Apfelfunk-Blog Archive - Apfelfunk https://apfelfunk.com Ein Podcast über Apple mit Jean-Claude Frick und Malte Kirchner. Fri, 17 Jun 2022 05:54:48 +0000 de-DE hourly 1 https://wordpress.org/?v=6.0 https://apfelfunk.com/wp-content/uploads/2016/02/cropped-apfelfunk-artwork3-64x64.png Apfelfunk-Blog Archive - Apfelfunk https://apfelfunk.com 32 32 61570645 WWDC 2022: Interview mit Apple über Dev-Themen https://apfelfunk.com/interview-mit-apples-entwicklungstool-chef/ Fri, 17 Jun 2022 05:48:56 +0000 https://apfelfunk.com/?p=19574 Premiere im Apfelfunk: In unserem ersten Interview mit Verantwortlichen von Apple sprechen wir mit Andreas Wendker, Leiter Entwicklertools und -technologien, und mit Wiley Hodges, zuständig für das Produktmarketing Core Technologies und Developer Tools. Es geht unter anderem um neue APIs der WWDC 2022, um plattformübergreifende Apps, die Zukunft von Objective-C und den neuen Anlauf für […]

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Premiere im Apfelfunk: In unserem ersten Interview mit Verantwortlichen von Apple sprechen wir mit Andreas Wendker, Leiter Entwicklertools und -technologien, und mit Wiley Hodges, zuständig für das Produktmarketing Core Technologies und Developer Tools.

Es geht unter anderem um neue APIs der WWDC 2022, um plattformübergreifende Apps, die Zukunft von Objective-C und den neuen Anlauf für App Clips.

HINWEIS: Wir haben das komplette Video mit deutschsprachigen Untertiteln versehen, die über die YouTube-Funktion (CC) eingeschaltet werden können!

Wir sprechen über folgende Themen:

  • 0:00 Begrüßung
  • 3:25 Wie habt Ihr die WWDC 2022 erlebt?
  • 5:17 Wie funktioniert die Live Text API?
  • 6:29 Was sind die Vorteile von Xcode Cloud?
  • 8:45 Wie schwer ist es, eine Mac-App aufs iPad zu bringen?
  • 12:50 Wie unterscheiden sich die Bedürfnisse der Spieleentwickler?
  • 14:52 Wie schwierig ist es, verschiedene Eingabemethoden zu unterstützen?
  • 16:10 Womit gelingt der Einstieg in App-Programmierung leichter?
  • 20:08 Wie lange wird Objective-C noch unterstützt?
  • 23:25 Werden wir künftig häufiger App Clips sehen?
  • 25:55 Wie entscheidet Ihr, welche Funktionen neu eingeführt werden?
  • 28:20 Ändert sich Siri mit den neuen App Intents?
  • 30:30 Was machen die Entwickler mit den neuen Möglichkeiten auf dem iPad?
  • 32:22 Was ist mit DriverKit möglich?
  • 33:27 Was hat sich bei Mac Catalyst verbessert?
  • 34:41 Kommen jetzt die Mac-Apps aufs iPad?
  • 36:47 Was war Euer Favorit dieser WWDC?
  • 37:57 Verabschiedung

Das Interview führen Malte Kirchner (@maltekir), Jean-Claude Frick (@jcfrick) und Rafael Zeier (@RafaelZeier).

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Studio Display im Test: Schönheit hat ihren Preis https://apfelfunk.com/studio-display-im-test-schoenheit-hat-ihren-preis/ Mon, 30 May 2022 07:00:00 +0000 https://apfelfunk.com/?p=19249 Warum kaufen sich Menschen hochpreisige Lautsprecher von Bang & Olufsen, wenn auch Geräte im Kunststoffgehäuse für 100 Euro eine gute Akustik abliefern? Mit Blick auf die Preise, die Apple aufruft – aktuell speziell beim Studio Display -, gibt es meist einen ähnlichen Reflex. Einigen erscheinen sie geradezu unverschämt, andere kämpfen mit sich, bis sie eine […]

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Warum kaufen sich Menschen hochpreisige Lautsprecher von Bang & Olufsen, wenn auch Geräte im Kunststoffgehäuse für 100 Euro eine gute Akustik abliefern? Mit Blick auf die Preise, die Apple aufruft – aktuell speziell beim Studio Display -, gibt es meist einen ähnlichen Reflex. Einigen erscheinen sie geradezu unverschämt, andere kämpfen mit sich, bis sie eine Kaufentscheidung treffen.

Die Geschichte von dem Studio Display und mir beginnt auf ein ähnliche Weise. Ich sah die Präsentation Apples im Livestream. Ich nahm zur Kenntnis, dass die Zeiten eines All-in-one-Computers im 27-Zoll-Format, des großen iMacs, vorbei waren. Und mir wurde klar: Egal welchen Mac – ob ein MacBook Pro, einen Mac Mini oder gar ein Mac Studio – ich künftig einsetze, so würde ich einen externen Bildschirm benötigen.

Apple ist nach knapp einem Jahrzehnt der rein integrierten Bildschirme in den Markt der externen Geräte zurückgekehrt. 2011 verabschiedete sich Apple vom Cinema Display und fortan gab es zwar viele Rufe der Kunden, aber keine Antwort. Dann kam 2019 das Pro Display XDR und die Fachwelt rieb sich ungläubig die Augen: Der 6K-Bildschirm ist zweifellos einzigartig in seiner Ausstattung und genügte höchsten Ansprüchen. Mit einem Preis ab 5500 Euro war aber weit jenseits dessen, was sich ein Consumer-Kunde normalerweise erlauben würde.

Studio Display: Ein Name mit Tradition

Das Studio Display – übrigens ein Name, den Apple zwischen 1998 und 2004 schon einmal für eine Produktlinie einsetze – kommt den Bedürfnissen der „Normalsterblichen“ schon näher. Gleichwohl zuckte ich auch zusammen, als in der Präsentation der Preis aufgerufen wurde: Preise ab 1749 Euro – dafür bekamen wir vor einigen Jahren noch einen ganzen Computer.

Im Grunde ist das Studio Display allerdings auch ein Computer, wenngleich ohne den Mac. Der Bildschirm hat sogar ein eigenes Betriebssystem, das auf iOS basiert, aber bis auf die Grundfunktionen des Displays nicht weiter in Erscheinung tritt. Innen drin steckt der A13-Bionic-Chip. Die Displayeinheit selbst ist technisch im Wesentlichen eine nur leicht verbessere Version des 27-Zoll-Displays (68,29 cm Diagonale), das auch im 2020-er-Modell des großen iMacs steckte, etwa 59 cm breit und 35 cm hoch und mit 5K-Auflösung. Dank seiner Pixeldichte offenbart es auch bei naher Betrachtung für das menschliche Auge keine Bildpunkte – eine Technik, die auch acht Jahre nach dem ersten iMac mit 5K-Display nach wie vor beeindruckt. Weitere technische Daten sind 600 Nits Helligkeit, P3 Wide Color und True Tone – die Anpassung ans Umgebungslicht.

Eine spannende Frage, die uns noch keiner beantworten kann, ist die, warum Apple nicht bereits auf Mini-LED-Technik wie beim aktuellen iPad Pro gesetzt hat. Und wann kommt diese? Das könnte einen zögern lassen, wenngleich solche Detailfragen auch gerne einmal überbewertet werden. Auch HDR und 120 Hertz Bildfrequenz stehen bei einigen weiterhin auf der Wunschliste. Gemessen an den heutigen Möglichkeiten, erfüllt das Studio Display hohe, aber nicht die höchsten Ansprüche. Aber machen wir uns nichts vor: Mit all diesen Möglichkeiten wäre er wahrscheinlich auch noch teurer geworden.

Lautsprecher & Mikros: Starke Beigaben

Interessant ist für den Nutzer, was das Studio Display sonst noch kann: Da ist ein 6-Lautsprechersystem zu nennen, das sehr gut klingt und auch ordentlich Wumms (Bass) hat. Apple spricht von drei Mikrofonen in Studioqualität, die natürlich niemals mein Studiomikrofon (Shure SM7B) ersetzen können, aber für Videokonferenzen exzellent genug klingen, dass Freisprechen in Videokonferenzen möglich ist. Und es gibt vier USB-C-Anschlüsse auf der Rückseite, so dass der weggenommene Anschluss am Mac mehr als kompensiert wird. Mehr noch: Einer der Anschlüsse ist ein Thunderbolt-3-Anschluss, der ein MacBook mit bis zu 96 Watt laden kann. Im Rahmen steckt auch noch eine 12-Megapixel-Kamera, über die wir dringend sprechen müssen.

Kraftvoll: Auf der Rückseite des Displays gibt es vier USB-C-Anschlüsse, einer davon mit Thunderbolt, um mit maximal 96 Watt ein MacBook zu laden.

