichen Orten unterschiedliche Werte. Die Abweichungen lagen im Bereich weniger Meter. Das ist egal, wenn man schauen möchte, wie hoch der Berg ist, aber in der norddeutschen Tiefebene macht die Genauigkeit schon einen Unterschied aus.

Laut Apple werden der Barometer-Sensor, das GPS-Signal und der Wi-Fi-Empfang von den Algorithmen herangezogen, um die Höhe zu ermitteln.

Links die neue Series 6, rechts die Series 5: Im Tageslicht ist im Stand-by zu erkennen, dass die Series 6 heller leuchtet.
Links die neue Series 6, rechts die Series 5: Im Tageslicht ist im Stand-by zu erkennen, dass die Series 6 heller leuchtet.

Helleres Always-on-Display

Zu den erfreulichen Verbesserungen der Series 6 zählt das hellere Always-On-Display. Im aktiven Zustand ist es bei 1000 Nits geblieben, die weiterhin als ausreichend angesehen werden können. Im neu eingeführten Standby-Modus, in dem das Display die Helligkeit herunterfährt und die Bildaktualisierungsrate deutlich senkt, um ständig die Uhrzeit anzeigen zu können, ohne den Akku zu schnell zu verbrauchen, wird es jetzt aber heller. Das geschieht aber auch nur bei Bedarf. Im Indoor-Test haben wir keinen Unterschied zwischen Series 5 und 6 ausmachen können, draußen im Tageslicht allerdings dagegen schon. Das Display leuchtet im Always-On nun mit bis zu 500 Nits statt bislang 200. Über diese Funktion wird man sich spätestens im nächsten Sommer freuen.

Im Kleingedruckten fanden wir außerdem eine weitere praktische Neuerung: Die Apple Watch Series 6 erlaubt neu auch Zugriff auf Benachrichtigungen und Kontrollcenter, ohne dafür den Arm heben zu müssen und den aktiven Zustand zu aktivieren.

Akku hält länger durch

Beim Akku verspricht Apple längere Laufzeiten bei bestimmten Anwendungen wie Workouts oder Musikhören. Die Gesamtlaufzeit hat sich hingegen nicht verlängert. Einen langen Tag hält die Uhr locker durch, dann muss sie aber ans Ladekabel.

Dort geht es jetzt aber rascher als vorher: Zwischen 33 und 40 Prozent lädt die Uhr jetzt schneller. Dies ist vor allem für Nutzer von Bedeutung, die das in watchOS 7 eingeführte Schlaftracking verwenden und die Apple Watch rund um die Uhr tragen. Eine volle Ladung ist in 1,5 Stunden möglich.

Wir haben die Series 6 in der neuen Aluminium Blau-Variante getestet (44mm, Cellular & GPS)
Wir haben die Series 6 in der neuen Aluminium Blau-Variante getestet (44mm, Cellular & GPS)

Neue Farben

Sichtbarste Neuerung beim ansonsten gleich gebliebenen Aussehen sind die neuen Farben. Die Aluminium-Variante hat den Farbton Blau spendiert bekommen, der recht dunkel und elegant ausfällt. Product Red sticht dagegen deutlicher ins Auge, aber man sollte bedenken, ob auch wirklich jedes Armband, das man besitzt, dazu passt. Auch die Edelstahl-Farben wurden überarbeitet. Graphit hat Space Grau ersetzt, der neue Gold-Farbton geht eher ins Gelbliche. Außerdem gibt es weiterhin Titan-Varianten der Apple Watch. Das Keramik-Gehäuse fand keine Fortsetzung.

Varianten

Neben dem Material (Alu, Edelstahl, Titan) müssen sich Käufer zwischen zwei Größen entscheiden: Die 40mm-Variante (ab 418 Euro) sieht vor allem am schmaleren Arm sehr schick aus, die 44mm-Variante (ab 447 Euro) ist dagegen ein Statement. 

Außerdem gibt es bei jedem Modell die 100 Euro teureren Cellular-Varianten mit LTE-Mobilfunk. Diese machen einen unterwegs unabhängig vom iPhone. Ganz ohne das iPhone geht es aber weiterhin nicht.

watchOS 7 

Ein eigenes Kapitel verdient das Thema Software. Die Neuerungen in watchOS 7 haben wir in einem Video zusammengefasst.

Ein Überblick über die neuen Funktionen in watchOS 7
Und das sind die neuen Zifferblätter in watchOS 7

Neu ist auch die Familienkonfiguration, mit der Apple Watches für Familienmitglieder eingerichtet werden können, ohne dass diese ein eigenes iPhone besitzen müssen. Apple geht damit einen weiteren – kleinen – Schritt in Richtung Autarkie der Apple Watch.

Fazit

Die Apple Watch Series 6 ist die dritte Generation des Series 4-Designs, folglich also keine Uhr, die alles Vorherige in den Schatten stellt. Aber Apple baut seinen Vorsprung weiter aus. Die Fähigkeiten werden immer zahlreicher und wer jetzt ganz neu einsteigt, macht nichts falsch, denn nach heutigem Ermessen lässt die Apple Watch nichts Entscheidendes vermissen. Es ist überaus bemerkenswert, welche Entwicklung die Apple Watch binnen von nurfünf Jahren genommen hat. Vor allem die Chipingenieure haben Höchstleistungen abgeliefert.

Für Käufer, die von früheren Modellen kommen, ist die Entscheidung abgestufter zu sehen:

Besitzer der Series 3 oder früherer Modelle machen einen gewaltigen Sprung. Sie bekommen zwei zusätzliche Gesundheitssensoren, das jetzt noch weiter verbesserte Always-On-Display und das größere Display mit dem moderneren Design. Der Gegenwert für den Einkaufspreis ist für diese Nutzer immens. Wer bis hierher gewartet hat, fährt jetzt bei einem Kauf die Ernte ein.

Anders bei den späteren Modellen: Series 4-Besitzer, die Always On haben möchten, aber bei der Series 5 gezögert haben, werden jetzt mit der verbesserten Variante belohnt. Der Zwei-Jahres-Schritt sorgt für spürbare Verbesserungen, diese hängen aber von der individuellen Wertschätzung für die jeweilige Funktion ab.

Wer eine Series 5 besitzt und nicht eines der Features oder eine neue Farbe unbedingt haben möchte, kann die Uhr getrost weiter verwenden. Es gibt keinen Grund, sich wegen des Kaufes der Series 5 zu grämen.

Einmal mehr zeigt sich: Ein evolutionärer Schritt muss kein schlechter sein. Viva La Evolution.

Der Beitrag Apple Watch Series 6 im Test: Viva La Evolution erschien zuerst auf Apfelfunk.

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