Teufel Boomster Go im Test: Mach mal laut

Teufel Boomster Go im Test: Mach mal laut

Zusammenfassung:

Praktische Erweiterung für iPhone & iPad: Der Boomster Go von Teufel ist ein Bluetooth-Lautsprecher. Wir haben das Gerät getestet.

Die Suche nach einem mobilen Lautsprecher für den nunmehr wieder möglichen Urlaub oder auch für zuhause gleicht dem Graben am Strand: Es gibt diese Geräte wie Sand am Meer. Günstige, teure, No-Names und die großen Namen buhlen gleichermaßen um die Gunst der Käufer. Da überlegt man sich als Käufer besser vorher, was genau man möchte.

Die deutsche Lautsprecher-Schmiede Teufel ist in diesem Markt natürlich auch mit von der Partie. Die Hoffnung, dass die Berliner aufgrund ihrer Erfahrungen bei den großen Lautsprechern punkten können, schwingt gleich mit, wenn man den Namen auf dem Karton sieht. Aber der Boomster Go mit seinem leicht abgerundeten, knuffigen Design in fünf auswählbaren Farben sieht nebenbei auch schick aus. Und das Auge kauft ja bekanntlich mit.

Teufel Boomster Go im Video-Review

Mehr als nur Äußeres

Doch einmal ausgepackt aus dem umweltfreundlichen Recycling-Karton kommt gleich ein weiteres Pro-Argument hinzu: Das Ding ist kinderleicht zu bedienen. Der Blick in die Bedienungsanleitung: obsolet. Ein langer Druck auf die Einschalt-Taste, schon meldet sich das Gerät mit einem bassigen Einschaltgeräusch bereit. Der Rest ist Standard: In den Bluetooth-Einstellungen des Smartphones oder Tablets wählt man das Gerät aus. Kurz dreht sich eine Warteanzeige, dann erscheint ein Haken. Fortan kennt sich die Technik: Nach jedem Einschalten kann der Lautsprecher ausgewählt und genutzt werden. Eine Bluetooth-Taste am Gerät kann für erneutes Pairing genutzt werden. Abspiel- und Lautstärketasten komplettieren das Bedienkonzept. Das ist einfach.

Dreieinhalb Tafeln Schokolade

Mit knapp 10 mal 11 Zentimetern gleichen die Maße des Boomster Go der einer bekannten quadratischen Schokolade. Knapp 5 Zentimeter ist das Gerät hoch und wiegt so viel wie dreieinhalb Tafeln Schokolade: 355 Gramm. Das entspricht etwa zwei größeren Smartphones – also keine große Schlepperei.

Der Boomster Go ist binnen von etwa zwei Stunden voll aufgeladen und soll bei mittlerer Lautstärke etwa zehn Stunden durchhalten. Die Aufladetechnik ist aber unser größter Kritikpunkt: Leider kommt hier immer noch Micro-USB zum Einsatz. Auf diesen fummeligen Anschluss hätten wir gerne zugunsten des ebenso kompakten Generalisten USB-C verzichtet.

Das Gerät kann mit einem Kompagnon zum Stereopaar gekoppelt werden. Eher eine Nebenrolle dürfte für die meisten die Möglichkeit spielen, den Lautsprecher als Freisprecheinrichtung oder zur Bedienung von Sprachassistenten wie Siri einzusetzen. Zumindest letztgenanntes funktionierte in unserem Test nicht so wirklich zufriedenstellend. Ob‘s an Siri lag oder am Boomster Go haben wir nicht herausgefunden.

Ein nettes Gimmick ist die Möglichkeit, den Lautsprecher per Gewindeschraube an ein Stativ anzubringen. So lässt sich der Lautsprecher bei der nächsten Party in de richtigen Höhe und am gewünschten Standort platzieren, ohne dass dort ein Tisch stehen muss. Und robust ist das Gerät auch noch: Mit seiner IPX7-Zertifizierung trotzt es Spritzwasser und Staub. Für ein Outdoor-Geräte ist das allerdings auch ein Muss.

Neben dem farblich passenden Band fürs Handgelenk kann der Boomster Go auch per Stativgewinde befestigt werden.

Volles Rohr

Die höchsten Erwartungen hat das Gerät aber natürlich in seiner eigentlichen Bestimmung zu erfüllen: Als Lautsprecher.

Und hier wird ab Minute 1 deutlich, dass der im Gegensatz zu Noname-Produkten etwas tiefere Griff ins Portemonnaie durchaus lohnt. Satter Bass bei entsprechenden Musikstücken und klare Verständlichkeit bei Stimmen wie in Audiobüchern oder Podcasts machen den Boomster Go zu einem Allrounder, der trotz seiner kompakten Maße zu beachtlicher akustischer Größe aufwächst. Der ordentliche Wumms ist den beiden Ein- und Auslässen an der Seite zuzuschreiben. Den Rest besorgt der netzbespannte Lautsprecher auf der Oberseite.

Nun ist das Empfinden von Klang natürlich jenseits aller Daten etwas zutiefst Subjektives. Dem einen wird der Lautsprecher zu bassig, dem anderen zu wenig sein. Aber da sind wir wieder beim Sand und beim Meer: Dem einen ist der Sand zu staubig, dem anderen zu nass. Der dritte mag ihn fest, der vierte wie Puderzucker. Andere Hersteller wie JBL, Bose und Co. haben natürlich auch schöne „Töchter“, sprich: Lautsprecher. Die Auswahl wird – nach unserem Gefühl – in hohem Maße auch vom Aussehen und möglicherweise vorhandenen Markenpräferenzen beeinflusst.

Das Fazit

Objektiv lässt sich sagen: Der Boomster Go punktet mit hoher Mobilität und einem sehr guten Klang für seine Größe. Der ursprüngliche Preis von 100 Euro wurde zwischenzeitlich auf 80 Euro gesenkt – und diesen Betrag ist der Lautsprecher definitiv wert. Einfache Handhabung, ein Design aus Deutschland und eine lange Laufzeit: Was will man mehr? Okay, vielleicht ein USB-C-Anschluss. Aber das ist kein Grund, von diesem Lautsprecher nicht in den höchsten Tönen zu sprechen.

Geschrieben von
Malte
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