Das Studio Display gibt es mit drei Standfuß-Varianten: Dem neigungsverstellbaren Grundmodell für 1749 Euro, einem mit höhenverstellbaren Gelenk für 2209 Euro und mit VESA Mount Adapter für 1749 Euro, wobei hier unerklärlich bleibt, warum das Weglassen genauso viel Geld kostet wie das Grundmodell. Die Entscheidung gilt übrigens für die Lebenszeit des Studio Displays. Ein später Umbau ist nicht möglich. Für weitere 200 Euro Aufpreis gibt es den Bildschirm mit Nanotexturglas, das unempfindlicher gegen Lichtreflexionen ist.

Doch genügt all das, um sich die hohe Investition von je nach Ausstattung über 2000 Euro schön zu reden? Ich hatte das Studio Display mit Standardglas und neigungs- und höhenverstellbarem Standfuß (2209 Euro) mehrere Wochen lang im Test.

Ein Fest für den Ästheten

Warum man diesem Luxus doch erliegen kann, wurde gleich beim Auspacken deutlich: Apple hat einen raffiniert gefalteten Karton entwickelt, der das Display – eine Art überdimensionales iPad – und den mächtigen, von klaren Kurven und Kanten gekennzeichneten Metallstandfuß langsam preisgibt. Die stoffummantelten Kabel tragen ihr Übriges zum Look&Feel bei. Auch das Gelenk für die Höhenverstellung begeistert ab Minute 1 mit seiner butterweichen Bewegung. Es ist ein Fest für den Ästheten: Man kann sich rational noch so sehr dagegen sträuben, dass Apple hier im wesentlichen bekannte und teils früher schon verkaufte Technik verbaut, doch die Liebe zum Detail und der Eindruck machen vieles wett. Es fühlt sich einfach gut an.

Edel: Das Stromkabel ist stoffummantelt. Ebenso das Lightningkabel.
Edel: Das Stromkabel ist stoffummantelt. Ebenso das Lightningkabel.

Der Monitor, der keinen Einschaltknopf hat, ist schnell installiert: Aufstellen, das mitgelieferte 1 Meter lange Thunderbolt-Kabel anschließen, schon ist er bereit. Das Stromkabel ist fest verbaut, was einigen ebenso wie die Länge des Anschlusskabels nicht zusagt. Das eingebaute Stromkabel hat im Reparaturfall zur Folge, dass ein Kabelschaden genügt, damit das ganze Display eingeschickt werden muss. Und die Länge des Thunderbolt-Kabels bedingt, dass der zugehörige Computer nicht all zu weit weg stehen darf. Da ich beim iMac niemals das Kabel nach dem Aufstellen angerührt habe oder Schäden daran hatte, ist mir das egal. Wer schon einen 5K-iMac besaß, findet hier die gewohnte starke Displayqualität vor – aber eben auch nicht mehr. Für jene, die vorher nur einen 4K-Bildschirm oder gar ein Display mit weniger Auflösung besessen haben, ist der Sprung zu 5K deutlich größer. Wer seinen All-in-One-Computer von Apple ersetzt, der muss zumindest nicht Qualität einbüßen. Und durch die schlankeren Formen und den Verzicht auf das iMac-Kinn, ist das Display zumindest äußerlich auch eine Verbesserung für frühere iMac-Besitzer.

Höhenverstellbarkeit: Das 1.-Klasse-Ticket

Die Höhenverstellbarkeit, die mit einem ordentlichen Aufpreis einhergeht, ist ein Feature, das man nicht so leicht abtun sollte bei der Bestellung. Gerade für Bildschirmarbeiter im Homeoffice ist es wie das 1.-Klasse-Ticket für den Zug. Ja, es lässt sich natürlich auch 2. Klasse vortrefflich reisen. Aber mein Rücken wird es mir auf Strecke danken, die Höhenverstellbarkeit zu haben, die im Vergleich zum Podcast mit einer gewissen Flexibilität daherkommt. Trotzdem ist der Aufpreis enorm, gemessen an der Mehrleistung, die einem geboten wird.

Großer Karton: Das Studio Display hat die Dimensionen des alten iMac 27 Zoll - unverpackt und verpackt.
Großer Karton: Das Studio Display hat die Dimensionen des alten iMac 27 Zoll – unverpackt und verpackt.

Was mich im Test neben der Ästhetik am meisten begeistert hat, aber vielleicht auch meiner Setup-Situation im Speziellen geschuldet ist, ist, wie viel das Studio Display in sich vereint. Ich brauche keine zusätzliche Steckdose für das Netzteil meines MacBook Pros, sondern schließe es einfach ans Display an. Überhaupt kann ich das Netzteil für Reisen in der Tasche lassen und muss es nicht jeweils hinter meinem Schreibtisch auf- und abbauen. Zusätzliche, den Schreibtisch verstopfende Lautsprecher, kann ich mir ebenfalls sparen, denn die eingebauten im Display sind exzellent. Und ein USB-C-Hub steckt auch drin. Das Studio Display ist im Nebenjob auch eine Docking Station.

Weiche Linien, blasse Farben: Die Bildqualität der Webcam geht in Ordnung - begeistert aber nicht.
Weiche Linien, blasse Farben: Die Bildqualität der Webcam geht in Ordnung – begeistert aber nicht.

Ja, sogar eine Webcam bringt es mit. Diese hat in den Reviews fast die meiste Aufmerksamkeit bekommen, obwohl sie das unspektakulärste Bauteil ist. Aber genau das regt auf: Wie kann Apple eine Kamera einbauen, die nicht höchsten Ansprüchen genügt? Das mit 12 Megapixel aufgelöste Bild der Webcam ist gut genug für Zoom- oder FaceTime-Konferenzen. Aber es ist in keiner Weise sonderlich beeindruckend. Selbst in guten Lichtsituationen gibt es ein leichtes Rauschen, das Ergebnis wirkt zweidimensional und die Farben sind blass. Und Center-Stage, die virtuelle Kamera, die einem folgt, ist zwar nützlich, zentriert einen aber nach wie vor so merkwürdig im Bild, dass viel zu viel Luft über einem ist. Hier wäre eine Einstellfunktion hilfreich. Aber die Webcam ist dezent: Sie tritt nur durch den grünen Punkt im Displayrahmen in Erscheinung, der bei Aktivierung leuchtet. Sie wird vielen genügen, aber sie empört in diesem Setting der Extravaganz durch ihre Banalität. Ihre Normalität ist geradezu verstörend.

Wer ein Setup zuhause hat, wo verschiedene Computer angeschlossen werden sollen – etwa ein berufliches und ein privates Gerät wie in meinem Fall – findet keinen Umschalter in dem Gerät vor. Ich empfand dies erst als Nachteil, weil mein 4K-Display von Samsung, das ich als Zweitmonitor besitze, per Schalter sogar zwischen drei Quellen switchen kann. Das allerdings in punkto Schnelligkeit und Usability mehr schlecht als recht. So bleibt einem das Kabeleinstecken hinter den Geräten zwar erspart. Doch das Verbinden mit dem Thunderbolt-Kabel des Studio Displays führt zeitlich zu schnelleren Ergebnissen. Deshalb bin ich am Ende unentschieden, was besser und was schlechter ist.

Fazit: Kaufen oder nicht kaufen?

Am Ende eines jeden Produkttests ist für mich immer das Bauchgefühl ein wichtiger Indikator für meine anschließende Bewertung. Gebe ich das Gerät gerne zurück? Oder wird es mir fehlen? Im Falle des Studio Displays sind meine Gedanken, es bei einem günstigeren 4K-Display zu belassen, stark ins Wanken geraten. Der Preis ist mir gefühlt immer noch zu hoch, auch wenn in der 5K-Liga keine wirklich preisgünstigeren Alternativen zu finden sind. Der Punkt, der mich überlegen lässt, das Studio Display zu kaufen, ist rein von Komfortwünschen geprägt: Ich verbringe einen Großteil der Woche vor diesem Bildschirm – warum gönne ich mir nicht die bestaussehende und praktische Variante? Warum kaufen sich Menschen Lautsprecher von Bang & Olufsen? Weil sie es können. Und weil sie es mögen. Schönheit hat ihren Preis.

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Tag der Erde: Drei Apps zum Thema Nachhaltigkeit https://apfelfunk.com/tag-der-erde-drei-apps-zum-thema-nachhaltigkeit/ https://apfelfunk.com/tag-der-erde-drei-apps-zum-thema-nachhaltigkeit/#respond Fri, 22 Apr 2022 05:00:00 +0000 https://apfelfunk.com/?p=18774 Am 22. April ist der Tag der Erde. Der Aktionstag wurde im Jahr 1970 eingeführt. Dadurch soll die Wertschätzung für die Umwelt gestärkt und dazu angeregt werden, das eigene Konsumverhalten zu überdenken. Auch Apple greift den Tag der Erde mit einem Feature im App Store auf. Der Konzern richtet sich damit an die 1,5 Milliarden […]

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Am 22. April ist der Tag der Erde. Der Aktionstag wurde im Jahr 1970 eingeführt. Dadurch soll die Wertschätzung für die Umwelt gestärkt und dazu angeregt werden, das eigene Konsumverhalten zu überdenken.

