Apple Watch Series 7 im Test: Kleines Update, große Wirkung
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Apple Watch Series 7 im Test: Kleines Update, große Wirkung

Nicht viel Neues, aber das hat es in sich: Warum die Apple Watch Series 7 nicht klein geredet werden sollte. Ein Test.

Auf den ersten Blick war sie nicht das Highlight des Online-Events im September: Die neue Apple Watch Series 7 wirkte während ihrer Vorstellung zuerst wie eines der kleineren Updates der digitalen Uhr.

Das lag keineswegs nur daran, weil der in der Gerüchteküche sicher geglaubte Designwechsel zu klaren Kanten wie beim iPhone und iPad nicht kam. Vielmehr ließ die Liste der Neuigkeiten auf den ersten Blick an Tiefe vermissen: Kein neuer Gesundheitssensor, kein signifikant schnellerer Prozessor und dann sollte das Ganze auch noch zu einem unbestimmten Zeitpunkt im Herbst erscheinen – manch einer erwartete da mehr.

Große Überraschung

Nun ist die neue Apple Watch da. Viele müssen allerdings auf ihr bestelltes Modell noch einige Zeit warten – die Lieferzeiten waren schnell hoch geschnellt. Wir hatten bereits Gelegenheit, die neue Version der digitalen Uhr zu testen. Und wir müssen feststellen: Wir haben uns bei unserem ersten Eindruck getäuscht.

Links die Apple Watch Series 7, rechts die Series 6 - der dünnere Rahmen fällt gleich ins Auge.
Links die Apple Watch Series 7, rechts die Series 6 – der dünnere Rahmen fällt gleich ins Auge.

Edition Display

Bei der Series 7 dreht sich bis auf Kleinigkeiten alles nur um eines, aber das ist das Herzstück der Uhr: Der Bildschirm. Der ist um ein paar Millimeter gewachsen, was erstmal herrlich unspektakulär klingt. Doch wenige Millimeter am Arm sind – das wissen wir schon seit dem ersten großen Designwechsel zwischen der Series 3 und der Series 4 vor drei Jahren – mitunter Welten. So auch bei der Series 7. Gegenüber dem Vorgängermodell ist der Bildschirm um 20 Prozent gewachsen. Wer von der Series 3 oder früher kommt, darf sich sogar über 50 Prozent mehr freuen.

Dieses Mehr an Fläche bemerkt man ab Minute 1 auch deutlich im Alltag: Wer Benachrichtigungen bekommt oder Texte lesen will, stellt fest, dass nun mehr Text auf einmal angezeigt werden kann. Folglich muss der Nutzer weniger mit der digitalen Krone scrollen. Es ist aber nicht nur die Tatsache, dass der Bildschirm gewachsen ist, die erfreut, sondern auch das Wie: Denn im direkten Vergleich mit den Vorgängern fällt auf, dass Apple für die Vergrößerung das Gehäuse nur um einen Millimeter vergrößert hat Das Mehr an Platz resultiert zugleich aus einer Verkleinerung des schwarzen Rahmens (minus 40 Prozent). Der Bildschirm geht also noch mehr in die Ecken. Und das jetzt so weit, dass er schon in den abgerundeten Bereich hineinreicht, was sehr ansprechend aussieht. Apple macht einem dies mit zwei neuen exklusiven Zifferblättern (Porträt, Contour) schmackhaft, die den Platz voll ausnutzen.

Always-on im Vergleich: Links die Series 7, die heller ist, und rechts die Series 6.
Always-on im Vergleich: Links die Series 7, die heller ist, und rechts die Series 6.

Helleres Always-on

Die Vergrößerung hat aber auch funktionell positive Auswirkungen: Wer morgens seinen Passcode zum Entsperren eintippt, hat dadurch größere Buttons auf dem Bildschirm. Apple hat seine Benutzeroberflächen zudem überarbeitet. Größere Überschriften, größere Buttons und Änderungen in der Typografie geben dieser Uhr eine spürbar andere Note. Sie wirkt zwar hochgradig vertraut, aber doch eben anders. Dazu passt schön, dass die Series 7 nun im passiven Always-on-Modus, wenn der Bildschirm gedimmt wird, bis zu 70 Prozent heller leuchtet und damit besser ablesbar ist. Auch das ist im Vergleich zur Series 6 deutlich sichtbar und eine angenehme Verbesserung.

Die Größte im Sortiment

In der Folge hebt die Series 7 sich jetzt deutlich von den anderen beiden Modellen ab, die Apple weiterhin verkauft: Das Mittelklasse-Modell mit einigen Abstrichen, die Apple Watch SE, bleibt in der Größenkategorie der Series 4 bis 6. Der günstigste Einstieg, die Series 3, sieht inzwischen geradezu nach Steinzeit aus. Aber der Nutzer hat die Wahl und Geschmäcker bzw. Geldbeutel sind bekanntlich verschieden.

Hinten nichts Neues: Neue Gesundheitssensoren hat die Series 7 nicht bekommen.
Hinten nichts Neues: Neue Gesundheitssensoren hat die Series 7 nicht bekommen.

Das ist außerdem neu

Jenseits des Bildschirms sind die Verbesserungen zum Vorgängermodell allerdings tatsächlich überschaubar: Das Bildschirmglas soll jetzt beständiger sein und ist erstmals nach IP6X staubgeschützt. Vor allem Sportler dürfte das freuen. Mancher hatte schon mit Glasbruch zu kämpfen. Und die Uhr kann bis zu 33 Prozent schneller geladen werden. Dafür braucht es das neue USB-C-Kabel, das der Packung beiliegt.

Für wen sich die Uhr lohnt

Für Bildschirmliebhaber ist die Series 7 ein großes Update, für alle anderen kein zwingendes. Auch die Vorgängermodelle haben schon die Raffinessen wie EKG, Blutsauerstoffmessung und Pulsmesser, Telefonie, Apps, Bezahlfunktion, Fitness, Schlaftracking und einiges mehr.

Die Apple Watch Series 7 gibt es in verschiedenen Farben sowie wahlweise in Aluminium, Edelstahl und Titan. Die Preise beginnen bei 429 bzw. 479 Euro. Es gibt zwei Größenausführungen (41 und 45 Millimeter), Sondereditionen von Nike und Hermès. Und natürlich unzählige wechselbare Armbänder.


Hörtipp: Über die neue Apple Watch Series 7 sprechen wir im Apfelfunk Podcast ausführlich (Folge 299).

Geschrieben von
Malte

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