iPad Pro M5 im Test: Schneller, nicht nur bei der KI

iPad Pro M5 im Test: Schneller, nicht nur bei der KI

Apple hat sein dünnstes Gerät noch einmal aufgebohrt – aber lohnt sich das Upgrade wirklich? Wir haben das neue iPad Pro mit M5 in der 13-Zoll-Variante getestet.

Das neue iPad Pro mit M5 baut auf der soliden Grundlage des M4 iPad Pro vom Mai 2024 auf: Mit 5,1 mm bleibt das 13-Zoll-Modell Apples dünnstes Gerät überhaupt. Das Tandem-OLED-Display mit 1000 Nits (SDR) und bis zu 1600 Nits (HDR) überzeugt weiterhin mit perfektem Schwarz und brillanten Kontrasten. Die Frontkamera sitzt endlich an der richtigen Stelle – an der langen Seite im Querformat, was Videocalls deutlich natürlicher macht.

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Die Verbesserungen im Detail

Performance-Sprung: Die CPU ist etwa 12 bis 15 Prozent schneller, die GPU-Leistung steigt um 22 bis 36 Prozent. Der wirklich große Sprung zeigt sich aber bei der KI-Performance: bis zu 3,5-mal schneller als das M4 iPad Pro. In unserem Test mit der Bildgenerierungs-App Draw Things brauchte das M5 nur 14,92 Sekunden für ein Bild, während das M4 über eine Minute benötigte (64,67 Sekunden). Das ist in der Praxis ein massiver Unterschied.

Verantwortlich dafür sind die Neural Accelerators, die jetzt in jedem GPU-Kern integriert sind. Das Problem: Es gibt noch viel zu wenige Apps und Spiele, die diese Power tatsächlich nutzen.

Mehr Arbeitsspeicher: Die Einstiegsmodelle kommen jetzt mit 12 GB RAM statt bisher 8 GB – wichtig für KI-Anwendungen und speicherhungrige Apps. Dazu ist die SSD dank PCIe 5.0 statt 4.0 doppelt so schnell.

Highlight für den Alltag: Schnelleres Laden

Das iPad Pro mit M5 lädt deutlich schneller. Im 10-Minuten-Praxistest kam das M5 von 20 auf 39 Prozent, während das M4 im gleichen Zeitraum nur von 20 auf 32 Prozent kam. Das klingt nach wenig, macht im Alltag aber einen echten Unterschied, wenn man schnell wieder Saft braucht.

Konnektivität auf dem neuesten Stand

Mit Wi-Fi 7 (Apple N1-Chip), dem C1X-Modem für bis zu 50 Prozent schnellere Mobilfunkdaten und Bluetooth 6 ist das Gerät bestens ausgestattet. Externe Displays laufen endlich mit bis zu 120 Hertz – eine willkommene Verbesserung. Dass die Transition von zugekauften zu eigenen Chips unsichtbar verläuft, ist dabei ein Qualitätsmerkmal.

Was fehlt

Eine Enttäuschung: Das Nanotexturglas bleibt weiterhin den teureren Speichervarianten vorbehalten. Apple hätte hier die Chance gehabt, diese praktische Option mit dem matten Display gegen einen moderaten Aufpreis für alle anzubieten.

Die grundsätzlichere Frage bleibt: wofür die ganze Power? Apple rüstet hardwareseitig massiv auf, aber auf Systemebene fehlen noch die Killer-Apps, die das Potenzial voll ausschöpfen. iPadOS 26 hat mit neuem Fenstersystem und Background-Tasks einige Schritte unternommen, aber selbst Apples eigenes Final Cut Pro unterstützt diese neuen Möglichkeiten noch nicht. Die Hardware-Abteilung ist der Software-Abteilung einmal mehr voraus.

11 oder 13 Zoll?

Die 11-Zoll-Variante punktet mit Kompaktheit, besonders in Zügen und Flugzeugen. Das 13-Zoll-Modell bietet mehr Platz für Mehrfensternutzung und ist besser für Serien und Filme geeignet. Diese Entscheidung hängt davon ab, wo ihr das iPad hauptsächlich nutzt.

Fazit: Für wen lohnt sich das M5?

Das iPad Pro mit M5 ist ein exzellentes Tablet, aber im Vergleich zum M4 eher eine evolutionäre als revolutionäre Verbesserung. Die Adressaten sind vor allem Besitzer eines M1 iPad Pro oder älter – hier rechtfertigt der Unterschied ein Upgrade.

Die Verbesserungen sind messbar: schnelleres Laden, deutlich bessere KI-Performance, mehr RAM in den Einstiegsmodellen, schnellere SSDs. Aber es fehlen die Apps und Anwendungsfälle, die dieses Potenzial ausreizen. Ein Upgrade vom M4 lohnt sich in den meisten Fällen nicht.

Wer von einem deutlich älteren iPad kommt oder neu einsteigt, bekommt ein fantastisches Gerät – wenn auch zu einem deutlichen Pro-Preis. Das ist ein Tablet, das man kauft, um es länger zu behalten. Aber seien wir ehrlich: Für viele Anwender bieten die günstigeren iPads mehr als ausreichend Power für den Alltag. Das Pro ist die Markenjacke unter den iPads – entweder man gönnt sie sich oder eben nicht.

Preis: ab 1099 Euro (11 Zoll), ab 1499 Euro (13 Zoll)

Geschrieben von
Malte

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