Auch Apple greift den Tag der Erde mit einem Feature im App Store auf. Der Konzern richtet sich damit an die 1,5 Milliarden potenziellen Kunden, die in 175 Ländern Zugriff auf das digitale Angebot haben. In diesem Blogpost stellen wir drei Apps aus dem deutschsprachigen Europa vor, die das Thema Nachhaltigkeit aufgreifen.

Klima

Errechnet den CO2-Fußabdruck und bietet die Möglichkeit, die Emissionen auszugleichen: Die App Klima von Climate Labs aus Berlin.

Mit der App Klima (App Store Link) von Climate Labs in Berlin lässt sich der eigene CO2-Fußabdruck berechnen, reduzieren und ausgleichen. Klima startete im Dezember 2020.

Die Berechnung, wie viel Kohlendioxid ausgestoßen wird, dauert etwa zwei Minuten. Wer möchte, kann diese Emissionen mit Hilfe laut App-Entwickler wissenschaftlich geprüfter Klimaschutzprojekte ausgleichen. Die App soll aber auch dazu beitragen, den eigenen Fußabdruck nachhaltig zu reduzieren. Dazu bietet sie Klimawissen, personalierte Tipps und begleitet Nutzer dabei, Meilensteine zu erreichen.

Das Team um die Klima-Gründer Markus Gilles, Jonas Branau und Andreas Pursian-Ehrlich wurde bereits drei Mal mit dem App of the Year Award von Apple ausgezeichnet. Das Social Startup aus Berlin hat 28 Mitarbeiter in 14 Ländern.

Die Klima Community hat bereits über 70.000 Tonnen CO2 neutralisiert, das entspricht etwa 300 Millionen Kilometer Autofahrt in einem durchschnittlichen Benziner. Ziel ist es innerhalb der nächsten 5 Jahre 20 Millionen Tonnen CO2 einzusparen.

Letsact

Die App Letsact bringt Freiwillige und Angebote für Freiwilligenarbeit zusammen.

Letsact (App Store Link) ist eine Community-Plattform, über die man zusammen mit seinem Netzwerk Freiwilligenarbeit leistet oder für einen guten Zweck spendet. Ludwig Petersen (22) und Paul Bäumler (23) haben Letsact 2018 in München gestartet, um Menschen einfachen Zugang zu freiwillig-sozialen Projekten zu geben.

Dabei kann jede Person selbst entscheide, wie oft, wie lange und wofür sie sich engagiert und ob sie den sozialen Impact zeitlich oder geldlich leisten möchte. Mittlerweile engagieren sich nicht nur Privatpersonen und gemeinnützige Vereine, sondern auch Unternehmen und ihre Mitarbeiter.

Zitat von Ludwig Petersen, Gründer und CEO, Letsact
„Letsact ist aus der Idee entstanden, es Menschen einfach zu machen Gutes zu tun“, sagt Ludwig Petersen. Medien nannten die App auch das „Tinder fürs Ehrenamt“. 2020 nahmen die Entwickler an der TV-Sendung „Die Höhle der Löwen“ teil. Ein Jahr später wurde Letsact gemeinnützig. Ein Verein betreibt seither die App.

2000 Organisationen nutzen die Plattform. Insgesamt kamen bislang mehr als drei Millionen Freiwilligen-Stunden zusammen.

Gibbon

„Gibbon: Beyond the Trees“ (App Store Link, Apple Arcade Abo notwendig) von Broken Rules entstand in Wien (Österreich) und ist ein ökologisches Abenteuer. Das Apple Arcade-Spiel befasst sich mit akuten Umweltthemen, darunter Abholzung, Wilderei und Klimawandel und wurde unter Beratung verschiedenen Umwelt-NGOs und lokaler Organisationen entwickelt.

Gibbon spielt in Südostasien. Doch die behandelten Themen sind weltweit relevant und Gibbons Geschichte endet mit einer hoffnungsvollen Botschaft und dem Aufruf zur Unterstützung von Nichtregierungsorganisationen, die sich für die Rettung der Regenwälder und der Wildtiere der Welt einsetzen. Felix Bohatsch, CEO und Game Director bei Broken Rules hofft, dass sein Spiel die Spieler zum Handeln anregt.

„Ohne die Unterstützung des App Store Teams hätten wir nicht so viele und diverse Spielerinnen und Spieler erreicht“, erzählt Felix mit Blick auf einen vorherigen Spieletitel. „Nach dieser erfolgreichen Zusammenarbeit haben wir unser neues Spiel Gibbon: Beyond the Trees zu allererst für Apple Arcade entwickelt.“

Das Spiel ist seit dem 25. Februar 2022 ist dem Spiele-Abo-Dienst verfügbar. Broken Rules wurde im April 2009 gegründet und besteht mittlerweile aus sechs Leuten.

Das macht Apple selbst

Auch über den Tag der Erde hinaus bleibt Nachhaltigkeit ein Thema. Apple ist seit April 2020 CO2 neutral und will dies bis 2030 auch für jedes seiner Produkte erreichen; In 12 Jahren hat Apple den durchschnittlichen Energieverbrauch der Produkte nach eigenen Angaben um mehr als 70 Prozent reduziert; 2,6 Millionen Tonnen weniger Rohmaterialien wurden durch den Einsatz von recycelten Materialien im iPhone 13 abgebaut.

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App Store Jahrescharts 2021: App an die Spitze https://apfelfunk.com/app-store-jahrescharts-2021-app-an-die-spitze/ Thu, 02 Dec 2021 08:01:00 +0000 https://apfelfunk.com/?p=17902 Zum Jahresende veröffentlicht Apple die Charts der meistgeladenen und meistgekauften Apps im App Store. Außerdem werfen wir einen Blick auf die beliebtesten Games, die Trends in Apple Arcade und die Gewinner der App Store Awards. iPhone Die Entwicklung der Corona-Pandemie spiegelt sich auch in den Charts des App Stores wider. Standen beim iPhone im Jahr […]

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Zum Jahresende veröffentlicht Apple die Charts der meistgeladenen und meistgekauften Apps im App Store. Außerdem werfen wir einen Blick auf die beliebtesten Games, die Trends in Apple Arcade und die Gewinner der App Store Awards.

iPhone

Die Entwicklung der Corona-Pandemie spiegelt sich auch in den Charts des App Stores wider. Standen beim iPhone im Jahr 2020 die Corona-Warn-App zur Kontaktverfolgung und Luca zur Dokumentation hoch im Kurs, gibt es dieses Jahr einen neuen Favoriten: CovPass – die App zum Hinterlegen des Impfzertifikates. Klassiker wie der Blitzerwarner Blitzer.de PRO, die Wetter-App WeatherPro und der Messenger Threema halten indessen die Stellung.

iPhone Apps – meistgekauft

  1. Blitzer.de PRO
  2. Threema
  3. Oje, ich wachse
  4. Food With Love
  5. Forest – Bleib fokussiert
  6. AutoSleep Schlaftracker
  7. WeatherPro
  8. GoodNotes 5
  9. TouchRetouch
  10. ADAC Camping / Stellplatz 2021

iPhone Apps – meistgeladen

  1. CovPass
  2. luca app
  3. WhatsApp Messenger
  4. Corona-Warn-App
  5. Instagram
  6. YouTube
  7. Vinted – Second Hand verkaufen
  8. Google Maps – Transit & Essen
  9. PayPal
  10. TikTok: Videos, Lives & Musik

iPad

Auf dem iPad punktet Priorität – speziell bei den Verkäufen. Die Notizen-Apps GoodNotes und Notabilty belegen Spitzenplätze, ebenso die Grafikprogramme von Affinity. Bei den meistgeladenen Apps lassen sich zwei Trendsetter erkennen: Videostreaming-Apps und Videokonferenz-Software.

iPad Apps – meistgekauft

  1. GoodNotes 5
  2. Procreate
  3. Notability
  4. Affinity Photo
  5. Duet Display
  6. AnkiMobile Flashcards
  7. Atlas der Humananatomie 2021
  8. Affinity Designer
  9. Messaging for WhatsApp on iPad
  10. MyScript Calculator

iPad Apps – meistgeladen

  1. ZOOM Cloud Meetings
  2. Microsoft Teams
  3. Netflix
  4. YouTube
  5. Microsoft Word
  6. Amazon Prime Video
  7. Microsoft PowerPoint
  8. Disney+
  9. Google Chrome
  10. Spotify – Musik und Playlists

App Store Award

Ein sehr buntes Feld bei Apples Auszeichnungen. Während auf dem iPhone eine Kinder-App punktete, begeisterte die Videoschnitt-App LumaFusion auf dem iPad die Juroren. Die Orga-App Craft auf dem Mac ist dagegen eher noch ein Geheimtipp und erinnert an Notion.

Spiele

Ein schneller Blick auf die Spiele. Klassiker wie Minecraft dürfen nicht fehlen. Erstaunlich gut läuft weiterhin die Pandemie-Simulation Plague Inc.

iPhone Spiele – meistgekauft

  1. Minecraft
  2. Bloons TD 6
  3. Plague Inc.
  4. Monopoly
  5. MontanaBlack Kylo’s Befreiung
  6. Mein Kind Lebensborn
  7. Pou
  8. Geometry Dash
  9. Football Manager 2021 Mobile
  10. Hitman Sniper

iPhone Spiele – meistgeladen

  1. Among Us!
  2. Project Makeover
  3. New QuizDuel
  4. Subway Surfers
  5. Water Sort Puzzle
  6. Roblox
  7. Clash Royale
  8. Count Masters: Lauf-Spiele 3D
  9. Mario Kart Tour
  10. Homescapes

iPad Spiele – meistgekauft

  1. Minecraft
  2. Monopoly
  3. Bloons TD 6
  4. Plague Inc.
  5. Stardew Valley
  6. Mein Kind Lebensborn
  7. DAS SPIEL DES LEBENS 2
  8. Farming Simulator 20
  9. HORSE CLUB Pferde-Abenteuer
  10. The Room

iPad Spiele – meistgeladen

  1. Among Us!
  2. Roblox
  3. Hay Day
  4. Project Makeover
  5. Mario Kart Tour
  6. Bus Simulator : Ultimate
  7. Subway Surfers
  8. Brawl Stars
  9. Happy Color® Malen nach Zahlen
  10. Homescapes

App Store Award Games

Apple Arcade

Im Spiele-Flatrate-Dienst Apple Arcade setzte sich der Sega-Hit Sonic Racing an die Spitze. Mini Motorways begeistert auch nach Jahren. Und Apple hat einen Coup gelandet, Titel wie Cut The Rope und Angry Birds zu Arcade zu holen.

  1. Sonic Racing
  2. Mini Motorways
  3. Cut the Rope Remastered
  4. Burgerjagd
  5. Skate City
  6. Oceanhorn 2
  7. Angry Birds Reloaded
  8. Outlanders
  9. NBA 2K21 Arcade Edition
  10. PAC-MAN Party Royale

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Apple Watch Series 7 im Test: Kleines Update, große Wirkung https://apfelfunk.com/apple-watch-series-7-im-test-kleines-update-grosse-wirkung/ Sat, 30 Oct 2021 20:39:39 +0000 https://apfelfunk.com/?p=17727 Nicht viel Neues, aber das hat es in sich: Warum die Apple Watch Series 7 nicht klein geredet werden sollte. Ein Test. Auf den ersten Blick war sie nicht das Highlight des Online-Events im September: Die neue Apple Watch Series 7 wirkte während ihrer Vorstellung zuerst wie eines der kleineren Updates der digitalen Uhr. Das […]

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Nicht viel Neues, aber das hat es in sich: Warum die Apple Watch Series 7 nicht klein geredet werden sollte. Ein Test.

Auf den ersten Blick war sie nicht das Highlight des Online-Events im September: Die neue Apple Watch Series 7 wirkte während ihrer Vorstellung zuerst wie eines der kleineren Updates der digitalen Uhr.

Das lag keineswegs nur daran, weil der in der Gerüchteküche sicher geglaubte Designwechsel zu klaren Kanten wie beim iPhone und iPad nicht kam. Vielmehr ließ die Liste der Neuigkeiten auf den ersten Blick an Tiefe vermissen: Kein neuer Gesundheitssensor, kein signifikant schnellerer Prozessor und dann sollte das Ganze auch noch zu einem unbestimmten Zeitpunkt im Herbst erscheinen – manch einer erwartete da mehr.

Große Überraschung

Nun ist die neue Apple Watch da. Viele müssen allerdings auf ihr bestelltes Modell noch einige Zeit warten – die Lieferzeiten waren schnell hoch geschnellt. Wir hatten bereits Gelegenheit, die neue Version der digitalen Uhr zu testen. Und wir müssen feststellen: Wir haben uns bei unserem ersten Eindruck getäuscht.

Links die Apple Watch Series 7, rechts die Series 6 - der dünnere Rahmen fällt gleich ins Auge.
Links die Apple Watch Series 7, rechts die Series 6 – der dünnere Rahmen fällt gleich ins Auge.

Edition Display

Bei der Series 7 dreht sich bis auf Kleinigkeiten alles nur um eines, aber das ist das Herzstück der Uhr: Der Bildschirm. Der ist um ein paar Millimeter gewachsen, was erstmal herrlich unspektakulär klingt. Doch wenige Millimeter am Arm sind – das wissen wir schon seit dem ersten großen Designwechsel zwischen der Series 3 und der Series 4 vor drei Jahren – mitunter Welten. So auch bei der Series 7. Gegenüber dem Vorgängermodell ist der Bildschirm um 20 Prozent gewachsen. Wer von der Series 3 oder früher kommt, darf sich sogar über 50 Prozent mehr freuen.

Dieses Mehr an Fläche bemerkt man ab Minute 1 auch deutlich im Alltag: Wer Benachrichtigungen bekommt oder Texte lesen will, stellt fest, dass nun mehr Text auf einmal angezeigt werden kann. Folglich muss der Nutzer weniger mit der digitalen Krone scrollen. Es ist aber nicht nur die Tatsache, dass der Bildschirm gewachsen ist, die erfreut, sondern auch das Wie: Denn im direkten Vergleich mit den Vorgängern fällt auf, dass Apple für die Vergrößerung das Gehäuse nur um einen Millimeter vergrößert hat Das Mehr an Platz resultiert zugleich aus einer Verkleinerung des schwarzen Rahmens (minus 40 Prozent). Der Bildschirm geht also noch mehr in die Ecken. Und das jetzt so weit, dass er schon in den abgerundeten Bereich hineinreicht, was sehr ansprechend aussieht. Apple macht einem dies mit zwei neuen exklusiven Zifferblättern (Porträt, Contour) schmackhaft, die den Platz voll ausnutzen.

Always-on im Vergleich: Links die Series 7, die heller ist, und rechts die Series 6.
Always-on im Vergleich: Links die Series 7, die heller ist, und rechts die Series 6.

Helleres Always-on

Die Vergrößerung hat aber auch funktionell positive Auswirkungen: Wer morgens seinen Passcode zum Entsperren eintippt, hat dadurch größere Buttons auf dem Bildschirm. Apple hat seine Benutzeroberflächen zudem überarbeitet. Größere Überschriften, größere Buttons und Änderungen in der Typografie geben dieser Uhr eine spürbar andere Note. Sie wirkt zwar hochgradig vertraut, aber doch eben anders. Dazu passt schön, dass die Series 7 nun im passiven Always-on-Modus, wenn der Bildschirm gedimmt wird, bis zu 70 Prozent heller leuchtet und damit besser ablesbar ist. Auch das ist im Vergleich zur Series 6 deutlich sichtbar und eine angenehme Verbesserung.

Die Größte im Sortiment

In der Folge hebt die Series 7 sich jetzt deutlich von den anderen beiden Modellen ab, die Apple weiterhin verkauft: Das Mittelklasse-Modell mit einigen Abstrichen, die Apple Watch SE, bleibt in der Größenkategorie der Series 4 bis 6. Der günstigste Einstieg, die Series 3, sieht inzwischen geradezu nach Steinzeit aus. Aber der Nutzer hat die Wahl und Geschmäcker bzw. Geldbeutel sind bekanntlich verschieden.

Hinten nichts Neues: Neue Gesundheitssensoren hat die Series 7 nicht bekommen.
Hinten nichts Neues: Neue Gesundheitssensoren hat die Series 7 nicht bekommen.

Das ist außerdem neu

Jenseits des Bildschirms sind die Verbesserungen zum Vorgängermodell allerdings tatsächlich überschaubar: Das Bildschirmglas soll jetzt beständiger sein und ist erstmals nach IP6X staubgeschützt. Vor allem Sportler dürfte das freuen. Mancher hatte schon mit Glasbruch zu kämpfen. Und die Uhr kann bis zu 33 Prozent schneller geladen werden. Dafür braucht es das neue USB-C-Kabel, das der Packung beiliegt.

Für wen sich die Uhr lohnt

Für Bildschirmliebhaber ist die Series 7 ein großes Update, für alle anderen kein zwingendes. Auch die Vorgängermodelle haben schon die Raffinessen wie EKG, Blutsauerstoffmessung und Pulsmesser, Telefonie, Apps, Bezahlfunktion, Fitness, Schlaftracking und einiges mehr.

Die Apple Watch Series 7 gibt es in verschiedenen Farben sowie wahlweise in Aluminium, Edelstahl und Titan. Die Preise beginnen bei 429 bzw. 479 Euro. Es gibt zwei Größenausführungen (41 und 45 Millimeter), Sondereditionen von Nike und Hermès. Und natürlich unzählige wechselbare Armbänder.


Hörtipp: Über die neue Apple Watch Series 7 sprechen wir im Apfelfunk Podcast ausführlich (Folge 299).

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iPad Mini im Test: Das Kleine – ganz groß https://apfelfunk.com/ipad-mini-im-test-das-kleine-ganz-gross/ Sun, 17 Oct 2021 14:54:25 +0000 https://apfelfunk.com/?p=17632 Apple hat das iPad Mini im Jahr 2021 runderneuert. Größerer Bildschirm, A15-Chip, USB-C, Touch ID im Powerbutton und mehr sind Kaufanreize. Wir haben das neue Modell getestet. Mit größeren Bildschirmen bei ansonsten gleicher Gerätegröße ist es wie mit Preisrabatten: Wer soll etwas dagegen haben? Im Falle des iPad mini von Apple, das jetzt mit schmaleren […]

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Apple hat das iPad Mini im Jahr 2021 runderneuert. Größerer Bildschirm, A15-Chip, USB-C, Touch ID im Powerbutton und mehr sind Kaufanreize. Wir haben das neue Modell getestet.

Mit größeren Bildschirmen bei ansonsten gleicher Gerätegröße ist es wie mit Preisrabatten: Wer soll etwas dagegen haben? Im Falle des iPad mini von Apple, das jetzt mit schmaleren Rändern und mehr Displayfläche runderneuert erschienen ist, darf der nun 8,3 statt 7,9 Zoll große Bildschirm aber als besonders erfreulich bezeichnet werden. Schließlich fallen bei so einem kleinen Format Vergrößerungen deutlich mehr ins Gewicht als bei größeren Geräten.

Dass das Mini überhaupt eine Renaissance erlebt, galt überdies keineswegs als ausgemacht. Vor neun Jahren, im November 2011, erschien das erste iPad mini. Nach Jahresschritten bis zur vierten Generation im Jahre 2015 war plötzlich erst einmal für vier Jahre Schluss mit. In den folgenden Jahren flogen bereits die virtuellen Aasgeier über dem kleinen, in die Jahre gekommenen Tablet. Die ersten Nachrufe waren längst geschrieben, bis Apple im März 2019 auf einmal den Nutzerliebling wieder auffrischte.

iPad Mini von vorne
Liegt gut in der Hand: Das neue iPad mini.

Design mit Zukunft

Die jetzt veröffentlichte sechste Generation (Preis: ab 549 Euro), die wir einige Wochen lang testen konnten, ist jedoch ein ganz anderes Kaliber und ein deutliches Bekenntnis zur Zukunft des Mini-Tablets. Sie ähnelt äußerlich dem kantigen Design des iPad Air und der Pro-Linie mit dem glatten Stahlrahmen. Anders als bei den Pro-Geräten, aber wie beim Air, wird es mit der Touch-ID-Fingerabdruckerkennung gesichert. Diese sitzt oben rechts im Einschaltknopf. Und das neue iPad mini hat unten einen USB-C-Anschluss. So hat künftig also nur noch das günstigste iPad den Apple-eigenen Lightning-Anschluss.

USB-C Anschluss des iPad mini
Neuer Anschluss: USB-C statt Lightning.

Beste Ausstattung

Sehr zeitgemäß ist auch die weitere Ausstattung: Der neueste A15-Prozessor, der aus dem iPhone 13 bekannt ist, 5G-Mobilfunk (gegen Aufpreis) und 12 Megapixel-Kameras vorne und hinten verleihen dem neuen Mini fast schon Pro-Charakter. Dank Center Stage gibt es auch die virtuelle Kameraführung bei Videokonferenzen, bei der einem die Kamera scheinbar folgt. Durch die glatten Kanten lässt sich nun als Stift der Apple Pencil der 2. Generation magnetisch andocken.

Das LCD-Display entspricht in Farbraum und mit seiner Anpassung an das Umgebungslicht dem üblichen hohen Standard bei Apple. Anfängliche Aufgeregtheiten im Netz über unterschiedlich schnell aufbauende Halbbilder konnten wir im Test nicht als störend nachvollziehen.

Touch ID im Power Button
Das iPad Mini hat wie das iPad Air einen Touch ID Sensor im Power Button eingebaut.

Noch zeitgemäß?

Doch ist so ein kleiner Bildschirm heute überhaupt noch zeitgemäß? Tatsächlich ist das iPad mini mit seinem 8,3-Zoll-Display und wahlweise 64 oder 256 GB Speicher gar nicht so viel größer als das größte iPhone 13 Pro Max mit 6,7 Zoll. Aber um den Markt für das Mini zu sehen, darf nicht nur auf die Größe geblickt werden: Das größte iPhone kostet nämlich mindestens 1249 Euro, das iPad Mini ist ab 549 Euro erhältlich. Wer dieses Format nur für das Lesen von E-Books, zum Internetsurfen oder Mails schreiben haben möchte, aber nicht unbedingt Telefonie benötigt, greift preislich lieber zum kleinsten Tablet statt zum größten Smartphone.

Die Rückseite
Die Rückseite mit der 12 Megapixel Kamera.

In der Praxis

Und noch etwas zeichnet ein Tablet im Vergleich zum Smartphone aus: Das andere Seitenverhältnis. Smartphones sind eher schmaler angelegt. Das iPad mini macht sich mit dem Pencil auch gut als kleines digitales Notizbuch. Es lädt dazu ein, sich Serien und Filme darauf anzuschauen oder Texte zu lesen.

Woran man sich in der Praxis reiben kann, ist, wie wenig Apple seine Software auf die verschiedenen iPad-Größen einstellt. Nur ein Beispiel: Die neueste Betriebssystem-Version iPadOS 15 lässt aufgrund der neuen Widgets mehr Abstand zwischen Icons und Rand, was auf großen Geräten vorteilhaft aussieht. Auf dem Mini ist das hingegen Platzverschwendung und es wäre auch in der unteren Icon-Leiste sinnvoller, weniger Symbole als auf den größeren Geräten anzuzeigen, weil es alles sehr gedrängt und klein aussieht.

Apple sieht an anderer Stelle offenbar selbst, dass nicht alle iPads in eine Schale geworfen werden sollten. Ein Magic Keyboard zum produktiven Arbeiten oder einen Gehäuseanschluss für eine Tastatur wie bei den größeren Modellen gibt es zum Beispiel nicht. Klar, man kann sich mit Bluetooth-Zubehör behelfen – aber es passt zu dem Eindruck, dass dieses Gerät eher für konsumierendes Nutzen erdacht ist.

Fazit

Das iPad mini liegt buchstäblich auf der Hand. Das macht es zu einem angenehmen Weggefährten. Und hat auch in beruflichen Umgebungen durchaus seine Fans, nämlich überall dort, wo ein Bildschirm dieser Größe nützlich ist, etwa an der Rezeption in Hotels, zur Aufnahme von Bestellungen in der Gastronomie oder in Verkaufsräumen beim Beratungsgespräch.

Aber am Ende gilt für das sechste iPad mini, was schon für das erste galt: Die Größe ist Geschmacksache. Und einige Nutzer lieben kleine Tablets. Für sie ist diese neue Ära des Mini-Tablets zweifellos ein Freudenfest.


Hörtipp: Über das neue iPad Mini haben wir auch im Apfelfunk Podcast ausführlich gesprochen (Folge 296).

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iPhone 13 & 13 Pro Max im Test: Vom Guckloch zur Profi-Kamera https://apfelfunk.com/iphone-13-13-pro-max-im-test-vom-guckloch-zur-profi-kamera/ Sat, 09 Oct 2021 11:30:42 +0000 https://apfelfunk.com/?p=17548 Kaum eine Funktion hat beim iPhone so viele und so große Weiterentwicklungsschritte wie die Kamera. Wir haben uns das neue iPhone 13 und das iPhone 13 Pro Max genauer angesehen. Am Anfang, beim ersten iPhone, war es nur ein verschämt aussehendes kleines Loch im Gehäuse: Der damaligen Zwei-Megapixel-Kamera schenkten viele Rezensenten gar keine Aufmerksamkeit. Eine […]

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Kaum eine Funktion hat beim iPhone so viele und so große Weiterentwicklungsschritte wie die Kamera. Wir haben uns das neue iPhone 13 und das iPhone 13 Pro Max genauer angesehen.

Am Anfang, beim ersten iPhone, war es nur ein verschämt aussehendes kleines Loch im Gehäuse: Der damaligen Zwei-Megapixel-Kamera schenkten viele Rezensenten gar keine Aufmerksamkeit. Eine Kamera im Smartphone erschien damals zunächst unbedeutend. Als Steve Jobs das erste iPhone vorstellte, bestand die Magie aus der Kombination von Telefon, iPod und Internet Kommunikationsgerät. Vom Fotografieren war da noch keine Rede. Heute wird oft spöttisch die Frage gestellt, ob mit den iPhones überhaupt noch telefoniert werden kann. So ändern sich die Zeiten.

Bei den neuen iPhones der 13-er-Linie sind die inzwischen zwei bis drei Kameras nicht nur ein deutlich sichtbarer Teil des Gerätes. In der Fotografie liegt neben der deutlich gestiegenen Akkulaufzeit auch ein Fokus dieser Modellgeneration.

Wir haben das iPhone 13 (6,1 Zoll Display) und das iPhone 13 Pro Max (6,7 Zoll) genauer in Augenschein gekommen.

iPhone 13 Pro Max Rückseite
Die Rückseite des iPhone 13 Pro Max. Markant stechen die Kameras heraus.

iPhone 13 Pro Max

Wer in den vergangenen Jahren auch nur den leisesten Zweifel hatte, dass der Unterschied nach oben künftig noch sehr groß ist: Die diesjährigen Pro-Modelle des iPhones spielen ihre technologische Flaggschiff-Rolle wieder voll aus. Äußerlich bis auf teils neue Farben und die etwas herausstechenderen drei Kameras auf der Rückseite identisch mit dem 12-er-Modellen des Vorjahres, hat sich im Inneren einiges mehr getan. Äußerlich fällt auf der Vorderseite oben die schmalere Aussparung für Frontkamera und Face ID-Technik auf. Aktuell ist das aber ohne weiteren Nutzen, da links und rechts nicht mehr Informationen angezeigt werden als vorher.

Längere Akkulaufzeit

Nach Jahren, in denen die Formel „Noch leichter, noch dünner“ wie eine Konstante in der iPhone-Entwicklung schien, erfüllt Apple einen lange gehörten Nutzerwunsch: Alle vier iPhones – egal ob Pro oder nicht – haben eine längere Batterielaufzeit. Beim Pro Max gibt Apple in bestimmten Anwendungen gar eine Verdoppelung an. Erreicht wurde das erstens physisch mit einem größeren Akku, der das iPhone ein klein wenig mehr wiegen lässt. Aber gleichzeitig hat Apple auch an der Energieeffizienz des eigenen Prozessors, des A15, getüftelt. Und das neue ProMotion-Display, das bedarfsweise von 60 auch mal auf 10 Bilder pro Sekunde runtertaktet, dürfte dem Energiesparen ebenfalls dienlich sein. Den Nutzer freut’s: In unserem Test mit dem Pro Max hatten wir abends teilweise noch über 70 Prozent Rest-Akku. So ausgestattet, kann das Gerät locker auch mal zwei Tage durchhalten.

iPhone 12 Pro Max (vorne) und iPhone 13 Pro Max im Vergleich
Die Rückseiten vom iPhone 12 Pro Max (vorne) und iPhone 13 Pro Max im Vergleich.

Bessere Kameras

Die fotografischen Werke, die mit Smartphone-Kameras entstehen, sind allgegenwärtig. Für viele Menschen sind Smartphones inzwischen die einzige Kamera und auch im professionellen Bereich ist das Gerät oft schneller zur Hand als anderes Equipment. Entsprechend liegt der Fokus Apples einmal mehr auf der Verbesserung des Vorhandenen. Hier ist es zunächst einmal erfreulich, dass sich das iPhone 13 und 13 Pro Max wie zuletzt die 11-er-Linie nur in der Größe unterscheiden. Bei den 12-er-Modellen gab es auch kleine Ausstattungsunterschiede bei den Kameras. Das trübte die Stimmung bei all jenen, die das kleinere Format bevorzugen, aber technisch das Beste haben wollen.

Neue Möglichkeiten haben iPhone-Fotografen der Pro-Linie dank des neuen Makro-Modus. Wo der Autofokus bislang resignierte, schaltet das Gerät nun bei Annäherung automatisch auf die Ultraweitwinkelkamera und erlaubt bestechend scharfe Nahaufnahmen. Klar, es fotografiert nicht jeder jeden Tag im Makromodus, doch ähnlich des Night Modes und der Möglichkeit, im Ultraweitwinkel Aufnahmen zu tätigen, erweitert sich das Spektrum der Möglichkeiten hier wieder deutlich. Softwareseitig wäre noch eine deutlichere Abgrenzung wünschenswert, etwa in Form einer Anzeige. In iOS 15.1 wird der Modus in einem ersten Schritt immerhin auch abschaltbar sein.

Cinematic Mode

Alle 13-er-Modelle beherrschen den neuen Cinematic Mode, der bei Videoaufnahmen das Spiel mit der Schärfe erlaubt, so wie es eben aus Kinofilmen bekannt ist. Das Ganze funktioniert nicht optisch, sondern rein rechnerisch dank der Neural Engine des A15-Chips. Diese beeindruckende Echtzeit-Leistung ist momentan nur bis HD-Auflösung (1920×1080 Pixel) möglich – 4K wird nicht unterstützt. Durch das besondere Verfahren kann die Schärfe auch nachträglich gesetzt werden. Hier und da kämpft die Software noch mit dem richtigen Erkennen von Ecken und Kanten, aber es dürfte nur eine Frage der Zeit sein, bis Updates das verbessern. Manch ein Hobby-YouTuber wird frohlocken.

Verbesserungen gibt es bei den Pro-Modellen aber auch bei der Kamera-Hardware selbst. Die Ultraweitwinkelkamera, die bislang nicht so lichtempfindlich wie das Weitwinkel war, holt auf. Das Weitwinkel wurde aber auch verbessert. Davon profitieren Nachtaufnahmen und Fotografie bei schlechten Lichtverhältnissen. Aber selbst Porträtfotos bei Tageslicht kommen deutlich plastischer und detailreicher daher – eine spürbare Verbesserung.

Knauserig bleibt Apple bei der Telekamera der Pro-Linie. Die kann jetzt zwar dreifach vergrößern, aber die Mitbewerber sind hier längst auf anderen Plateaus unterwegs. iPhone 13-Nutzer schauen in Sachen Vergrößerung weiterhin in die Röhre. Doch dazu später mehr.

120-Hertz-Display

Beim Display erlebten wir im Test Überraschungen und Enttäuschungen. Die verdoppelte Bildrate der Pro-Linie von 120 Hertz hat uns nicht so sehr fasziniert wie erwartet. Das mag auch daran liegen, dass andere Appentwickler als Apple erst allmählich auf den Zug aufspringen dürfen, aber diese Veränderung dürfte trotzdem eine Feinheit in der Anzeige bleiben.

Deutlich besser gefällt uns bei den Pro-Modellen die höhere maximale Display-Helligkeit von 1000 Nits (bei den Pros), was im Freien für einen spürbaren Unterschied sorgt. Und natürlich gefällt indirekt auch das automatische Herunterschalten der Bildwiederholrate zur Schonung der Batterielaufzeit.

iPhone 13

Bei den günstigeren Modellen iPhone 13 und 13 Mini, die die Bedürfnisse vieler Nutzer spielend abdecken dürften, hat sich nicht so viel getan wie bei den Pro-Modellen. Auch hier sind vor allem Batterielaufzeit und Kameras zu nennen.

Bei den Kameras wird eine optische Bildstabilisierung namens Sensor Shift eingeführt, die es im Vorjahr nur beim iPhone 12 Pro Max gab. Der Sensor „wackelt“ gewissermaßen mit, um für ruckelfreie Bilder zu sorgen. Zudem wurde auch an der Lichtempfindlichkeit geschraubt. Weiterhin gibt es aber nur eine Weitwinkel- und eine Ultraweitwinkelkamera. Dass Apple gar keinen optischen Zoom einbaut, ist der größte Wermutstropfen. Der digitale Zoom ist letztlich nur das Erstellen von Bildausschnitten, geht also zulasten der Bildqualität.

Bei der Akkulaufzeit legen die günstigeren 13-er um bis zu 2,5 Stunden zu. Die Displays sind heller und schaffen in der Spitze bis zu 800 Nits. Apple hat zudem den farbenfrohen Charakter der Reihe fortgeschrieben. Dank des eingebauten A15-Chips (im Vergleich zum Pro allerdings mit vier statt fünf Grafikkernen) ist beim Videografieren auch der neue Cinematic Mode möglich.

Fazit

Die Schere zwischen iPhone 13 (ab 799 Euro) und dem gleich großen 13 Pro (ab 1149 Euro) geht deutlich weiter auf als beim Vorjahresmodell. Vor allem die Kamera übt mehr denn je einen Reiz aus, den Aufpreis zum Pro-Modell in Erwägung zu ziehen. Dass Apple dem Consumer-Modell vehement die Tele-Kamera verweigert, tut sein Übriges dazu.

Mit der besseren Akkulaufzeit und den Kameras hat Apple in der neuen Generation der iPhones starke Verbesserungen eingeführt. Gleichwohl ist ein Wechsel vom iPhone 12 zum 13 nicht unbedingt angezeigt. Der Wechsel vom 12er zum 13 Pro bzw. von 12 Pro zu 13 Pro könnte schon eher von Interesse ein.

Richtig spannend ist die 13-er-Linie aber für all jene, die noch ältere iPhones besitzen oder von Android dorthin wechseln. Denn die bekommen die genannten Verbesserungen im Gesamtpaket mit dem Designwechsel der 12-er-Linie, 5G-Mobilfunk und weiteren Finessen.


Weiterführende Informationen: Die neuen iPhones haben wir auch im Apfelfunk Podcast ausführlich besprochen (Folge 295).

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iPad Pro mit M1 im Test: M wie Mehr https://apfelfunk.com/ipad-pro-mit-m1-im-test-m-wie-mehr/ https://apfelfunk.com/ipad-pro-mit-m1-im-test-m-wie-mehr/#comments Sun, 27 Jun 2021 17:51:04 +0000 https://apfelfunk.com/?p=16920 Bei der Hardware sind iPad-Nutzer Höchstleistungen von Apple gewöhnt. Das 2021-er-Modell verspricht hier noch mehr Leistung. Doch ein Punkt trübt das Bild. Welcher das ist und für wen sich dieses iPad empfiehlt – ein Test. Mit neuen technischen Geräten ist es manchmal wie mit zukünftigen Spitzensportlern: Ihre Entdecker sehen das Potenzial. Aber es fehlt noch […]

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Bei der Hardware sind iPad-Nutzer Höchstleistungen von Apple gewöhnt. Das 2021-er-Modell verspricht hier noch mehr Leistung. Doch ein Punkt trübt das Bild. Welcher das ist und für wen sich dieses iPad empfiehlt – ein Test.

Mit neuen technischen Geräten ist es manchmal wie mit zukünftigen Spitzensportlern: Ihre Entdecker sehen das Potenzial. Aber es fehlt noch etwas in der Praxis, um es zu schöpfen.

Das neue iPad Pro von Apple, das wir seit einigen Wochen testen, steckt voller Potenziale. Aber längst noch nicht überall werden sie gehoben.

Der M1 kommt aufs iPad

Das fängt gleich beim Prozessor an. Der eingebaute M1-Chip ist seit vergangenem Jahr aus den neuen Mac-Computern bekannt. Apple setzt dort jetzt auf Eigenentwicklungen anstelle der Intel-Prozessoren. Beim iPad kamen seit Anbeginn Prozessoren der hauseigenen A-Reihe zum Einsatz. Dass nun auf die frischgebackene M-Reihe umgeschwenkt wird, überrascht im ersten Moment. Aber am Ende ist es vor allem ein Marketingbegriff, dessen positive Wirkung jetzt auch auf das iPad ausstrahlt, und im M1 steckt letztlich sehr viel A. Allerdings ist der Prozessor noch einmal deutlich leistungsfähiger als seine Vorgänger im Vorjahres-iPad. Von bis zu 50 Prozent ist die Rede – zumindest auf dem Benchmark-Papier. Apple beziffert zudem erstmals die Größe des Arbeitsspeichers. Je nach Speicherplatz gibt es 8 oder 16 Gigabyte. Auch das ist mehr Speicher als die bisherigen sechs Gigabyte.

Viele Software-Wünsche

Doch wo nützt einem die Leistung im Alltag? Beispiele sind mit dem Export von 4K-Videos in der App Lumafusion, Fotobearbeitungen in Affinity Photo oder Photoshop und anderen pixel- und rechengewaltigen Anwendungen schnell gefunden. Im Netz waren und yind jedoch viele Stimmen von Nutzern zu hören, die sich mehr wünschten. Bis heute gibt es etwa keine iPad-Versionen von Apples eigener Pro-Software, der Videoschnittlösung Final Cut Pro und der Musikbearbeitung Logic Pro. Bei der Programmierung gibt es mit der Erweiterung der Lern-App Swift Playgrounds immerhin einen Fortschritt. Künftig können damit ganze Apps entwickelt und in den App Store gebracht werden. Die Mac-Software Xcode bleibt jedoch weiterhin mächtiger. In vielen Fällen führt weiterhin kein Weg dran vorbei.

Eine Freude bei HDR-Videos: Der neue Bildschirm.

Damit ist das iPad Pro vielfach keine vollwertige Alternative zum Macbook. Aber je nach Einsatzzweck ist es nicht einmal ein vollwertiger Kompagnon. Andererseits: Wie bewahrt Apple in Zukunft einen der großen Vorzüge der iPads – die Einfachheit – und flößt dem Gerät gleichzeitig mehr Detailtiefe und Möglichkeiten ein? Anders als bei den Consumer-Geräten, wo der Weg der Einfachheit vorgezeichnet ist, möchte man tatsächlich nicht in der Haut der Entscheider bei Apple stecken, da jeder Vorstoß Kritiker finden wird. Andererseits: Stillstand oder Stagnation ist auch keine Lösung. Der Ruf nach mehr Mut und Einsatz wird mit der Zeit immer lauter werden, je weiter die Schere zwischen Hardware und Software aufgeht.

Und Apple macht zwar in iPadOS 15, das im Herbst erscheint, das Multitasking – also das gleichzeitige Anzeigen mehrerer Apps – besser sichtbar. Wirkliches Multitasking, dass Apps im Hintergrund uneingeschränkt weiterlaufen, wenn sie nicht sichtbar sind, spendieren die Kalifornier trotz des „Ferrari-Motors“ im iPad aber nicht.

Über die Gründe lässt sich vielfältig spekulieren. Doch auch wenn das Potenzial absehbar noch nicht voll ausgeschöpft wird, ist es erst einmal da. Und die Erfahrung lehrt, dass Apple solche Potenziale – siehe NFC-Chip zum mobilen Zahlen oder U1-Chip für Ultraweitband-Anwendungen – Jahre vorher schon einbaut, kaum nutzt und dann auf einmal Großes damit macht.

Nach dem iPhone beherrscht jetzt auch das iPad Pro 5G-Mobilfunk.

Besserer Bildschirm – beim großen Modell

Von Anfang an sichtbar sind hingegen die Verbesserungen am Bildschirm – zumindest bei der größeren 12,9-Zoll-Display-Variante. Dort sind statt bislang 72 LEDs zur Beleuchtung nun 10 000 kleine Mini-LEDs eingebaut. Diese Änderung bewirkt zweierlei: Erstens ist der Kontrast kleinteiliger steuerbar, so dass schwarze Bereiche wirklich dunkel sind und nicht grau leuchten. Wir kennen dies von den OLEDs in aktuellen iPhones, doch die sind nicht so leuchtstark und sind dafür recht teuer. Weil die Mini-LEDs aber so leuchtstark sind, entstehen gerade bei HDR-Videos ganz neue Erlebnisse, weil etwa ein gezeigter Sonnenuntergang viel realistischer aussieht. Als wir das gleiche Videos auf neuem und alten iPad Pro nebeneinander laufen ließen, wirkte die Szene auf dem alten Gerät fast schon hinter einem Grauschleier verborgen.

Das kleinere 11-Zoll-iPad Pro hat dieses bessere Display nicht. In vielen Anwendungsfällen spielt das aber auch gar keine Rolle. Das neue Display ist vor allem für jene interessant, die mit HDR-Material arbeiten – deshalb wurde es wohlweislich wohl gleich nur im großen Gerät eingebaut.

Mit Center Stage bleibt man in Videokonferenz (fast) immer im Bild.

5G, Center Stage und mehr

Zu den erfreulichen Neuerungen zählen außerdem die Einführung von 5G-Mobilfunk – wie bislang kostet die Cellular-Variante etwas mehr als die WLAN-iPads. Der USB-C-Port beherrscht nun Thunderbolt. Dies ermöglicht es, einige Zubehörgeräte anzuschließen, die bislang nicht unterstützt wurden. Bei externen Bildschirmen spiegelt das iPad allerdings weiterhin nur den iPad-Bildschirm und das auch nur in dessen Bildschirmverhältnis.

Eine tolle Homeoffice-Lehre ist die Ultraweitwinkel-Kamera auf der Vorderseite. Sie ist nicht nur von höherer Bildqualität, sondern fokussiert und folgt dem Anwender automatisch via künstlicher Intelligenz. Dafür brauchte es kein bewegliches Bauteil, sondern aus dem Ultraweitwinkel wird jeweils ein Weitwinkel-Bild in Echtzeit herausgeschnitten. Die Funktion dazu heißt „Center Stage“ und wird von immer mehr Apps unterstützt. Dem Betrachter erscheint es so, als wenn jemand die Kamera führt.

Ansonsten bleibt es bei Bewährtem: Der 12-Megapixel-Weitwinkel- und 10-Megapixel-Ultraweitwinkel-Kamera auf der Rückseite und dem Lidar-Sensor zur besseren Fokussierung.

Sehr schick: Das neue Magic Keyboard in weiß.

Magic Keyboard in weiß

Die Zubehörtastatur mit eingebautem Trackpad namens Magic Keyboard gibt es jetzt in einer weißen Variante, die von der Bedienung her genauso gefällt wie das Vorjahresmodell. Erfreulich: Für Verschmutzungen und Gebrauchsspuren hat sie sich bislang im Test nicht als anfälliger erwiesen als die dunkle Variante.

Der hohe Preis von 339 Euro bleibt allerdings auch bestehen.

Fazit: Das beste Pferd im Stall?

Insgesamt ist das neue iPad Pro – wenig verwunderlich – Apples bestes Pferd im iPad-Stall. Schade ist nur, dass Apple es noch nicht vollends auf die Rennbahn lässt. Auf dem Papier steckt deutlich mehr in diesem Tablet, als es im Alltag erkennen lässt. Bei der Hardware gibt es wenig zu meckern, allenfalls ein paar mehr Anschlüsse würde sich mancher Pro-Nutzer vielleicht wünschen. Bei der Software ist der Wunschzettel länger und die Abspaltung des Betriebssystems vom iPhone vor einigen Jahren hat hier massiv Hoffnung wachsen lassen. Nun darf man gespannt sein, ob Apple in den nächsten Jahren das gewaltige Potenzial auch in Leistung ummünzt.

Kaufen oder nicht kaufen? Die Software ist vielleicht ein Grund zum Warten, aber mehr auch nicht. Wer das Mehr an Leistung jetzt benötigt, kann dank Apples weitreichender Update-Kultur darauf hoffen, dass die Potenziale in den kommenden Jahren noch geschöpft werden. Blicken wir über den Direktvergleich mit dem Vorjahresmodell mal hinweg, hat das iPad Pro eine sehr positive Entwicklung über die Jahre genommen und bietet heute schon viele Möglichkeiten, produktiv damit zu arbeiten.

Und die gute Nachricht für all jene, denen das Pro zu teuer ist: Weil Apple softwareseitig so wenig aus dem Pro-Aspekt macht, müssen Käufer eines iPad Air oder gar des Standard-iPads zumindest bei der Software gar nicht so große Abstriche machen. Die Kaufentscheidung richtet sich weiterhin vor allem nach dem Leistungsvermögen der Hardware.

Das iPad Pro ist ab 879 Euro (11 Zoll) bzw. 1199 Euro (12,9 Zoll) erhältlich. Speicherausstattung wahlweise mit 128, 256, 512 GB bzw. 1 und 2 Terabyte. Mobilfunk gegen Aufpreis erhältlich. Farbtöne: Space-Grau und silber.

Lieber hören statt lesen? Im Apfelfunk Podcast haben wir das neue iPad Pro ausführlich besprochen.

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Apps Made In Germany: MoneyCoach https://apfelfunk.com/apps-made-in-germany-moneycoach/ https://apfelfunk.com/apps-made-in-germany-moneycoach/#comments Fri, 04 Jun 2021 09:10:52 +0000 https://apfelfunk.com/?p=16776 In unserem Countdown auf die WWDC 2021 stellen wir Apps vor, die in Deutschland entwickelt werden. Ein ausführliches Gespräch gibt es jeweils im Apfelfunk und an dieser Stelle einige Auszüge. In Teil 4 geht es um Perjan Duro und seine App MoneyCoach. Erfolgreiche Apps von Einzelentwicklern haben nicht selten einen biografischen Hintergrund. Das eigene Bedürfnis, eine […]

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In unserem Countdown auf die WWDC 2021 stellen wir Apps vor, die in Deutschland entwickelt werden. Ein ausführliches Gespräch gibt es jeweils im Apfelfunk und an dieser Stelle einige AuszügeIn Teil 4 geht es um Perjan Duro und seine App MoneyCoach.

Erfolgreiche Apps von Einzelentwicklern haben nicht selten einen biografischen Hintergrund. Das eigene Bedürfnis, eine bestimmte Software nutzen zu können, ist die bestmögliche Motivation für einen Appentwickler. Die Geschichte von Perjan Duro aus Berlin und seiner App MoneyCoach geht in diese Richtung, aber noch darüber hinaus.

Denn MoneyCoach entstand aus einer Situation heraus, die über Erfolg und Misserfolg eines neuen Lebensabschnitts des gebürtigen Albaners entscheiden sollte. Es war das Jahr 2013, als Duro mit seiner Frau nach Deutschland kam und sich den Traum von einem besseren Leben verwirklichen wollte.

Der Beitrag über Perjan im Apfelfunk (ab 1:22:07):

Der Weg dorthin war allerdings steinig: Der studierte Wirtschaftsinformatiker musste Schulden aufnehmen, um die erste Zeit zu bestreiten, erinnert er sich. Es handelte sich um die lebenslangen Ersparnisse seiner Familie in der Heimat. Für Duro war klar: Dieses Geld musste er um jeden Preis zurückzahlen und das möglichst schnell.

Und so entstand MoneyCoach, eine App, die eine Art Haushaltsbuch ist. Damit lassen sich die Einnahmen und Ausgaben detailliert nachvollziehen. Aber anders als die Statistikfunktionen von Homebanking-Apps sei MoneyCoach nicht dafür da, ein Bankenprodukt zu verkaufen. Dies sieht Duro als Alleinstellungsmerkmal seiner App an.

Die App kam im App Store und bei Apple als Betreiber der digitalen Handelsplattform gut an. Mehrfach wurde MoneyCoach App Store-Nutzern empfohlen. Seither wurde die App über eine Million Mal weltweit geladen und sie liegt in 13 Sprachen vor.

Für Duro wurde aus dem nebenberuflichen Projekt sein Haupteinkommen. Er gründete eine kleine Firma und holte seinen Bruder dazu. Die beiden entwickeln MoneyCoach bis heute weiter. Der Umstieg von der Bezahl-App zum Abomodell sorgt für regelmäßige Einnahmen. Aber es ist auch Disziplin gefragt: Die Nutzer erwarten den Einsatz neuester Technologien. Die Layoutfunktionen von Swift UI oder die neuen Widgets in iOS 14 hat Duro längst implementiert. Er blickt hoffnungsfroh auf die kommende Weltentwicklerkonferenz WWDC, die nächste Woche stattfindet.

Weiterführender Link: MoneyCoach im App Store

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Apps Made In Germany: Charcoal https://apfelfunk.com/apps-made-in-germany-charcoal/ https://apfelfunk.com/apps-made-in-germany-charcoal/#respond Thu, 27 May 2021 20:12:09 +0000 https://apfelfunk.com/?p=16699 In unserem Countdown auf die WWDC 2021 stellen wir Apps vor, die in Deutschland entwickelt werden. Ein ausführliches Gespräch gibt es jeweils im Apfelfunk und an dieser Stelle einige Auszüge. In Teil 3 geht es um Jungentwickler Lars Augustin, der schon zwei Mal WWDC Scholar war. Wer als Programmierer eine der großen Entwicklerkonferenzen besuchen möchte, benötigt […]

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In unserem Countdown auf die WWDC 2021 stellen wir Apps vor, die in Deutschland entwickelt werden. Ein ausführliches Gespräch gibt es jeweils im Apfelfunk und an dieser Stelle einige AuszügeIn Teil 3 geht es um Jungentwickler Lars Augustin, der schon zwei Mal WWDC Scholar war.

Wer als Programmierer eine der großen Entwicklerkonferenzen besuchen möchte, benötigt zwei Dinge: Glück und Geld.

Glück deshalb, weil die Konferenzen – als sie vor der Pandemie noch Präsenzveranstaltungen waren – in der Regel völlig überzeichnet waren. Apple führte deshalb eine Verlosung der Kauf-Tickets ein. Die Teilnahme wurde dadurch ein wenig zum Glücksspiel.

Ein weiterer limitierender Faktor sind die Kosten: Entwickler aus Europa müssen einen Flug in die Heimat der Techkonzerne, die USA, stemmen. Die Hotelkosten explodieren zu Zeiten der Konferenzen. Und auch sonst entstehen einige Kosten während der in der Regel einwöchigen Veranstaltungen.
Junge Menschen, künftige Entwickler, sind auf den Konferenzen gerne gesehen. Schließlich werden sie von den Konzernen händeringend gesucht. Doch für sie stellt vor allem der Faktor Geld eine Hürde dar.
Apple hat deshalb so genannte Scholarships eingeführt, Stipendien. Ein deutscher Jungentwickler, der davon profitierte, ist der 17-jährige Lars Augustin aus Weil am Rhein.

Der Beitrag über Lars im Apfelfunk (ab 1:04:16):

In Programmier-Wettbewerben Apples konnte er sich gleich zweimal, 2019 und 2020, gegen Hunderte andere Teilnehmer behaupten. 2019 schrieb er ein Videoschnittprogramm, das per Künstlicher Intelligenz das Gezeigte automatisch beschreibt, etwa für Blinde oder Menschen mit Sehbehinderung. 2019 konnte er in Anerkennung dieser Leistung die Entwicklerkonferenz in San Jose, die sonst 1600 US-Dollar Eintritt kostet, kostenlos besuchen. Auch für die Unterkunft sorgte Apple. Es war, wie er sagte, ein großartiges Erlebnis. 2020 – als die WWDC nur online stattfand – gab es ein digitales Format für Schüler und Studenten.

Der 17-Jährige ist selbst auch mit zwei Apps im App Store vertreten: Mit dem Zeichenprogramm „Charcoal“ für das iPad und den Apple Pencil, das 400.000 Mal heruntergeladen wurde und viel positive Beachtung erhalten hat. Und neuerdings mit dem Spiel „Flipped Words“, eine Art Memoryspiel für Wörter.
Beide entstanden aus spielerischer Neugier heraus und weil Lars selbst Bedarf für diese Apps hatte, aber nach eigener Aussage nichts fand, was seinen Vorstellungen entsprach.

Obwohl Lars in seinem jungen Alter schon so erfolgreich ist: Eine Karriere als Programmierer strebt er nicht an, sagt er. Dafür glaube er aber daran, dass ihm die gewonnenen Kenntnisse trotzdem im Leben weiterhelfen werden. Zusammen mit einem Freund gibt er sein Fachwissen auch an andere junge Menschen weiter. Der Besuch der Weltentwicklerkonferenz bleibt stets eine besondere Erinnerung.

Weiterführender Link: Charcoal im App Store

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